
MünchenDie Explosion der Mieten in vielen Städten birgt zunehmend sozialen Sprengstoff, nun schlägt auch der Deutsche Mieterbund Alarm. Angesichts steigender Mieten und Energiepreise hat Mieterbund-Präsident Franz-Georg Rips vor dramatischen Zuständen auf dem Wohnungsmarkt gewarnt.
Schon heute hätten viele Menschen "massive Probleme, eine bezahlbare Wohnung zu finden", sagte Rips dem Magazin "Focus" laut Vorabmeldung vom Sonntag. "Dieser Trend wird sich weiter verschärfen." Auch die SPD ist alarmiert. In Hamburg, Berlin und Freiburg demonstrierten am Samstag Tausende Menschen gegen hohe Mieten.
Vogtlandkreis
Der Vogtlandkreis im Westen von Sachsen kann mit günstigen Grundstückspreisen aufwarten: In der Gemeinde Ellefeld etwa kostet der Quadratmeter 295,5 Euro.
Uckermark
Die brandenburgische Uckermark landet auf Platz fünf der günstigsten Regionen Deutschlands. In der Gemeinde Templin wohnt es sich besonders günstig: Hier zahlt man nur 343,8 Euro.
Bad Kissingen
Der Kreis Bad Kissingen liegt im bayerischen Unterfranken, nahe an der Grenze zu Hessen und Thüringen. In der Gemeinde Zeitlofs zahlt man wenigsten: nämlich nur 248,3 Euro.
Wartburgkreis
Der Wartburgkreis liegt in Thüringen an der Grenze zu Hessen. Günstigster Wohnort ist die Gemeinde Treffurt: Dort kostet der Quadratmeter 242,9 Euro.
Kreis Haßberge
Der Kreis Haßberge liegt nördlich des Mains im bayerischen Unterfranken. In der Gemeinde Kirchlauter kostet der Quadratmeter 232,4 Euro.
Mansfeld-Südharz
In der Region Mansfeld-Südharz bei Leipzig wohnt es sich am günstigsten - vor allem in der Gemeinde Sandersleben: Dort kostet der Quadratmeter 192,8 Euro. Aber auch in Blankenheim (233,5 Euro), Hettstedt (259,5 Euro) und Friedeburg (267,7 Euro) sind die Preise niedrig.
Bitburg-Prüm
Der Kreis Bitburg-Prüm ist der am dünnsten besiedelste Landkreis von Rheinland-Pfalz. Doch im rund 400 Einwohner großen Ort Kruchten kostet der Quadratmeter laut Immobilienscout24 4882,9 Euro.
Hamburg
Ein Quadratmeter in der Hamburger Hafencity kostet 5760,2 Euro. Ein wenig günstiger lebt es sich im Bezirk Harvesthude (5168,8 Euro).
Norderney
Die ostfriesische Insel Norderney wartet mit hohen Grundstückspreisen auf. Für einen Quadratmeter zahlt man 6578,8 Euro.
München
Der Münchener Bezirk Lehel landet auf dem dritten Platz. Dort kostet der Quadratmeter 6947,6 Euro. Auch die Bezirke Altstadt (6918 Euro), Maxvorstadt (5848,2 Euro), Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt (5445,1 Euro) und Schwabing-West (5441,5 Euro) haben hohe Grundstückspreise.
Rathsweiler
Im Kreis Krusel in Rheinland-Pfalz liegt der Ort Rathsweiler: Dort kostet der Quadratmeter 6951,3 Euro.
Sylt
Die Gemeinde Kampen auf der Insel Sylt hat die teuersten Grundstückspreise Deutschlands: Der Quadratmeter kostet hier 12.605 Euro.
Quelle: Immobilienscout24; Referenzobjekt: eine Wohnung mit 80 Quadratmetern, 3 Zimmer, 30 Jahre alt.
Rips zufolge steuern Groß- und Universitätsstädte, in denen es bereits jetzt an preiswerten Wohnungen fehle, "auf eine mittlere Katastrophe zu". Die Verteuerung der Wohnkosten treffe nicht nur Einkommensschwache, Rentner und Studenten. "Auch normal- und sogar viele gutverdienende Haushalte können das nötige Geld kaum noch aufbringen."
Bestimmte Bevölkerungsschichten hätten aufgrund der stark gestiegenen Mieten kaum noch Chancen, in den Zentren der Großstädte zu leben, gab Rips zu bedenken. Noch seien die Städte relativ gut durchmischt. "Das ist ein Ausdruck für die stabile soziale Lage der Gesellschaft", sagte der Mieterbundpräsident. Doch drohten die Verhältnisse jetzt zu kippen. "Der soziale Frieden hängt ganz wesentlich davon ab, dass alle Schichten die Möglichkeiten haben, in allen Gebieten Deutschlands zu leben. Wenn das nicht mehr der Fall ist, brechen unruhige Zeiten an", warnte Rips.
Ein großes Problem sei die wachsende Altersarmut. "Wenn die Menschen künftig weniger Rente bekommen, aber immer höhere Wohnkosten zahlen müssen, dann ist das ein brandgefährlicher Zustand", sagte Rips. "Niemand sollte die soziale Sprengkraft unterschätzen".
An die Politiker appellierte der Mieterbund-Chef, schleunigst neue Wohnkonzepte zu entwickeln. "Schon bei der Bundestagswahl 2013 wird es - neben der Energiefrage - auf die Wohnungsfrage ankommen."
Die SPD hat die Problematik offenbar erkannt. SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück sagte am Samstag auf dem Landesparteitag der niedersächsischen SPD in Wolfsburg, er wolle sich für günstigeren Wohnraum in den deutschen Großstädten einsetzen. Viele Studenten, Auszubildende, aber auch junge Familien und alleinerziehende Frauen könnten sich in München, Hamburg, Berlin oder Düsseldorf keinen Wohnraum mehr in der Nähe ihres Arbeitsplatzes leisten, kritisierte Steinbrück. Er riet seiner Partei, sich mit Blick auf ein Regierungsprogramm mit dieser Frage zu befassen. Der Anteil der Mietausgaben müsse deutlich reduziert werden, auch "durch eine Wiederbelebung dessen, was wir mal sozialen Wohnungsbau genannt haben", sagte Steinbrück.
Die Wohnungsmieten variieren je nach Ort beinahe um das dreifache. Eine Auswertung von Immobilienscout zeigt: Zwischen dem teuersten und dem billigsten Quadratmeterpreis liegen 7,40 Euro. Hier sind die fünf teuersten und die fünf billigsten Landkreise im 2. Halbjahr 2011.
Im 2. Halbjahr 2011 lag der Quadratmeterpreis im Hochtaunuskreis bei 9,11 Euro. 2010 waren es noch 8,97 Euro.
Nur wenig verteuert haben sich die Mietpreise im Landkreis Miesbach, sie kletterten von 9,20 auf 9,21 Euro/qm.
Im Landkreis Ebersberg werden Mieter stärker zur Kasse gebeten: Statt 8,97 (2010) zahlten sie im 2. Halbjahr 2011 9,22 Euro/qm.
Auch im teuren Landkreis Starnberg stieg der Quadratmeterpreis im Vergleich weiter an: von 10,46 auf satte 10,65 Euro.
Spitzenreiter ist und bleibt München. Im Landkreis zahlten Mieter im 2. Halbjahr 2011 satte 11,11 Euro pro Quadratmeter, zuvor waren es 10,78 Euro.
Im Landkreis Hof ist der Quadratmeterpreis dagegen sehr niedrig: Mit 4,20 Euro ist man hier dabei, 2010 lag der Preis bei 4,10 Euro.
Auch in Höxter lässt es sich günstig wohnen. Der Mietpreis pro Quadratmeter lag konstant bei 4,19 Euro.
Ein Kurort mit günstigen Mietpreisen: Zwar zogen die Quadratmeterpreise seit 2010 um 10 Cent an, dennoch lagen sie mit 4,13 Euro noch weit unten auf der Skala.
Ein klanghafter Name für einen Landkreis - und sehr günstige Preise für Mieter: Nur 3,74 Euro zahlten die 2011 für den Quadratmeter, der Anstieg um einen Cent seit 2010 ist moderat.
Am billigsten ist der Wohnraum in Lüchow-Dannenberg (Niedersachsen): Hier zahlen Mieter 2011 nur 3,71 Euro/qm. Im Vergleich zu 2010 ist der Preis sogar noch um 13 Cent gesunken.
Massive Kritik übte Rips an Verkäufen kommunaler Wohnungsbestände. "Immer mehr ausländische Investoren, die das schnelle Geld machen wollen, stürzen sich auf den deutschen Wohnungsmarkt." Dabei habe sich bereits gezeigt, welche Risiken ein Verkauf öffentlicher Wohnungen an Immobilienfirmen berge: Entweder vernachlässige der neue Eigentümer aus Kostengründen die Instandhaltung oder es gebe Luxussanierungen.
Aus Protest gegen hohe Mieten und die Verdrängung von Mietern aus ihren Stadtteilen gingen am Samstag mehrere tausend Menschen in drei Großstädten auf die Straße. In Hamburg demonstrierten nach Veranstalterangaben 4000 Menschen, in Berlin mehr als 1000. In Freiburg beteiligten sich 500 Demonstranten an den Protesten.

Wie kann man so ein Hirngesülze nur selber glauben ??
Unis gibt es nunmal nur in Grossstädten! Und so eine Protz-Bonzenhaltung wie Ihre verstärkt das soziale Ungleichgewicht und den Unfrieden und nützt am Ende niemanden was! Aber das sehen ja Leute wie Sie die anscheinend aus purem Glück mit dem goldenen Breilöffel in die Welt gekommen sind natürlich nicht!
Es wird niemand gezwungen sich teuren Wohnraum anzueignen um ihn dann noch teurer zu vermieten! Solche wie Sie kriegen den Hals nicht voll auf Kosten von anderen! Ausserdem kaufen zu viele Leute Immobilien auf Pump, und diese Blase wird bald platzen und dann ist Ihre schöne Bude auf einmal auch nichts mehr werd! Ohje, man könnte direkt Mitleid mit solchen Gierhälsen bekommen!

Wohnungsmangel - Ein Schmarrn, es gibt ein Überangebot, Tendenz steigend aufgrund der demoraphischen Entwicklung. Aber die Deutschen möchten halt in angesagten Hip-Gegenden wohnen, da sollen sie halt mehr zahlen. Ausserdem lässt sich das Problem durch Förderung von Arbeitsplatzansiedlungen in strukturschwachen Gegenden mit einem Wohnungsplatzüberangebot an der Wurzel packen, statt mit Wohnungsbausubventionen in überbesiedelten Regionen die Ungleichgewichte nur noch zu verstärken

.. die übliche linke Schutzgelderpressung: wenn die gierige Meute nicht kriegt, was sie will (natürlich nur auf Kosten anderer, statt es sich selber zu verdienen), dann nimmt sie's sich mit Gewalt, oder kurz: "soziale Gerechtigkeit" für "sozialen Frieden"! Und täglich grüsst die linke Räuberfratze ... wer in Premiumlage wohnen will, muss auch SELBER den Preis dafür zahlen - und nicht andere (Steuerzahler) dafür bluten lassen. Dann kann man halt nicht mehr so oft in Urlaub fahren oder muss'was für die eigene FortBILDUNG tun, um einen besseren Job zu finden, mit dem man sich dann die gewünschte Wohnung leisten kann - alles andere ist nur Subventionierung fauler Bequemlichkeit. Sowieso ist jeder "Mieterschutz" immer nur ein Schlag in das Gesicht all derjenigen, die Verzicht geleistet haben, um sich selber Wohnraum anzueignen. Was Deutschland braucht ist kein Mieter- sondern VERmieterschutz!






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