Offene Fonds suchen verstärkt nach geeigneten Objekten im Ausland
Das Immobilien-Geschäft bereitet Anbietern Sorgen

Offene Immobilienfonds galten einst als eine Anlage, bei der keine großen Fehler gemacht werden konnten. In der Wertentwicklung lagen die Fonds früher nur wenig auseinander. Die Gefahr, den falschen Fonds herauszupicken, war gering.

Derzeit liegen, was die Performance der vergangenen zwölf Monate anbelangt, jedoch Welten zwischen dem besten und dem schlechtesten Fonds. Ein Plus von 6,8 Prozent steht beim besten zu Buche, knappe 0,6 Prozent beim Schlusslicht.

Junge Fonds haben es einfacher, eine gute Wertentwicklung zu erzielen. Zum einen kommen sie in den Genuss von einmaligen Einwertungsgewinnen beim Erwerb von Objekten – wenn unter Verkehrswert gekauft wird–, zum anderen haben sie die Chance, voll vermietete Immobilien zu erwerben. Diese gibt es trotz der aktuell schwierigen Situation auf dem Immobilienmarkt in Deutschland, aber vor allem im Ausland.

Nach einer Faustregel liegt die Durchschnittsrendite deutscher Büroimmobilien – darauf entfallen fast drei Viertel des Bestandes der offenen Immobilienfonds – rund ein Prozent unter der im übrigen Europa. Die Leerstände sind in Deutschland höher als in anderen Ländern Europas. Vor allem in Frankfurt, einem Anlageschwerpunkt der auf Deutschland ausgerichteten Fonds, fallen die Mieten noch stark. Für Paris ist es auf der Immobilienuhr von Jones Lang LaSalle kurz vor 18 Uhr und für London kurz danach – wenn der Stundenzeiger auf 18 Uhr steht, geht die Phase stagnierender Mieten wieder in eine Phase steigender Mieten über.

Den Anlageschwerpunkt auf das Ausland zu verlagern, ist gerade bei alten Fonds mit großen Fondsvermögen sehr viel schwerer, als einen neuen Fonds von Vornherein auf das Ausland auszurichten. Dem DEGI International, der im Februar vor zwei Jahren aufgelegt wurde, gelang es, elf Auslandsobjekte mit einer Vermietungsquote von 100 Prozent erwerben. Er kommt auf eine überdurchschnittliche Performance von vier Prozent. Auch andere junge Fonds mit Auslandsorientierung können eine überdurchschnittliche Wertentwicklung vorweisen.

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