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Immobilienmarkt: Chinas Angst vor Geisterstädten

Obwohl der Bedarf an Wohnungen und Büros längst gedeckt ist, geht der Bauboom weiter. Nun fallen erstmals die Immobilienpreise. Wann platzt die Blase?

Eine zeitgenössische Statue neben einer Baustelle in Peking. Quelle: AFP
Eine zeitgenössische Statue neben einer Baustelle in Peking. Quelle: AFP

PekingDie Bilder in Schanghai, Guangzhou, Chongqing oder Peking ähneln sich: In allen Richtungen recken sich Kräne und die Betongerippe neuer Hochhäuser in den Himmel. Während sich fast überall auf der Welt die Konjunktur verlangsamt, legt Chinas Immobilienbranche nach: Die Hälfte aller Hochhausbaustellen weltweit befindet sich dort, mehr als 60 Rekordgebäude wachsen derzeit Stockwerk um Stockwerk.

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Doch die Experten des britischen Finanzunternehmens Barclays Capital deuten den aktuellen Höhenrausch als "Zeichen für eine Blase"; ab jetzt könne es nur noch abwärtsgehen. In China geht nun die Angt um, dass derzeit Geisterstädte wuchern, die niemals mit Menschen gefüllt werden können.

Aktuelle Zahlen beweisen, dass der lange Aufwärtstrend am chinesischen Immobilienmarkt gekippt ist. Im Dezember sind die Wohnungspreise in fast allen chinesischen Städten gefallen, jetzt kündigen große Anbieter bereits kräftige Rabatte an. Solche Phänomene waren in China bisher unbekannt, zumal man sich auf einen lang anhaltenden Zustrom von Menschen aus den Provinzen in die Städte verlassen konnte. Dennoch ist der Markt nun völlig übersättigt, weil die Branche zu viele Gebäude errichten ließ.

Vom Boom zur Krise

  • Aufwärts

    In den vergangenen Jahren sind die Investitionen in Immobilien jährlich um rund ein Drittel gestiegen und haben 2011 den Wert von 760 Milliarden Euro erreicht.

  • Abwärts

    Gegen Ende des vergangenen Jahres stagnierten oder fielen fast überall im Land die Preise. Chinas größte Immobilienfirma Vanke hat für Dezember 30 Prozent weniger Abschlüsse gemeldet.

  • Prognosen

    Die Zahl der Transaktionen soll 2012 um zehn Prozent fallen, sagt das Brokerhaus Daiwa. Es drohe der Branche „eines der schlimmsten Jahre in ihrer Geschichte“, so die Großbank UBS.

Experten erwarten nun erst einmal eine längere Durststrecke. "Die Marktlage ist miserabel", sagt Yang Hongxu vom Immobiliendienstleister E-House China in Schanghai. "Umsätze und Preise fallen deutlich, und daran wird sich in der ersten Jahreshälfte nichts ändern." Erst im September oder Oktober werde sich die Situation wieder stabilisieren - wenn die Regierung ein Einsehen hat und dem Markt wieder mehr Geld zufließen lässt. "Wenn die Regierung ihre Restriktionen aber nicht bis Sommer lockert, droht bis Jahresende ein Crash des Hausmarkts", urteilt Andy Rothman von CLSA Asia-Pacific in Schanghai.

  • 27.01.2012, 11:00 UhrAnonymer Benutzer: donolli

    Also wenn die Immoblase in China platzt, dann kracht auch die Börse dort. Ergo kann man auf die verschiedene Indizes short spielen über Optionscheine, KO´s und das gesamte Instrumentarium. Zur Suche gehe auf Onvista.de, da kann man unter der Rubrik Optionscheine oder Zertifikate Papiere aller Emitenten finden. Oder man nimmt chin. Immobilien-Aktien und shortet die ebefalls wie oben beschrieben.
    Aber ich würde noch warten, das Momentum ist noch nicht gekommen aber eng zu verfolgen!

  • 26.01.2012, 21:48 UhrAnonymer Benutzer: Tom1966

    Vielen Dank für die ausführliche Antwort zum Thema Sicherheitslage in Ostasien!

    Aber eigentlich wollte ich wissen, ob es nicht ein Zertifikat / ETF gibt, mit dem man den chinesischen Immobilienmarkt shorten kann.

    Jemand mit einer konstruktiven Idee??

  • 25.01.2012, 15:33 UhrAnonymer Benutzer: FreundHein

    Haben Sie einen chinesischen oder wenigstens hongkonger Pass? Wenn nein - vergiss es. Bevor sich die KPCh von irgendwelchen Langnasen vorführen lässt, bricht sie lieber den III. Weltkrieg vom Zaun.

    Wie sie bei den Reagans, Bushes und anderen Kriegstreibern dieser Welt gelernt hat: damit lassen sich interne Probleme für einige Jahre 1A prima zukleistern und dann sollen doch die Trottel, die das Schiff dann steuern, sehen, wie sie klar kommen.

    Fehler sind eben dazu da, dass man sie selbst macht. Anders als im obigen Sinne kann ich das aggressive Vorgehen der chinesischen Politik in Asien und Afrika jedenfalls nicht verstehen.
    Es wird eine Menge Sprengstoff in Krisenherde gestopft. Indonesien möchte als Reaktion darauf z.B. plötzlich Leopard-Panzer kaufen. Kein Witz, obwohl man das bei einem Inselstaat vermuten könnte. Die Spirale dreht sich.
    Irgendwann geht da auch mal was hoch und dann sagt der Chinese:
    "Heissassa, WIR helfen euch!"

    Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde…

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