Preise in New York deutlich gesunken
Banken sorgen sich um US-Immobilien

In den USA wächst die Furcht vor einer plötzlichen Abkühlung am heiß gelaufenen Immobilienmarkt. Erste Analysten ziehen bereits Parallelen zum Einbruch der Aktienmärkte nach dem Platzen der Technologieblase im Jahr 2000.

NEW YORK. Makler und Gutachter gehen allerdings nach wie vor von einer allmählichen Abkühlung des überhitzten Marktes aus. Zur Beunruhigung der Investoren hat der drastische Preisrückgang für Apartments in New York im dritten Quartal und der Rückgang der Anträge auf Immobiliendarlehen beigetragen. In der vergangenen Woche fiel die Zahl der Anträge um 1,1 Prozent auf das tiefste Niveau seit Ende Mai, während die Zinsen für 30-jährige Darlehen auf 5,94 Prozent stiegen - der höchste Stand seit Anfang April.

Nach Meinung vieler Volkswirte hat sich in den USA am Immobilienmarkt eine Spekulationsblase gebildet. Allein in diesem Jahr sind die Hauspreise in den gesamten USA um knapp 16 Prozent gestiegen – der größte Preissprung seit 26 Jahren. Im August verkauften die Amerikaner mehr als sieben Millionen Häuser, die zweithöchste jemals gemessene Zahl.

Schlüsselrolle

Wirtschaftsfaktor: Der Immobilienboom in den USA ist nach Ansicht von Volkswirten ein zentraler Grund für die massiven Zuwächse beim privaten Konsum.

Wachstumsbremse: Ein Ende des Booms würde die US-Konjunktur belasten. Ein Rückgang der Preise um ein Prozent kostet HVB-Prognosen zufolge 0,2 Prozent Wirtschaftswachstum.

Notenbank-Chef Alan Greenspan warnte bereits mehrfach vor Übertreibungen. Er befürchtet, dass steigende Hypothekenzinsen oder fallende Preise am Immobilienmarkt den Konsum, die wichtigste Stütze der US-Konjunktur, belasten könnten.

Die steigenden Hauspreise haben vielen Amerikanern ein Gefühl größeren Wohlstands vermittelt, den sie in Konsumausgaben umsetzen. Das Beleihen von Immobilien hat im vergangenen Jahr 600 Mrd. Dollar zum privaten Verbrauch beigetragen, mehr als sieben Mal so viel wie vor zehn Jahren.

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