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Immobilien: Der Berliner Wohnungsmarkt boomt wie nie

Die Hauptstadt entwickelt sich immer stärker zum attraktiven Markt für Kapitalanleger. Die Mieten für Berliner Wohnungen sind zuletzt deutlich gestiegen. Das Geld hinter dem Boom kommt zum Großteil aus dem Ausland.

Ein Kinderspielplatz vor einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Weißensee in Berlin. Quelle: dpa
Ein Kinderspielplatz vor einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Weißensee in Berlin. Quelle: dpa

BerlinDiese Zahlen lassen die Herzen von Immobilieninvestoren höher schlagen: Innerhalb eines Jahres ist die Durchschnittsmiete, zu der freie Wohnungen auf dem Berliner Markt angeboten werden, um knapp acht Prozent auf 6,59 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Damit wurde die bereits hohe Steigerungsrate von 4,5 Prozent aus dem Jahr 2010 noch einmal übertroffen, wie aus dem neuen Wohnmarktreport des börsennotierten Wohnungsunternehmens GSW und der Beratungsgesellschaft CBRE hervorgeht. Sogar um 8,3 Prozent kletterte 2011 der Durchschnittspreis für Eigentumswohnungen – auf 1883 Euro pro Quadratmeter.

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Mieten in Deutschland In diesen Städten grassiert die Wohnungsnot

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An dieser Entwicklung wollen nicht nur große institutionelle, sondern auch immer mehr private Anleger teilhaben. So konnte der Wohnungsprivatisierer Accentro, der im Auftrag der GSW Eigentumswohnungen an den Mann bringt, die Zahl der verkauften Einheiten im vergangenen Jahr um 64 Prozent steigern. In ganz Berlin nahm der mit dem Verkauf von Eigentumswohnungen erzielte Umsatz 2011 um 20 Prozent zu.

Für Michael Schlatterer, Bewertungsspezialist bei CBRE, sind die steigenden Mieten nicht der einzige Grund, warum sich Investoren auf Berliner Wohnungen stürzen. „Berlin ist international sehr angesagt“, stellt er fest. Außerdem seien in Berlin deutlich höhere Renditen als beispielsweise in München zu erzielen. Und schließlich sei Berlin „der mit Abstand wichtigste Markt für Wohnimmobilien in Europa“. Damit sei der Markt sehr liquide – ein Vorteil insbesondere für Käufer von Mehrfamilienhäusern, die zuversichtlich sein dürfen, ihr Objekt später zu einem guten Preis wiederverkaufen zu können.

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„Stark getrieben ist der Markt durch die Nachfrage internationaler Kleinanleger“, beobachtet GSW-Vorstand Jörg Schwagenscheidt. Unter den Kunden, die 2011 über Accentro eine Wohnung erwarben, hatten 35 Prozent ihren Erstwohnsitz im Ausland. Gleichzeitig steigt jedoch auch die Nachfrage von Berlinern, die noch zur Miete wohnen und sich eine Wohnung kaufen, um dort selbst einzuziehen. Alexander Harnisch etwa, der mit dem Unternehmen Diamona & Harnisch gehobene Eigentumswohnungen errichtet, stellt in letzter Zeit einen wachsenden Anteil von Berliner Kunden fest. „Nur noch etwa 30 Prozent der Interessenten kommen aus dem Ausland.“

  • 11.03.2012, 17:41 Uhrjpuhr

    Wer behauptet, dass eine Immobilienblase sprunghaft ansteigen muss? Die amerikanische Immobilienblase wuchs von ca. 2002 bis 2007. Nur abgefallen ist sie sprunghaft.

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