Peking und Shanghai
Immobilienpreise in China ziehen rasant an

In Peking und Shanghai sind die Häuserpreise im Juli um mehr als zehn Prozent gestiegen. Die chinesische Führung kämpft indes gegen eine Überhitzung der Immobilienbranche – ohne das Wachstum abbrechen zu wollen.
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PekingDie Immobilienpreise in Peking und Shanghai ziehen rasant an. In der chinesischen Hauptstadt lagen die Häuserpreise im Juli satte 14,1 Prozent über dem Vorjahreswert, in der Finanzmetropole waren es 13,7 Prozent. Das geht aus Reuters-Berechnungen hervor, die auf am Sonntag veröffentlichten Daten der nationalen Statistikbehörde beruhen. Es ist sowohl für Peking als auch Shanghai die höchste Monatsrate des bisherigen Jahres. Insgesamt mussten Käufer in 62 von 70 untersuchten Städten tiefer in die Tasche greifen.

Für die chinesische Regierung ist die Immobilienbranche von großer Bedeutung, weil sie 40 andere Wirtschaftszweige direkt beeinflusst. Die große Nachfrage nach Häusern und Wohnungen unterstützt das Wachstum in der Volksrepublik. Dies ist mit mehr als sieben Prozent für europäische Maßstäbe zwar noch immer sehr hoch, es dürfte dieses Jahr aber so niedrig ausfallen wie seit 23 Jahren nicht mehr.

Die chinesische Führung bemüht sich, dass die Immobilienbranche nicht überhitzt, will aber auch das Wachstum des Landes nicht zu stark abwürgen. Zudem haben die lokalen Regierungen oft andere Interessen und versuchen ihre Einnahmen durch den Verkauf von lukrativen Grundstücken zu erhöhen.

Im Schnitt stiegen die Häuserpreise im Juli um 0,7 Prozent zum Vormonat. Im Juni hatte das Plus noch 0,8 Prozent betragen. Im Vorjahresvergleich betrug der Juli-Zuwachs durchschnittlich 7,5 Prozent. Das ist der größte Sprung, seit Reuters im Januar 2011 mit den Berechnungen begonnen hat.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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