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Goldman-Sachs-Studie: Erholungszeichen an Spaniens Häusermarkt

Jahrelang hielten sich Anleger mit Investitionen am spanischen Immobilienmarkt zurück – zu tief saßen die Verluste. Nun empfehlen Händler von Golden Sachs, wieder zuzugreifen, speziell bei hypothekenbesicherten Anleihen.

„Neu und zu verkaufen“: Laut Goldman Sachs erholt sich der Häusermarkt in Spanien wieder. Quelle: Reuters
„Neu und zu verkaufen“: Laut Goldman Sachs erholt sich der Häusermarkt in Spanien wieder. Quelle: Reuters

Madrid/LondonHändler von Goldman Sachs sehen Anzeichen für eine Besserung am spanischen Eigenheimmarkt. Eine Handelsgruppe der US-Bank empfiehlt den Anlegern spanische hypothekenbesicherte Anleihen, die günstiger als andere Spanien-Papiere zu haben sind und im Vergleich zu europäischen Hypothekenbonds attraktiv sein dürften. Das geht aus einer Präsentation hervor, die der Nachrichteagentur Bloomberg vorliegt.

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Die offiziellen Statistiken hinken zwar noch hinterher, sagt die Bank. So liegt die Arbeitslosenquote auf einem Rekordwert von 26 Prozent und es gibt zwei Millionen unverkaufte Häuser nach dem Zusammenbruch des zehnjährigen Immobilienbooms. Als positives Zeichen werten die Goldman-Experten hingegen die Häuser-Verkäufe in Regionen mit dem größten Eigenheimbestand und einen Rückgang der Neubaubeginne.

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Spanien steckt in der zweiten Rezession in drei Jahren und Ministerpräsident Mariano Rajoy nimmt die größten Haushaltskürzungen in der demokratischen Geschichte des Landes vor, um ein internationales Hilfsprogramm zu vermeiden. Zwar haben die Maßnahmen das Vertrauen der Anleger teilweise wieder hergestellt. Aber die Zahl der Arbeitslosen liegt bei fast 6 Millionen und die Eigenheimpreise, die sich in den zehn Jahren bis 2007 fast verdoppelt haben, sind seitdem um fast 26 Prozent gefallen.

„Wir sind angesichts der steigenden Arbeitslosigkeit in Spanien erheblich besorgt, insbesondere vor dem Hintergrund des nachgebenden Markts für Wohnimmobilien“, sagt Dipesh Mehta, Verbriefungs-Analyst bei Barclays. „Bei beiden Faktoren erwarten wir keine baldige Verbesserung.“

Was Käufer von Ferienhäusern wissen sollten

  • Checkliste – Immobilienerwerb im Ausland

    Sollte der Hauskauf in Deutschland bereits gut geplant sein, kommen beim Immobilienerwerb im Ausland noch landesübliche Regelungen und Usancen hinzu. Folgende Checkliste hilft, Fehler beim Erwerb einer Auslandsimmobilie zu vermeiden.

  • Aufenthaltserlaubnis geklärt?

    Die Bestimmungen der EU erlauben Europäer grundsätzlich sich in jedem Mitgliedsland niederlassen. In vielen Ländern außerhalb der EU wird dagegen oft auch eine Aufenthaltserlaubnis benötigt. Geklärt sein sollte, deshalb, ob eine Aufenthaltserlaubnis erforderlich ist, diese zeitlich begrenzt ist und bis wann alle Unterlagen dazu vorliegen.

    Quellen: meineimmobilie.de, Deutsche Schutzvereinigung Auslandsimmobilien

  • Gesetzliche Regelungen bekannt?

    Vor dem Kauf sollten sich Interessent mit den wichtigsten landestypischen Regelungen zum Erwerb und die Vermietung der Immobilie betreffenden Land vertraut. Es sollte klar sein, wie der Kauf geregelt wird – also ob eine notarielle Beurkundung notwendig ist. Zudem sollte im Vorfeld geklärt sein, welche Steuern durch den Kauf anfallen und wie die Steuererhebung durchgeführt wird. Dies betrifft in Regel die Grundsteuer (ggf. Wohnsteuer) und die Einkommensteuer, sowie unter Umständen auch die Erbschaftsteuer. Zu klären ist, ob der Interessent oder die Immobilie eventuell Nutzungs-, Erwerbs- oder Vermietungsbeschränkungen unterliegt.

  • Wie soll die Immobilie gesucht werden?

    Je nach Art der Immobiliensuche fallen unterschiedlich Kosten oder Aufwendungen an. Ob das Ferienhaus in eigener Regie, über einen Makle oder über sonstige Vermittler oder Portale gesucht wird, sollte daher im Vorfeld überlegt werden.

  • Wichtige Unterlagen eingesehen?

    Vor dem Kauf sollten auf jeden Fall die Eigentumsverhältnisse sowie die mit dem Kauf verbundenen Rechte und Pflichten der Immobilie geklärt sein. Dies lässt sich durch die Einsicht in das Baulastenverzeichnis, dem Grundbuch/Register oder bei Neubauten über den Bebauungsplan/Flächennutzungsplan weitgehend klären. In bestimmten Regionen empfiehlt sich vor dem Bau oder Kauf zu überprüfen, ob das Gebäude in Übereinstimmung der regionalen Gesetze (wurden beim Bau bestehende Gesetze – wie in Spanien das Küstengesetz, LRAU errichtete wurde oder gebaut wird. Eventuelle vorhandene Versicherungsunterlagen können Auskunft über zusätzliche Kosten und Risiken geben.

  • Liegen beglaubigte Übersetzungen vor?

    Falls der Interessent nicht über ausreichende Sprachkenntnisse verfügt, sollte er alle wichtigen Unterlagen auch in beglaubigten Übersetzungen vorliegen haben.

  • Wie hoch sind die ortsüblichen Preise?

    Der Interessent sollte sich über die Preise in der Erwerbsregion informieren. Dazu bietet es sich an, örtliche Makler zu befragen, Aushänge zu studieren, das Internet nach vergleichbaren Objekten zu durchforsten. Aufgrund dieser Informationen sollte man sich beim Kauf ein Preislimit setzen, um ein Objekt nicht zu überteuerten Preis zu erwerben.

  • Alle Kaufnebenkosten berücksichtigt?

    Der Interessent muss die Kaufnebenkosten ermitteln, die auf den Kaufpreis der Auslandsimmobilie noch aufgeschlagen werden müssen. Dazu sollte er sich die Berechnungen vorlegen lassen.

  • Eigenkapital ausreichend?

    Was kann der Interessent in die Finanzierung einbringen, um den meist geforderten Eigenkapitalanteil von 40 bis 50 Prozent zu erreichen? Dazu bietet sich an, alle einbeziehbaren Vermögenswerte wie die eigene lastenfreie Immobilie oder Grundstück, das Wertpapierdepot, Bausparverträge oder auch Edelmetalle zu berücksichtigen. Auch ein Verwandtendarlehen oder eine Schenkung oder der Einsatz einer kapitalbildende Lebensversicherung sollte erwogen werden.

  • Finanzierung geklärt?

    Der nächste wichtige Punkt ist die Klärung der Finanzierung. In der Regel reicht das vorhandene Eigenkapital zum Erwerb nicht aus. In diesem Fall sollten deutsche Finanzinstitute oder Geldinstitute vor Ort kontaktiert werden. Ansprechpartner oder Informationen finden sich bei der Hausbank, Bausparkassen, Finanzvermittler oder Internetfinanzierer.

  • Versicherungsschutz ausreichend?

    Der Interessent sollte sich schon frühzeitig um einen ausreichenden Versicherungsschutz seiner Immobilie kümmern und sich über notwendige Pflichtversicherungen informieren. In der Regel betrifft dies Wohngebäudeversicherung, die Hausrat- oder Glasversicherung bei Wintergärten.

Seit dem Zusammenbruch des Marktes vor fünf Jahren sind etwa 40.000 Häuser in Spanien zwangsversteigert worden. Der Bauboom hat Geisterstädte von unbewohnten Häusern im Land geschaffen, die sich laut Ministeriumsschätzungen im vergangenen Jahr auf 700.000 ungenutzte Häuser beliefen. Zusammen mit den nicht fertig gestellten Objekten und Zwangsversteigerungen beläuft sich die Gesamtzahl auf zwei Millionen, schätzt die Immobilien-Beratungsgesellschaft Acuna & Asociados.

„Es wird weitere Wertverluste geben“, erwartet Angel Mas, Präsident europäische Hypothekenversicherung bei Genworth Financial. „Wir sind noch keineswegs am Ende angelangt, weil es keine Kredite am Markt gibt.“

  • 05.02.2013, 13:15 Uhrgoldeneye

    Unsinnig in Spanien etwas zu kaufen! Zweitwohnungsteuer!
    Wenn ich das Ganze auf 365 umrechne komme ich im Hotel besser weg, muss mich um nichts kümmern, kann, wenn es mir dort gefallen hat wieder kommen oder auch nicht. Ausserdem birgt ein Hauseigentum erhebliche Gefahr durch illegale Hausbesetzung (Menschen aus dem Maghreb, SInti/Roma, Mittelamerika - was will man tun, wenn plötzlich nach monatelanger RÜckkehr zum Feriendomizil irgendwelche Typen darin herumlungern? Ist schon passiert ...... :-((

  • 04.02.2013, 11:18 Uhrschwabenkind

    Se alquila heisst zu vermieten.

  • 02.02.2013, 17:06 UhrTingeltangel-Bob

    Wie trauig ist das bloß, dass die praktikanten besetzte handelsblatt redaktion studien von Goldman veröffentlich, vielmehr diese assetklasse indirekt empfiehlt.

    mal interessant, inwiefern das Handelsblatt bzgl. Schadensersatzforderungen herangezogen werden könnte...

    :D

    hoffentlich werden dann spätestens die praktikanten gefeuert.

    traurig, handelsblatt, ganz traurig!!

    handelsblatt = germany's next FTD??!!

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