Newcomer Alpha Industrial
Geschäft mit Gewerbeparks boomt

Das anhaltende Wachstum der Logistikbranche und die gute Konjunktur im produzierenden Gewerbe treiben das deutsche Immobiliengeschäft an.

HB KÖLN. Die Chancen, die der Bau und Erwerb industriell genutzter Flächen und Hallen bietet, hat einen neuen Akteur auf ein Feld gelockt, das bislang von wenigen großen, international aufgestellten sowie einer Reihe kleiner, lokal agierender Unternehmen dominiert wird. Der Newcomer heißt Alpha Industrial und mischt erst seit drei Monaten im Geschäft um Industriegrundstücke, Gewerbeparks und Logistikareale mit. Doch allein in diesem Zeitraum hat das Unternehmen mit Sitz in Köln bereits rund 80 Mill. Euro investiert, bis 2012 sollen es 500 Mill. Euro sein. Das nötige Kapital kommt aus den Schatullen einiger Privatinvestoren, vor allem aber aus den USA. Jörg Schröder, geschäftsführender Gesellschafter von Alpha Industrial und bis zum Sommer Chef des internationalen Logistikpark-Entwicklers Prologis Deutschland, holte mit Carval Investments einen potenten Geldgeber an Bord: Der Finanzinvestor gehört zum Konzern des US-Lebensmittelriesen Cargill und schweigt sich über die genaue Höhe seines Engagements beim deutschen Spezialisten für Industrieimmobilien aus.

Erstes Objekt im Alpha-Portfolio ist ein bestehender Gewerbepark nahe Remscheid, der im Herbst für 13 Mill. Euro erworben wurde. „Derzeit prüfen wir, ob wir die Qualität und Substanz der Immobilien weiter erhöhen können“, sagt Gesellschafter Schröder. Mit mehr als 40 Mill. Euro investierter Summe ein deutlich größerer Brocken ist die Investition in eine noch zu entwickelnde Logistikimmobilie: In Biebesheim am Rhein errichtet das junge Unternehmen für das Medizintechnikunternehmen Fresenius Medical Care ein 28 500 Quadratmeter großes Distributionszentrum.

Neben dem Ankauf von Bestandsobjekten und der Projektierung neuer Flächen ist das Modell des Sale-and-rent-back ein weiteres, denkbares Geschäftsfeld. Dass dies noch eine Menge ungenutztes Potenzial in Deutschland bietet, davon sind auch andere längst überzeugt, so etwa der US-Finanzinvestor W.P. Carey Group. Zwei seiner Immobilienfondstöchter erwarben im Oktober für 52 Mill. Euro die Firmenzentrale und die größte Fertigungsanlage des Göppinger Werkzeugmaschinen-Herstellers Schuler. Der deutsche Mittelständler mietet die Flächen langfristig zurück. Ein ähnliches Modell wurde fast zeitgleich mit dem Automobilzulieferer Voit in St. Ingbert vertraglich vereinbart; hier beläuft sich das Sale-and-lease-back-Volumen auf 23 Mill. Euro. W.P.-Carey- Präsident Edward LaPuma will das Geschäft ausbauen: „Es ist unser Ziel, in den nächsten zwölf Monaten Investitionen in einer Höhe von einer Milliarde Euro zu tätigen.“

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