Neue Regeln für Eigentumswohnungen
Schmarotzer

Eine Dreiviertelmehrheit kann künftig die Verteilung der Kosten ändern.

In den meisten Gemeinschaften werden die Nebenkosten nach Besitzanteilen aufgeteilt. Das führt oft zu ungerechten Ergebnissen: Nachbarn unterm Dach zahlen im Sommer für das ausgiebige Rasensprengen des Gartenbesitzers unter ihnen, Singles überweisen dieselben Müllgebühren wie die Großfamilie nebenan, und Besitzer von Wohnungen ohne Vorbau müssen einen Anteil an der Sanierung der Balkone schultern.

Stehen Reparaturen an, reicht künftig ebenfalls die qualifizierte Dreiviertelmehrheit, um die Verteilung der Kosten zu ändern. Dann können Eigentümergemeinschaften etwa die Ausgaben für Reparatur der Fenster nach Zahl der Fenster pro Wohnung statt nach Eigentumsanteilen aufteilen.

Wer Nebenkosten neu umlegen will, braucht vom Juli an sogar nur eine einfache Mehrheit. Mit der ließe sich beispielsweise durchsetzen, dass Müllgebühren nach der Zahl der Personen pro Wohnung aufgeteilt oder Bewohner oberer Etagen stärker an den Wartungskosten des Fahrstuhls beteiligt werden.

Das Problem: Es wird immer einen Eigentümer geben, der nach solchen Änderungen mehr zahlt als vorher. Anwalt Fritsch glaubt, dass die Suche nach dem fairsten Verteilungsschlüssel ein "enormes Konfliktpotenzial" birgt und die "Blockwartmentalität einzelner Miteigentümer fördert".

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