Plaza Hotel New York Eine Hotel-Legende kommt unter den Hammer

Zu den Eigentümern zählten der US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump, ein saudischer Prinz und ein indischer Magnat: Das Plaza Hotel in New York hat eine wechselvolle Geschichte. Jetzt folgt ein weiteres Kapitel.
Das 1907 eröffnete Hotel gilt immer noch als eine der exklusivsten Adressen in New York. Quelle: Reuters
Plaza Hotel in Manhattan

Das 1907 eröffnete Hotel gilt immer noch als eine der exklusivsten Adressen in New York.

(Foto: Reuters)

New YorkEine New Yorker Hotel-Legende kommt im nächsten Monat offenbar unter den Hammer: das Plaza Hotel. Damit könnten zwei Jahre an Unsicherheit zur Zukunft der Immobilie direkt am Central Park enden.

Die beiden Milliardärs-Brüder David und Simon Reuben besitzen die Hypothek auf das Fünf-Sterne-Haus und haben jetzt eine Zwangsversteigerung für den 26. April angesetzt. Das erfuhr Bloomberg von einer Person, die mit den Vorgängen vertraut ist und namentlich nicht genannt werden wollte. Die Reubens hatten den Kredit von der Bank of China nach einem Zahlungsausfall des derzeitigen Mehrheitseigners Sahara India Pariwar im vergangenen Jahr gekauft. Sahara wird von Subrata Roy kontrolliert, der Anfang 2014 in Indien wegen Betrugs von Investoren ins Gefängnis kam.

In seiner 109-jährigen Geschichte hatte das Plaza Hotel, dass sich an der Ecke von Fifth Avenue und Central Park South im Stadtteil Manhattan befindet, viele Male seine Besitzer gewechselt. US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hatte das Plaza im Jahr 1988 gekauft und dort seine zweite Frau, Marla Maples, geheiratet. Trump veräußerte die Immobilie später an eine Gruppe unter Beteiligung von Prinz Alwaleed bin-Talal aus Saudi Arabien. Diese verkaufte das Objekt an die israelische Elad Group, die einige der Hotelzimmer in Eigentumswohnungen umwandelte. Zu den derzeitigen Minderheitseignern des Hotels gehören Bin-Talal und eine Gesellschaft aus dem Umfeld des Hoteliers Sant Singh Chatwal.

Das sind die teuersten Städte der Welt
Platz 10: Los Angeles
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Die britische Analyse-Firma „Economist Intelligence Unit“ hat das Ranking zu den teuersten Städten der Welt veröffentlicht. Auf dem zehnten Platz landet die Heimat der Stars und Sternchen der USA. So haben sich die Kosten hier in den letzten zehn Jahre entwickelt:
Kilopreis für Brot: Vor 10 Jahren 4,99 US-Dollar, heute 5,72 US-Dollar
Flaschenpreis für Tischwein: Vor 10 Jahren 13,10 US-Dollar, heute 23,53 US-Dollar
Preis für 20 Markenzigaretten: Vor 10 Jahren 5,29 US-Dollar, heute 7,74 US-Dollar
Literpreis für Benzin: Vor 10 Jahren 0,84 US-Dollar, heute 0,99 US-Dollar

Platz 9: Seoul
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Noch vor fünf Jahren landete Seoul, die Hauptstadt Südkoreas, auf Platz 36 des Rankings. Besonders teuer sind hier mittlerweile Lebensmittel geworden.
Kilopreis für Brot: Vor 10 Jahren 5,23 US-Dollar, heute 12,44 US-Dollar
Flaschenpreis für Tischwein: Vor 10 Jahren 20,46 US-Dollar, heute 25,43 US-Dollar
Preis für 20 Markenzigaretten: Vor 10 Jahren 2,44 US-Dollar, heute 3,71 US-Dollar
Literpreis für Benzin: Vor 10 Jahren 1,47 US-Dollar, heute 1,25 US-Dollar

Platz 8: Kopenhagen
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Auch die schöne Hauptstadt Dänemarks gehört zu den teuersten Städten der Welt. Die Lebenshaltungskosten in Kopenhagen sind genauso hoch wie in Seoul und Los Angeles.
Kilopreis für Brot: Vor 10 Jahren 2,90 US-Dollar, heute 3,23 US-Dollar
Flaschenpreis für Tischwein: Vor 10 Jahren 9,34 US-Dollar, heute 11,57 US-Dollar
Preis für 20 Markenzigaretten: Vor 10 Jahren 4,97 US-Dollar, heute 6,41 US-Dollar
Literpreis für Benzin: Vor 10 Jahren 1,69 US-Dollar, heute 1,57 US-Dollar

Platz 7: New York
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Wegen des starken Dollars und der Inflation in den USA wurde New York hochgerankt und gilt nun als siebtteuerste Stadt der Welt. Vorher lag New York auf Platz 22. Der Umstand, dass der „Big Apple“ lange als sehr teuer galt, 2011 dann auf den 49. Platz heruntergestuft wurde, zeigt die Achterbahnfahrt rund um die wirtschaftliche Situation der Stadt.
Kilopreis für Brot: Vor 10 Jahren 5,13 US-Dollar, heute 8,28 US-Dollar
Flaschenpreis für Tischwein: Vor 10 Jahren 10,49 US-Dollar, heute 14,03 US-Dollar
Preis für 20 Markenzigaretten: Vor 10 Jahren 6,67 US-Dollar, heute 13,67 US-Dollar
Literpreis für Benzin: Vor 10 Jahren 0,83 US-Dollar, heute 0,63 US-Dollar

Platz 6: London
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Genauso wie New York und Los Angeles ist London vor allem aufgrund des Drucks auf die heimische Währung in dem Ranking hoch gewandert und nicht wegen erheblicher Preissteigerungen.
Kilopreis für Brot: Vor 10 Jahren 1,96 US-Dollar, heute 2,46 US-Dollar
Flaschenpreis für Tischwein: Vor 10 Jahren 11,71 US-Dollar, heute 12,47 US-Dollar
Preis für 20 Markenzigaretten: Vor 10 Jahren 9,73 US-Dollar, heute 14,30 US-Dollar
Literpreis für Benzin: Vor 10 Jahren 1,68 US-Dollar, heute 1,73 US-Dollar

Platz 5: Paris
6 von 10

Der schwache Euro hat zur Folge, dass Frankreichs Hauptstadt die einzige Stadt aus der Eurozone in den Top 10 der teuersten Städte der Welt ist. Alleine Alkohol und Wohnen sind hier im Vergleich zu anderen europäischen Städten sehr teuer.
Kilopreis für Brot: Vor 10 Jahren 6,02 US-Dollar, heute 7,42 US-Dollar
Flaschenpreis für Tischwein: Vor 10 Jahren 7,11 US-Dollar, heute 10,71 US-Dollar
Preis für 20 Markenzigaretten: Vor 10 Jahren 6 US-Dollar, heute 7,85 US-Dollar
Literpreis für Benzin: Vor 10 Jahren 1,83 US-Dollar, heute 1,69 US-Dollar

Platz 4: Genf
7 von 10

Für die gestiegenen Lebenshaltungskosten in Genf ist unter anderem die Entkopplung des Schweizer Franken vom Euro verantwortlich. Genf und Zürich bleiben daher weiterhin ganz oben im Ranking der teuersten Städte.
Kilopreis für Brot: Vor 10 Jahren 4,71 US-Dollar, heute 7,02 US-Dollar
Flaschenpreis für Tischwein: Vor 10 Jahren 8,95 US-Dollar, heute 8,06 US-Dollar
Preis für 20 Markenzigaretten: Vor 10 Jahren 4,66 US-Dollar, heute 9,08 US-Dollar
Literpreis für Benzin: Vor 10 Jahren 1,44 US-Dollar, heute 1,56 US-Dollar

Was aktuell zum Verkauf steht, sind die Hotelzimmer des Gebäudes sowie das Restaurant und die Einzelhandelsflächen, wie die informierte Person gegenüber Bloomberg berichtete.

Den Angaben zufolge soll das Plaza zusammen mit dem Hotel Dream Downtown im Paket verkauft werden. Dies ist eine trendige Herberge in Manhattans Stadtteil Chelsea, der sich nur einen Block entfernt von dem in den vergangenen Jahren entstandenen High Line Park befindet.

Die beiden Hotels fungieren als Sicherheiten für den Kredit der Bank of China und sind mit dem Londoner Hotel Grosvenor House querbesichert. Das Dream Hotel gehört Roy von Sahara sowie Chatwal. Die Gesamthypotheken für die beiden New Yorker Häuser belaufen sich auf rund 500 Millionen Dollar, wie es hieß.

Alexander Bushaev, ein Sprecher für die Reuben-Brüder, wollte auf Nachfrage von Bloomberg keinen Kommentar zu der möglichen Zwangsversteigerung abgeben. Anrufe und E-Mails an Roy and Alwaleed mit der Bitte um eine Stellungnahme wurden nicht umgehend beantwortet.

Der Verkauf des Plaza, wo 1985 der so genannte Plaza-Vertrag zur Entwertung des US-Dollar unterzeichnet worden war, kommt zu einer Zeit, in der Investoren starkes Interesses an sogenannten Immobilien-Trophäen zeigen.

Die chinesische Anbang Insurance Group hatte erst im vergangenen Jahr 1,95 Milliarden Dollar für das bekannte Hotel Waldorf Astoria bezahlt, das sich ebenfalls im Manhattan befindet.

Und in diesem Monat stimmte Anbang Insurance der Übernahme von Strategic Hotels & Resorts zu, einem Eigentümer von Luxusobjekten. Der Kaufpreis soll sich demnach auf 6,5 Milliarden Dollar belaufen. Darüber hinaus legten die Chinesen eine überraschende Offerte im Volumen von rund 13 Milliarden Dollar für den amerikanischen Hotel-Konzern Starwood Hotels & Resorts Worldwide vor.

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