Office First

Die IVG hübscht ihre Tochter auf

Ob Deutschland einst größtes börsennotiertes Immobilienunternehmen seine Tochter an die Börse bringt oder doch einen Käufer für sie findet, ist noch nicht entschieden. Aber gute Ergebnisse zahlen sich so oder so aus.
Die Immobilien der einst größten börsennotierten deutschen Immobiliengesellschaft IVG sind heute in der Office First zusammengefasst.
Bürogebäude „Spreespeicher“ in Berlin

Die Immobilien der einst größten börsennotierten deutschen Immobiliengesellschaft IVG sind heute in der Office First zusammengefasst.

DüsseldorfInnerhalb der kommenden vier Wochen wird sich das Schicksal der Office First entscheiden, munkelt man in der Immobilienbranche. Am Dienstag hatten Nachrichtenagenturen unter Berufung auf Insider berichtet, die US-Private-Equity-Gesellschaft Blackstone biete für das Immobilienportfolio, das mit neuem Namen unter dem Dach der IVG aufgehängt ist. Der Börsengang bleibt eine Option.
Am Mittwoch kommentierte Michiel Jaski, CEO der Office First die Spekulationen nur knapp: „Unsere erklärte Absicht ist es, unser Unternehmen kapitalmarktfähig zu machen und wir sind zuversichtlich, dieses Ziel in absehbarer Zeit zu erreichen.“

Im Übrigen lässt er die Geschäftsergebnisse des ersten Jahres sprechen. Die sind gut, wie in einer solchen Situation nicht anders zu erwarten. Das operative Ergebnis, wie bei Immobiliengesellschaften üblich als Funds from Operations (FFO) ausgewiesen, stieg in den ersten sechs Monaten 2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14 Prozent auf 46,6 Millionen Euro. Die Nettomieteinnahmen nahmen um 1,9 Prozent auf 99,5 Millionen Euro zu. Nach Aufwertungen im ersten Halbjahr beziffert Office First den Wert der Immobilien auf rund 3,3 Milliarden Euro.

In diesen Städten sind die Büros am teuersten
Platz 20: Rio de Janeiro (Brasilien)
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Die Studie des Immobiliendienstleisters Savills untersucht, wie viel die Unterbringung eines Mitarbeiters in einer Stadt pro Jahr kostet.

Mit Pleiten, Pech und Pannen machte die Olympia-Stadt Rio de Janeiro in diesem Sommer von sich reden. Trotzdem geben Firmen vergleichsweise viel Geld aus, um ihre Mitarbeiter in der brasilianischen Metropole unterzubringen. Laut einer Studie zahlen Unternehmen dafür pro Mitarbeiter 19.188,89 US-Dollar im Jahr. Und die Stadt ist auf dem Vormarsch: Ende 2015 war die Metropole noch 14 Prozent günstiger.

Platz 19: Johannesburg
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Johannesburg in Südafrika gilt als Stadt der Gegensätze: Während ein Großteil der Bevölkerung in Armenvierteln leben, wie sie hier im vorderen Teil des Bildes zu sehen sind, leisten sich Konzerne für ihre Mitarbeiter im Juli 2016 Unterbringungskosten von 20.905,43 Dollar pro Kopf und Jahr – rund ein Prozent weniger als noch vor einem halben Jahr.

Platz 18: Mumbai (Indien)
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Das gleiche gilt für Mumbai. Insgesamt 28.592,46 Dollar stecken Unternehmen in die Unterbringung ihrer Mitarbeiter. Darin sind Mietkosten fürs Büro enthalten, aber auch Zuschüsse oder andere Zugeständnisse an Mitarbeiter enthalten, die an diesen Standorten angesiedelt werden.

Platz 17: Berlin (Deutschland)
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Berlin ist ein Touristenmagnet, doch im Vergleich mit Metropolen wie New York oder Hong Kong können Konzerne ihre Angestellten hier eher günstig unterbringen. 29.933,07 Dollar geben Unternehmen hier für die Unterbringung ihrer Mitarbeiter pro Kopf und Jahr aus. Allerdings steigen die Kosten deutlich. Gegenüber Dezember legten die Preise sieben Prozent zu.

Platz 16: Schanghai (China)
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Als bedeutende Industriestadt beherbergt Schanghai viele Menschen aus aller Welt, die vor allem für eines hier sind: Arbeit. Ihre Arbeitgeber bezahlen pro Jahr und Mitarbeiter im Schnitt 42.577,81 Dollar, rund drei Prozent weniger als im Dezember.

Platz 15: Moskau (Russland)
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Noch ein bisschen mehr lassen sich Unternehmen die Mitarbeiterbringung in der russischen Hauptstadt kosten – nämlich durchschnittlich 43.966,29 Dollar pro Jahr und Mitarbeiter. Im Vergleich zum Dezember sind die Kosten damit um rund neun Prozent gesunken.

Platz 14: Dublin (Irland)
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Als europäisches Zentrum für Pharma- und IT-Konzerne zieht die irische Hauptstadt Dublin viele ausländische Arbeitskräfte zu sich. Das kostet – und zwar rund 45.147,20 Dollar pro Jahr für jeden Mitarbeiter. Dabei haben die Preise seit Dezember kräftig angezogen – nämlich um sieben Prozent.

Vor drei Jahren rutschte die IVG Immobilien, einstmals Deutschlands größte börsennotierte Immobiliengesellschaft in die Insolvenz. Neue Eigentümer wurden eine Vielzahl von Hedgefonds und Private-Equity-Gesellschaften, nachdem sie zuvor Schulden der IVG aufgekauft hatten, die sie im Rahmen der Sanierung in Eigenkapital tauschten. Die Börsennotiz erlosch.

Die IVG bekam eine neue Struktur für ihre drei großen Geschäftsbereiche. Die Immobilien wurden unter der Office First zusammengefasst. Das Geschäft mit der Verwaltung von Immobilien für andere wird unter dem Namen Triuva weitergeführt. Über den Verkauf der Gesellschaft, die immer noch Marktführer unter den Anbietern von Immobilienspezialfonds in Deutschland ist, wurde immer wieder spekuliert.

Das dritte Standbein, die Entwicklung und der Betreib unterirdischer Gas- und Ölspeicher, auch Kavernen genannt, wird seit dem 1. Juli unter dem neuen Namen Storage Etzel weitergeführt.

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