Offene Immobilienfonds
Fondskrise: Bafin pocht auf Gleichbehandlung der Anleger

Die deutsche Finanzaufsicht Bafin prüft, ob die Bedienung von Auszahlungsplänen auf eingefrorene Immobilienfonds gegen den Gleichheitsgrundsatz verstößt. Die SEB will einen Teil der Anleger trotz der Fondsschließung bedienen, andere Anbieter sind vorsichtiger.

DÜSSELDORF. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) prüft, ob es zulässig ist, Auszahlungspläne eines offenen Immobilienfonds zu bedienen, während für alle übrigen Anleger des Fonds der Tausch Anteile gegen Geld ausgeschlossen ist. Der Fondsanbieter SEB Asset Management hatte am Freitag, zwei Tage nach Aussetzung der Anteilsrücknahme für zwei offene Fonds, erklärt, er wolle Auszahlungspläne bedienen. Dies geschehe mit Rücksicht darauf, dass die regelmäßigen Auszahlungen von Ersparnissen in diesem Fonds häufig als zusätzliche Altersrente dienten.

Grundsätzlich gelte, dass alle Anleger gleich zu behandeln seien, sagte eine Sprecherin der Bafn. Man habe SEB Asset Management um Erläuterung gebeten. DerFondsanbieter fühlt sich zwar dem Gleichbehandlungsgrundsatz verpflichtet, ist aber der Auffassung, dass das besondere Vertrauen der Anleger in die Auszahlungspläne es rechtfertige trotz Aussetzung der Anteilsrücknahme, Auszahlungspläne aus dem Investmentvermögen zu bedienen.

Der Mittelabfluss während der dreimonatigen Sperre werde sich im einstelligen Millionenbereich bewegen, teilte SEB auf Anfrage mit. Andere Fondsanbieter prüfen ebenfalls, Gelder für Auszahlungspläne freizugeben, hegen aber bereits im Vorfeld Zweifel an der Rechtmäßigkeit. Sie befürchten, gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz zu verstoßen.

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