Objekte in Brüssel und Mailand gelten als renditestark und risikoarm
Offene Immobilienfonds meiden Investitionen in Deutschland

„Anleger sollten bei den offenen Immobilienfonds europaweit investierende Produkte vorziehen, da diese gute Renditen bei geringem Risiko erzielen“, sagt Dietmar Herbach, Direktor Fondsanalyse beim unabhängigen Fondsanalyse-Haus Feri Trust.

HB/vwd/Frankfurt/M. Die Zielrendite dieser Fonds liege bei rund 3,5 bis 5,5 % jährlich. Damit auch in Zukunft gute Renditen erreicht werden können, sei aufgrund der hohen Mittelzuflüsse ein verantwortungsvolles Investitionsverhalten der offenen Immobilienfonds ausgesprochen wichtig.

„Wir wollen für den AXA Immoselect bis Jahresende in Europa noch sechs Immobilien erwerben“, sagt Oliver Weinrich, Vertriebsleiter der zur AXA-Gruppe gehörenden AXA Investment Managers, die Strategie des von ihm betreuten offenen Immobilienfonds. Zu dessen Bestand zählen sechs Objekte, von denen sich vier außerhalb Deutschlands befinden.

Bis 2007 sollen ausländische Immobilien laut Weinrich schon 70 % ausmachen. Bis Ende September erwirtschaftete der AXA Immoselect einen Wertzuwachs von 6 %, Platz 1 in der aktuellen Rangliste der offenen Immobilienfonds.

„Wir werden die Netto-Mittelzuflüsse fast ausschließlich im Ausland investieren“, beschreibt Willi Alda, Geschäftsführer Deka Immobilien, seine Strategie in den kommenden zwei Jahren. Dadurch soll die Auslandsquote des Deka-ImmobilienEuropa von 71 % auf 80 % steigen. Mit einem Plus von 4% belegt der Deka-Fonds den 7. Platz.

Lohnende Objekte sehen die beiden Immobilienexperten in der belgischen Hauptstadt Brüssel insbesondere im mietstabilen Regierungsviertel Quartier Leopold. „Die EU-Beitrittskandidaten brauchen Flächen in Brüssel“, nennt Alda einen wichtigen Grund für seinen Optimismus für diesen Markt. Auch für Weinrich spielt Brüssel wegen der Nachfrage der europäischen Institutionen im Portfolio-Ansatz des AXA Immoselect eine bedeutende Rolle. „Wir prüfen gegenwärtig in Brüssel intensiv zwei Immobilien“, sagt er.

Weit oben auf den Einkaufslisten der Immobilienprofis steht auch Italien, und dort vor allem Mailand. Während der AXA Immoselect bereits in der Nähe des Mailänder Großflughafens Malpensa eine Distributions- und Logistikimmobilie erworben hat, will die Gesellschaft im Mailänder Zentrum auch Bürogebäude kaufen, sagt Weinrich. In Mailand ist der Deka-ImmobilienEuropa bereits mit vier Objekten engagiert und schaue aufmerksam nach weiteren Gelegenheiten, sagt Alda. Im Vordergrund stünden dabei Gebäude mit hoher Büroflächenqualität sowie Einzelhandelsobjekte im Zentrum.

Weiterhin attraktiv findet Weinrich auch die Niederlande. So bieten die in den vergangenen beiden Jahren gesunkenen Spitzenmieten in Amsterdam die Chance, auf ermäßigtem Niveau einzusteigen. Perspektivisch kämen für Engagements auch Den Haag, Rotterdam und Utrecht in Betracht. Vor dem Hintergrund eines größeren Europas betrachtet Alda die Immobilienmärkte in Skandinavien als attraktive Portfolio-Beimischung. Denn als Verbindung zu den baltischen Staaten könnte Skandinavien eine zunehmende Bedeutung zukommen. Während der Deka-ImmobilienEuropa bereits Objekte in Dänemark und Schweden besitzt, seien auch Zukäufe in Finnland interessant.

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