Norwegischer Staatsfonds: Fonds will Immobilien in Asien kaufen

Norwegischer Staatsfonds
Fonds will Immobilien in Asien kaufen

Der norwegische Staatsfonds für Altersvorsorge schaut sich im asiatischen Immobilienmarkt um: Investieren will er vor allem in Büroimmobilien in Singapur und Tokio, das Investitionsvolumen ist noch nicht festgelegt.
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OsloDer norwegische Staatsfonds trifft abschließende Vorbereitungen für sein erstes Engagement in asiatischen Immobilien. Nach Recherchen habe der Fonds mit einem Anlagevolumen von 870 Milliarden Dollar (804 Milliarden Euro) die Suche auf Singapur und Tokio eingeengt, sagte Karsten Kallevig, der für Immobilienanlagen bei dem im Oslo ansässigen Fonds zuständige Manager.

„Tokio ist wohl der größte Einzelmarkt für Immobilien weltweit“, sagte Kallevig in einem Interview am 20. März. Der Fonds habe kein Ziel für das Investitionsvolumen festgelegt, könne aber „in Asien eine Menge investieren“, ergänzte Kallevig.

Der staatliche Fonds für Altersvorsorge will weltweit in 10 bis 15 Städten investieren und ist derzeit unter anderem bereits in New York, Paris, London und Berlin engagiert. Im vergangenen Jahr machten Immobilien mit etwa 18 Milliarden Dollar 2,2 Prozent der gesamten investierten Mittel des Fonds aus. Der Anteil soll auf fünf Prozent wachsen.

Der Schwerpunkt liege eher auf bestimmten Märkten als auf Branchen. „Wenn wir Singapur oder Tokio anführen, dann meinen wir die besseren Lagen in diesen Städten“, sagte er. „Ich erwarte, dass Büroimmobilien den Hauptanteil bilden werden, denn da gibt es zum Verkauf stehende Objekte in diesen Lagen. Im Zentrum Tokios oder Singapurs gibt es nicht so viele Einkaufszentren.“

Der norwegische Staatsfonds darf seit 2010 in Immobilien investieren, zuvor konnte er nur Aktien und Anleihen erwerben. Das Immobilien-Portfolio schaffte im vergangenen Jahr einen Ertrag von 10,4 Prozent. Der Gesamtfonds brachte es im selben Zeitraum auf 7,6 Prozent. Das war der niedrigste Wert seit 2011.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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