Neue Strategie
Goldman setzt wieder auf den Häusermarkt

Die Zeit der Wetten auf einen Hypotheken-Absturz sind vorbei. Die US-Bank Goldman-Sachs wechselt die Richtung und setzt wieder auf einen Aufschwung bei Eigenheimen. Und damit ist sie nicht allein.
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Die US-Bank Goldman Sachs Group hat die Finanzkrise mit Wetten auf einen Absturz am Markt für Immobilienkredite überlebt. Jetzt setzt die Bank genau auf die entgegengesetzte Richtung - das Unternehmen sammelt gerade Geld für einen Fonds ein, der private Hypotheken kaufen und dadurch vom Aufschwung bei Eigenheimen profitieren soll. Das geht aus Marketingunterlagen der Bank hervor, die Bloomberg News vorliegen.

"Stabilisierung in den Fundamentaldaten zum Haus-Hausmarkt schafft eine attraktive Investmentchance", hieß es in diesen Dokumenten wörtlich, und: "Viele der Voraussetzungen liegen vor für eine sich weiter verbessernde Lage am Immobilienmarkt." Dazu zählen unter anderem ein besseres Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage und der Fokus der Politik, den Häusermarkt zu stützen, schrieb Goldman Sachs. 

Die US-Großbank ist mit der Wette auf einen Aufschwung am Hypotheken-Markt nicht allein. Auch Hedgefonds-Manager Kyle Bass und Metacapital Management LP sammeln derzeit Geld am Markt für entsprechende Investments ein. Einen Schritt voraus sind ihnen Cerberus Capital Management und Canyon Partners, die bereits alle entsprechende Investments-Pools nach dem Preiseinbruch gestartet hatten.

Am Markt für Hypotheken, die nicht staatlich gestützt sind, war es in diesem Jahr deutlich nach oben gegangen. Das liegt nicht zuletzt an der abzeichnenden Lösung der Schuldenkrise in Europa und der Tatsache, dass es der Federal Reserve gelungen war, derartige Papiere im Volumen von 19,2 Mrd. Dollar am Markt abzusetzen. Letzteres am Markt auf eine hohe Nachfrage.

Die ersten Unternehmen lösen nach der jüngsten Rally schon wieder ihre Hypotheken-Investments auf. Western Asset Management Co., eine Firma mit einem verwalteten Vermögen von rund 443 Mrd. Dollar, hat einige Investments nach "der intensiven Rally" verkauft, wie Paul Jablansky erklärte, der Co-Chef der Hypothekenabteilung.

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