Neues Datenbankangebot ermöglicht genaue Analyse von Immobilienportfolios
Benchmark soll Entscheidungen der Wohnungswirtschaft unterstützen

"Man hört etwas und bildet sich seine Meinung", beschreibt Günter Szklarski, Vorstand der Baubecon Holding AG, die oftmals dünne Datenbasis, auf der Manager von Wohnungsunternehmen Entscheidungen treffen müssen. Eine neutrale Messlatte, mit deren Hilfe Investments und Desinvestments hinterher kontrolliert werden können, fehlt.

HB DÜSSELDORF. Der Austausch von Schlüsselzahlen wie Leerstand, Fluktuation und Neuvermietung, der zwischen befreundeten Unternehmen stattfindet, gibt ebenso Anhaltspunkte für die Portfoliosteuerung wie die Beobachtung von Zeitungsanzeigen. "Daraus bekommt man aber keine gesicherten Benchmarks", stellt Szklarski klar. Auch Michael Hermes, Vorstand der Viterra AG in Essen, "wäre sehr dankbar, wenn wir eine externe Benchmark hätten".

In diese Marktlücke will die DID Deutsche Immobiliendatenbank GmbH stoßen. Angelehnt an das Vorbild Dix aus dem eigenen Haus sollen Unternehmen aus der Wohnungswirtschaft Daten nach zuvor definierten Kriterien bereitstellen, die sich dann zu einer Benchmark verdichten lassen und zudem Kriterien für Portfolioanalysen liefern. Nach den Vorstellung von DID-Geschäftsführer Prof. Matthias Thomas sollen sich Detailanalysen von Sektoren und Regionen bis auf Einzelgrundstücke und Mietverträge herunterbrechen lassen. "Wenn sich acht bis zwölf Firmen an einem derartigen Projekt beteiligen und ein entsprechendes Budget zur Verfügung stellen würden, könnten innerhalb von zwölf bis 18 Monaten Lösungsansätze entwickelt werden", sagt Thomas.

"Wir sind grundsätzlich zur Teilnahme bereit", sagt Viterra-Vorstand Hermes. Viterra verfügt bundesweit über 165 000 Wohnungen für die sie im jüngsten Geschäftsbericht Verkehrswerte veröffentlichte, die sie zuvor durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young überprüfen ließ. Auch Baubecon- Vorstand Szklarski, wie Hermes mit der DID im Gespräch, signalisiert Interesse. Das Hannoveraner Immobilienunternehmen verwaltet 51 000 Wohnungen, von denen es rund 20 000 im eigenen Bestand hält.

Für Hermes wäre eine Wohnimmobilien-Benchmark nicht nur ein Mittel, die eigenen Entscheidungen zu überprüfen. "Die Veröffentlichung eines Vergleichs zwischen den eigenen Ergebnissen und einer Benchmark erhöht die Transparenz gegenüber den Anteilseignern. In unserem Fall würden letztendlich auch die Aktionäre unserer Muttergesellschaft Eon profitieren."

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