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„Substanzielle Risiken “: China warnt vor Blase auf dem Immobilienmarkt

Die chinesische Regierung beobachtet mit wachsender Sorge die Entwicklung fauler Immobilienkredite. Auch die Bankenaufsicht kritisiert inzwischen die unvernünftige Kreditvergabe. Es bestehe die Gefahr einer Kettenreaktion.

HB PEKING. "Die Gefahr, dass 2010 Kreditanlagen zu substanziellen Risiken und Verlusten werden, hat sich erhöht", erklärte die Bankenaufsicht CBRC in ihrem am Dienstag veröffentlichten Jahresbericht. Vergleichsweise große Gefahren für die chinesischen Banken gingen von einer "unvernünftigen Kreditvergabe" an regionale staatliche Investoren aus.

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Bei einigen Banken sei das Risikomanagement unangemessen gewesen, urteilte die Aufsicht. Bei der Kreditvergabe an regionale Behörden seien "ziemlich große latente Gefahren festzustellen". "Das Risiko einer Kettenreaktion bei Krediten im Immobilienbereich bedarf der Aufmerksamkeit", mahnt die Aufsicht. Sie hat in der Vergangenheit wiederholt gefordert, den Banken bei ihrer Kreditvergabe genau auf die Finger zu schauen, vor allem bei der Finanzierung von Immobilien.

Die Regierung in Peking hat den heiß gelaufenen Immobilienmarkt als eines der dringlichsten wirtschaftlichen Probleme des Landes bezeichnet. Im Mai kletterten die Preise für Wohn- und Geschäftsraum in 70 chinesischen Städten um 12,4 Prozent zum Vorjahr und damit nur wenig langsamer als im April.

Angesichts des scheinbar ungebremsten Booms versucht die Regierung seit Jahresbeginn, die zuletzt massiv gestiegene Kreditvergabe einzudämmen. So hat etwa die Zentralbank die Mindestreserve-Anforderungen für Banken angehoben, um die gewaltige Liquidität zurückzufahren. Im Mai hat sich das Kreditwachstum zum Vorjahr verlangsamt, wie vergangene Woche vorgelegte Daten zeigten.

Wegen der Wirtschaftskrise war es der Regierung im vergangenen Jahr noch recht, dass die Banken die Geldschleusen öffneten und Mittel für die Erholung bereitstellen. Die ausufernde Kreditvergabe schürte dann aber die Angst vor Blasen an den Finanz- und Immobilienmärkten.

Das chinesische Wachstum jedenfalls läuft auf Hochtouren. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im ersten Quartal mit einer Jahresrate von 12,2 Prozent. Die Ausfuhren haben längst wieder das Niveau von vor der Krise erreicht. Zeitungsberichten zufolge könnten die chinesischen Banken einen Rückgang der Immobilienpreise um bis zu 30 Prozent verkraften, ohne dass sich der Anteil fauler Kredite deutlich erhöht.

  • 21.06.2010, 15:04 UhrAnonymer Benutzer: Worldwatch

    Die wahre immobilienblase China's liegt nicht zuvorderst im Kreditrisiko verborgen, sondern im dem bauschrott, der am chinesischen Markt als "immobilie" angepriesen, und weit ueber Nutz- und Haltbarkeitswert liegend, verscherbelt wird.

    So ist bei vielen immobilienprojekten in China eigentlich kaum zu erwarten, dass diese schon den Zeitraum der Rueckzahlung der Erwerbskredite noch ueberleben wird.

    Ein namhafter Stararchitekt hat es einmal richtig gesagt. Er sagte (sinngemaess zumindest), "China ist das groesste Museum fuer baumaengel."
    Und die sind in der Regel so schwer und nutzungsbeeintraechtigend, dass sie dafuer Sorge tragen, dass sie auch die zu erwartende max. bodenpachtnutzungsdauer (v.40-bis max.70 Jahren) unterschreiten.

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