
BerlinEigentlich ist die Situation paradox. Auf der einen Seite leben immer weniger Menschen in Deutschland. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts wird die Einwohnerzahl von derzeit 82 Millionen Menschen bis zum Jahr 2060 auf 65 bis 70 Millionen Menschen sinken. Auf der anderen Seite kaufen Anleger vor allem in Großstädten Wohnungen, als ob wachsende Nachfrage und steigende Mieten auf lange Zeit garantiert wären.
Ein Widerspruch? Nicht unbedingt, sagen Experten. "Dass die Zahl der Einwohner sinkt, bedeutet nicht automatisch, dass die Nachfrage nach Wohnraum zurückgeht", argumentiert Andreas Mattner, Präsident des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA). "Denn bis 2025 steigt nach Angaben des Statistischen Bundesamts die Zahl der Haushalte noch an." Diese Zahl aber bestimmt die Nachfrage nach Wohnraum.
Verantwortlich für diese Entwicklung ist vor allem, dass es immer mehr Einpersonenhaushalte gibt. Laut dem Mikrozensus 2011 wohnte im letzten Jahr fast jeder fünfte Mensch in Deutschland alleine; 1991 hatte das noch für jeden Siebten gegolten. In den Großstädten ist der Anteil sogar wesentlich höher; in Berlin zum Beispiel werden mittlerweile 54,1 Prozent aller Haushalte von lediglich einer Person gebildet.
Ohnehin ist Deutschland ein Land der Alleinlebenden. Gemessen an der Bevölkerung - nicht der Haushalte - leben in Deutschland, Finnland und Dänemark 19 Prozent aller Menschen ohne Mitbewohner. Unter den 27 EU-Ländern hat nur Schweden mehr - nämlich 24 Prozent.
Vogtlandkreis
Der Vogtlandkreis im Westen von Sachsen kann mit günstigen Grundstückspreisen aufwarten: In der Gemeinde Ellefeld etwa kostet der Quadratmeter 295,5 Euro.
Uckermark
Die brandenburgische Uckermark landet auf Platz fünf der günstigsten Regionen Deutschlands. In der Gemeinde Templin wohnt es sich besonders günstig: Hier zahlt man nur 343,8 Euro.
Bad Kissingen
Der Kreis Bad Kissingen liegt im bayerischen Unterfranken, nahe an der Grenze zu Hessen und Thüringen. In der Gemeinde Zeitlofs zahlt man wenigsten: nämlich nur 248,3 Euro.
Wartburgkreis
Der Wartburgkreis liegt in Thüringen an der Grenze zu Hessen. Günstigster Wohnort ist die Gemeinde Treffurt: Dort kostet der Quadratmeter 242,9 Euro.
Kreis Haßberge
Der Kreis Haßberge liegt nördlich des Mains im bayerischen Unterfranken. In der Gemeinde Kirchlauter kostet der Quadratmeter 232,4 Euro.
Mansfeld-Südharz
In der Region Mansfeld-Südharz bei Leipzig wohnt es sich am günstigsten - vor allem in der Gemeinde Sandersleben: Dort kostet der Quadratmeter 192,8 Euro. Aber auch in Blankenheim (233,5 Euro), Hettstedt (259,5 Euro) und Friedeburg (267,7 Euro) sind die Preise niedrig.
Bitburg-Prüm
Der Kreis Bitburg-Prüm ist der am dünnsten besiedelste Landkreis von Rheinland-Pfalz. Doch im rund 400 Einwohner großen Ort Kruchten kostet der Quadratmeter laut Immobilienscout24 4882,9 Euro.
Hamburg
Ein Quadratmeter in der Hamburger Hafencity kostet 5760,2 Euro. Ein wenig günstiger lebt es sich im Bezirk Harvesthude (5168,8 Euro).
Norderney
Die ostfriesische Insel Norderney wartet mit hohen Grundstückspreisen auf. Für einen Quadratmeter zahlt man 6578,8 Euro.
München
Der Münchener Bezirk Lehel landet auf dem dritten Platz. Dort kostet der Quadratmeter 6947,6 Euro. Auch die Bezirke Altstadt (6918 Euro), Maxvorstadt (5848,2 Euro), Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt (5445,1 Euro) und Schwabing-West (5441,5 Euro) haben hohe Grundstückspreise.
Rathsweiler
Im Kreis Krusel in Rheinland-Pfalz liegt der Ort Rathsweiler: Dort kostet der Quadratmeter 6951,3 Euro.
Sylt
Die Gemeinde Kampen auf der Insel Sylt hat die teuersten Grundstückspreise Deutschlands: Der Quadratmeter kostet hier 12.605 Euro.
Quelle: Immobilienscout24; Referenzobjekt: eine Wohnung mit 80 Quadratmetern, 3 Zimmer, 30 Jahre alt.
Einar Skjerven, Geschäftsführer des Immobilienunternehmens Skjerven Group, empfiehlt Anlegern deshalb, in kleinere Wohnungen zu investieren. "Kleiner heißt: eine Größe von bis zu 70 Quadratmetern", erläutert Skjerven. "Durch die zunehmende Versingelung wird die Nachfrage nach Wohnungen mit zwei bis drei Zimmern in den kommenden Jahren deutlich zunehmen."

Eine erwartete Steigerung der Anzahl der Haushalte (u.a. durch Trennungen und "Versingelung") ist eher ein Argument gegen dem Kauf eines Hauses. Falls diese Phänomene wirklich signifikant sind, sinkt die Nachfrage nach Häuser, da Getrennte und Singles kein Interesse für dieses Segment des Immobilienmarkt haben.

Das Preisniveau im Eifelkreis mag ja wegen der Nachfrage aus Luxemburg höher sein als man es für eine derart ländliche Gegend erwarten würde. Es erreicht aber bei Weitem keine 5.000 EUR pro qm Wohnfläche. Zumal die genannte Referenzwohnung (3 Zimmer, 80 qm, 30 Jahre alt) nicht im Fokus des Kaufinteresses von Luxemburgern liegt und im Beispielort Kruchten seiner dörflichen Siedlungsstruktur (unter 400 Einwohner) wegen auch überhaupt nicht zu bekommen wäre – der Wohnungsmarkt besteht dort praktisch ausschließlich aus Einfamilienhäusern und ländlichen Anwesen. Und gebrauchte Einfamilienhäuser liegen in der Gegend um die 1.000 EUR pro Quadratmeter einschließlich üppigem Grundstück, wie man den Angeboten in den einschlägigen Immobilienbörsen unschwer entnehmen kann.
Es ist wohl schlicht und ergreifend so, dass dem Preisranking nicht etwa – wie man es dem Handelsblatt eigentlich zutrauen könnte – eine seriöse und abgesicherte Kaufpreissammlung, sondern die oftmals fehlerhafte und auf extrem schmaler Datenbasis beruhende Auswertung des Immobilienscout zugrunde liegt. Und dann wird plötzlich eine verschlafene ländliche Ortsgemeinde mit 164 Einwohnern (!), gelegen in einer ausgesprochenen Niedrigpreisregion (Westpfalz) im Ranking auf den zweiten Platz zwischen München und Sylt katapultiert. In diesem Fall muss (siehe oben) bei Immobilienscout tatsächlich ein Kommafehler vorliegen (695,10 contra 6.951 EUR) oder die „Statistik“ aus einem singulär erfassten „Mondpreis“ bestehen. Bei Platz sechs mag es nicht ganz so drastisch sein, aber grundverkehrt ist die Einordnung trotzdem. Mit guter Recherche einer renommierten Wirtschaftszeitung hat das wenig zu tun.

Zweckentfremdung des Münchner Wohnraums!
Mit erschrecken ist festzustellen,dass
mehr und mehr Mietwohnungen nicht mehr für dem normalen Mietermarkt zur Verfügung stehen, sondern damit gewerblich "Vermietung auf Zeit" zweckentfremdet werden!
Damit wird die Wohnungsknappheit noch verschärft!
Das ist purer Kapitalismus, der von gierigen Menschen betrieben wird.
Es ist eine Schweinerei!






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