Neue Papiere sind steuerlich günstiger als klassische Anlagen in Grundstücken und Gebäuden
Zertifikate auf Immobilien bieten Vorteile

Vielen Anlegern fehlt das Vermögen, um ein Gebäude zur Geldanlage zu kaufen. Die Alternative sind indirekte Immobilieninvestitionen in offene und geschlossene Immobilienfonds, Immobilienaktien und Immobilienaktienfonds.

HB DÜSSELDORF. Neben diesen Produktklassikern gewinnen nun Zertifikate auf Immobilienaktienindizes an Bedeutung. Der Hintergrund: In den Immobilienaktienmarkt ist Bewegung gekommen, seit in Deutschland und Großbritannien die Einführung von steuerbegünstigten Immobilienaktiengesellschaften, so genannten Real Estate Investment Trusts (Reits), absehbar ist. Die Kurse potenzieller Reit-Kandidaten ziehen an, Übernahmefantasie beflügelt die Märkte zusätzlich. Beide Effekte treiben die Indizes hoch.

Die Banken haben reagiert und Papiere aufgelegt, deren Wert mit den Immobilienaktienindizes steigt und fällt. Bei Zertifikaten mit begrenzter Laufzeit zahlt der Emittent zum Fälligkeitstermin den entsprechenden Gegenwert zum Index in einem festgelegten Verhältnis. Bei endlos laufenden Zertifikaten stellt der Emittent Rückkaufkurse und behält dabei eine Differenz zum Indexwert, den Spread , ein.

Die Schweizer Großbank UBS hat zurzeit drei Immobilienaktien-Zertifikate im Programm. Die beiden jüngeren Titel beziehen sich auf die Indizes GPR Continental Europe (ohne UK) und GPR Global Top 50 (ohne USA). Allerdings übernimmt der Anleger bei diesen Zertifikaten Wechselkursrisiken. Gerade der Wert des GPR Global kann aufgrund von Währungsschwankungen sich häufig auf und ab bewegen.

Beide GBR-Kursbarometer sind Performanceindizes, bei denen Dividendenzahlungen den Index und damit den Kurs des Zertifikats erhöhen. Diese Kurserhöhung bleiben im Unterschied zu Dividendenzahlungen an Aktionäre oder Fonds beim Anleger steuerfrei. Voraussetzung, der Anleger hält das Zertifikat mindestens ein Jahr.

Werner Humpert, Leiter der Abteilung Investmentprodukte bei UBS, hat festgestellt, dass die Skepsis bei Kleinanlegern gegenüber den beiden Zertifikaten noch sehr groß ist. „Die Berater müssen den Kunden oft zuerst klar machen, dass das Zertifikat nicht mit dem Deka-Fonds vergleichbar ist“, sagt Humpert. Der Deka-Immobilienfonds, ein offener Immobilienfonds, sorgt seit Monaten für Negativschlagzeilen. Zuerst wurde bekannt, dass ein inzwischen ausgeschiedener Geschäftsführer in den Frankfurter Immobilienskandal verwickelt ist. Später wurde die Bewertung seiner Immobilien in Zweifel gezogen und nach wie vor fließen hohe Mittel ab.

Während die Krise auf dem deutschen Immobilienmarkt sehr vielen offenen Immobilienfonds die Rendite abgräbt, hat das dritte UBS-Angebot, das Europa-Top-15-Zertifikat, allein im vergangenen Jahr knapp 29 Prozent an Wert gewonnen. Es basiert auf der Performance der 15 höchstkapitalisierten Immobilienunternehmen im Index der European Public Real Estate Association (EPRA).

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