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Konzept der Zukunft: Was ein Büro heute können muss

Ob Außenpool, Kinderbetreuung oder Gastronomie: Die Welt der Bürostandorte ist im Wandel. Schon lange wird hier nicht mehr nur gearbeitet. Das kommt auch den Wünschen vieler Unternehmen entgegen.

Das Bürohochhaus „Tanzende Türme“ in Hamburg: Büroanlagen müssen heute mehr leisten als nur einen Schreibtisch. Quelle: dpa
Das Bürohochhaus „Tanzende Türme“ in Hamburg: Büroanlagen müssen heute mehr leisten als nur einen Schreibtisch. Quelle: dpa

KölnKleine Abkühlung im hitzigen Büroalltag gefällig? Die Mieter im Münchener Büro- und Gewerbezentrum Neue Balan dürfen das wörtlich nehmen: In der Mittagspause können sie ein paar Bahnen im 50-Meter-Außenpool ziehen. Der ist eine der Besonderheiten auf dem "Campus der Ideen", wie sich der ehemalige Infineon-Standort in der Balanstraße heute nennt. Seit 2007 entwickelt das Münchener Immobilienunternehmen Allgemeine Südboden das 84 000 Quadratmeter große Produktionsgelände im Südosten der bayerischen Landeshauptstadt zu einem Gewerbestandort für die Kreativwirtschaft.

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Zu den Mietern gehören Modeunternehmen wie Guess und Nike, der Sternekoch Holger Stromberg unterhält hier seine 500 Quadratmeter große Eventfläche "Kutchiin", aber auch die Integrative Montessori Volksschule inklusive Hort oder die Mediadesign Hochschule. Für Südboden-Geschäftsführer Maximilian von der Leyen ist es diese Mischung, die den Erfolg des Standortes ausmacht. Besonders zukunftsweisend sei das Konzept aber auch deshalb, "weil wir die Anforderungen zukünftiger Arbeitswelten vorwegnehmen", ist der Entwickler überzeugt.

Mietwachstum Kaum noch Luft nach oben für Büromieten

Die Büromieten haben sich in der letzten Zeit wieder deutlich erholt.

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Diese werden, so die neueste Theorie der Arbeitsforscher, vor allem geprägt sein von der Idee der sogenannten Work-Life-Integration: Flexible Arbeitszeitmodelle, Teilzeit- und Telearbeit sorgen dafür, dass Beruf und Privatleben zunehmend ineinandergreifen. Entwickler von Büro- und Gewerbequartieren müssen darauf notwendigerweise reagieren, sagt Elmar Schütz, Leiter Projektentwicklung für die Region Mitte des Frankfurter Flächenentwicklers Aurelis. Er betreut in der Bankenstadt unter anderem das Großprojekt "Europaviertel West", das 67 von insgesamt 90 Hektar des ehemaligen Güterbahnhofs zwischen Messe und Bankenviertel umfasst.

Auch bei der Konzeption des neuen Frankfurter Stadtquartiers stand die Anpassung an die Arbeitswelt von morgen im Fokus. "Kurze Wege zum Büro, gute Nahversorgung, gastronomische Angebote, Grünflächen und Möglichkeiten zur Kinderbetreuung sind nach unserer Beobachtung die wichtigsten Merkmale zukunftsfähiger Quartiere", erläutert Schütz und ergänzt: "Die Mischung von Wohnen, Arbeiten und Freizeit ist auch nach Meinung der Stadtplaner nachhaltig und attraktiv für Nutzer und Investoren."

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Und das gilt nicht nur in den großen und teuren westdeutschen Bürometropolen Frankfurt oder München, sondern auch tief im Osten. Thomas Schubert, Leiter Controlling des Technologie- und Gewerbecenters (Tegece), einem ehemaligen DDR-Halbleiterwerk in Frankfurt/Oder, kann den Firmen und ihren 3 000 Beschäftigten am Standort zwar keine "goldenen Türklinken" und auch keinen Pool bieten. Eine Straßenbahnline, Kantine und Cateringservice aber sind gleichfalls hier in der Miete von 5,50 Euro pro Quadratmeter inbegriffen. "Auch sind wir dabei, einen Einzelhändler anzusiedeln", sagt Schulz.

  • 28.05.2012, 19:17 UhrPeterScholz1

    Eigentlich ist das wohlhabende Bayern nicht zwangsläufig der Standort an dem die Wettbewerbsfähigkeit verbessert werden muß. Vielmeht kommt diese Aufgabe dem Empfängerland Nordhessen, man sagt auch "rotes Hessen", zu. Doch wozu soll man sich bei sicher zu erwartenden Subventitionen selbst kümmern?
    Ein wesentlich weiterentwickeltes Konzept wurde in der Schlafstadt Niedenstein von den großen Koaltionären verhindert. Der Tag,an dem die Idee geboren wurde, liegt 39 Jahre zurück!!!

    http://www.bps-niedenstein.de/content/view/51/59/

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