Opernturm
JP Morgan kauft Frankfurter Wahrzeichen

Der Opernturm, eines der Wahrzeichen Frankfurts, wechselt den Besitzer. Der Projektentwickler Tishman Speyer wird das bekannte Frankfurter Bürogebäude höchstwahrscheinlich an JP Morgan Asset Management, eine Tochter der US-Investmentbank JP Morgan, verkaufen - für weniger als 600 Mio Euro.
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FRANKFURT. Der Opernturm, eines der Wahrzeichen Frankfurts, wechselt den Besitzer. Der US-Projektentwickler Tishman Speyer wird den 168 Meter hohen Turm mit seinen 42 Etagen höchstwahrscheinlich an JP Morgan Asset Management, eine Tochter der US-Investmentbank JP Morgan, verkaufen. Hauptmieter des 60000 Quadratmeter großen Komplexes ist die Schweizer Großbank UBS. Wie das Handelsblatt aus gut informierten Kreisen erfahren hat, ist JP Morgan der letzte verbliebene Bieter, der nun den Kauf zwei Wochen exklusiv prüfen darf. Der Verkaufspreis soll dem Vernehmen nach weniger als 600 Mio. Euro betragen.

Der Deutschland-Geschäftsführer von Tishman Speyer, Sebastiano Ferrante, und JP Morgan wollten die Informationen auf Anfrage nicht kommentieren. Nur selten platzen Deals, nachdem dem letzten Bieter ein exklusives Prüfungsrecht zugestanden worden ist.

JP Morgan Asset Management hatte vor wenigen Tagen angekündigt, ein Immobilienteam „zur Akquisition und Betreuung lokaler Bestände“ aus London nach Frankfurt zu schicken.

Dies ist der zweite Anlauf von Tishman Speyer zum Verkauf des Opernturms. Vor zwei Jahren war der Verkauf des Opernturms an die Kapitalanlagegesellschaft Kanam gescheitert. Kanam hatte das Gebäude ursprünglich für ihren offenen Immobilienfonds Grundinvest kaufen wollen, machte aber wegen der Finanzmarktkrise einen Rückzieher. Der Fonds ist heute nach Liquiditätsproblemen eingefroren.

Die Transaktion dürfte eine der größten dieses Jahres auf dem anziehenden deutschen Immobilieninvestmentmarkt sein. In den ersten neun Monaten wechselten Gewerbeimmobilien im Volumen von 12,3 Mrd. Euro den Besitzer, geht aus Zahlen des Immobiliendienstleisters CB Richard Ellis (CBRE) hervor. Helge Scheunemann, Chefanalyst des CBRE-Wettbewerbers Jones Lang Lasalle, erwartet bis zum Jahresende eine Verdoppelung des Vorjahresvolumens auf 20 Mrd. Euro.

Der Opernturm gilt als eines der am besten ausgestatteten Bürogebäude in Deutschland, für das monatliche Spitzenmieten von mehr als 40 Euro je Quadratmeter aufgerufen wurden. Zum Vergleich: Aktuell beziffert JLL die Büro-Spitzenmiete in Frankfurt auf 33 Euro/qm.

Kommentare zu " Opernturm: JP Morgan kauft Frankfurter Wahrzeichen"

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  • 600 Mio für 60000m2 sind 10000 EUR pro Quadratmeter.
    Da ist euch wohl ein Kommafehler unterlaufen, günstig wäre so ein Kauf bei 1000 EUR/m2, aber nicht bei 10000.
    Wenn JP Morgan auch mein Haus für 10000 EUR/m2 kaufen will, sofort ! Solche idioten denen das Geld (welches ihnen sicher nicht persönlich gehört) so locker sitzt trifft man nicht alle Tage.

    Die immobilienblase ist nicht geplatzt, sie beginnt gerade erst ! SPERRT ALLE bLASENDEN EiN !

  • Der Opernturm ist nichts weiter als ein modernes bürogebäude, aber ganz gewiss kein "Frankfurter Wahrzeichen". Das Zürich-Gebäude war mehr Wahrzeichen, als es dieses Haus jemals werden kann.

  • Dennoch nicht ganz billig mit 10 Kilo auf den qm und etwa 25-fach. Aber Deutschland sonnt sich gerade in nett frisierten Zahlen. Da läßt sich manch Geschäft über die bühne schleifen.

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