Neue Regeln ab Juli Ende der Eigentümer-Blockaden

Die Besitzer von Eigentumswohnungen in einem Haus streiten oft erbittert und jahrelang um Nichtigkeiten. Warum es Querulanten vom Juli an schwerer haben.
  • Daniel Schönwitz
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Streit landet oft vor Gericht. Foto: Archiv

Streit landet oft vor Gericht. Foto: Archiv

Es dürfte kaum etwas geben, wogegen Wohnungsbesitzer noch nicht vor Gericht gezogen wären. Holzkohlegrillen auf dem Balkon, Zigarettenqualm im Flur, Wasserverschwendung im Garten, hohe Handwerkerrechnungen zulasten der Hauskasse – rund 30 000 Fälle beschäftigen Jahr für Jahr die Richter. Das Problem: Zumindest in großen Eigentümergemeinschaften gibt es fast immer Streithansel, die ihren Nachbarn das Leben schon aus Prinzip schwer machen.

Doch für solche Zeitgenossen brechen härtere Zeiten an, weil vom 1. Juli an neue Regeln für diese Immobilien-Zwangsgemeinschaften gelten. Denn dann tritt eine Novelle des Wohneigentumsgesetzes (WEG) in Kraft, die es Querulanten deutlich erschwert, Gemeinschaftsbeschlüsse zu blockieren oder auf Kosten ihrer Nachbarn zu sparen.

» Blockierer
Die qualifizierte Mehrheit kann sie künftig ausbremsen.

» Schmarotzer
Eine Dreiviertelmehrheit kann künftig die Verteilung der Kosten ändern.

» Prozesshansel
Für sie steigen künftig die Gerichtskosten massiv.

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