Provisionen für Immobilien
Die Maschen der Makler erkennen

Wer den Immobilienmakler bestellt, der soll ihn auch bezahlen. Darauf dringen die Bundesländer im Bundesrat. Sie wollen die Gebühren neu regeln. Was Mieter und Käufer über die Tricks der Makler wissen müssen.
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Die Maklergebühren könnten bald neu geregelt werden. Das Bundesland Hamburg kann mit einer breiten Mehrheit für eine entsprechende Initiative rechnen. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung zeigen sich die Bundesländer Bremen, Schleswig-Holstein, Berlin, Baden-Württemberg und Brandenburg aufgeschlossen für den Vorschlag, künftig Vermieter und nicht Mieter die Maklerkosten zahlen zu lassen.

"Wenn das für Wohnungssuchende tatsächlich die Kosten reduziert, könnte Berlin die Initiative unterstützen", sagte eine Sprecherin der Berliner Stadtentwicklungsbehörde. Aus Schleswig-Holstein heißt es dazu: "Im Grundsatz ist die Zielrichtung der geplanten Änderung zu begrüßen."
Im ersten Quartal 2013 will Hamburg die Initiative in den Bundesrat einbringen. Bis dahin versucht Hamburg, die Zustimmung möglichst vieler anderer Länder zu gewinnen. Nordrhein-Westfalen hat seine Unterstützung bereits zugesagt.

Die SPD-regierte Hamburger Bürgerschaft hatte bereits im Januar eine Initiative in der Länderkammer angekündigt, mit der das Wohnungsvermittlungsgesetz entsprechend geändert werden soll. Der nordrhein-westfälische Bauminister Michael Groschek (SPD) unterstützt dies: „Miete plus Provision können Normalverdiener oft kaum noch stemmen.“

Daniela Schneckenburger, wohnungspolitische Sprecherin der Grünen in Nordrhein-Westfalen, sagte der Zeitung „Rheinische Post“: „Makler und Vermieter dürfen die Wohnungsnot nicht ausnutzen, um Mietern eine oft vierstellige Gebühr abzupressen.“

Bisher darf die Maklergebühr maximal zwei Monatskaltmieten plus Umsatzsteuer betragen. Ob der Vermieter oder der Mieter die Gebühr entrichten muss, ist nicht geregelt.

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Was Betroffene vom Ländervorschlag halten

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  • Es geht wie fast immer im Leben ums Geld. Bei der geplanten Änderung ist das Geld der Makler in Gefahr, da Vermieter / Verkäufer erwartungsgemäß geschäftstüchtiger als die andere Seite sind. Es wird also in Zukunft weiterhin der Makler benötigt, aber zu anderen Konditionen. Der Makler wird bei seinen Gebühren in Zukunft ordentlich runtergehandelt, da es Makler ohne Ende gibt. Vielleicht kommt es auch zu einer aufwandsabhängigen und somit gerechteren Honorierung des Maklers als die bisher übliche Erfolgshonorierung. Auch wenn ich kein Sozi bin, halte ich es für fair, wenn der Auftraggeber bezahlt. Auftraggeber kann sowohl der Verkäufer / Käufer sein als auch der Käufer / Mieter. Als Personalvermittler werde ich immer vom Auftraggeber bezahlt. Auftragnehmer bin ich. Für die vermittelte Person ist die Vermittlung kostenlos. Wer die Musik bestellt soll sie auch bezahlen.

  • Einseitig gedacht. Der Makler fungiert als Brücke zwischen Vermieter und Mieter. Dabei verfolgt er natürlich seine Interessen. Diese sind, die Wohnung schnellstmöglich und mit dem geringsten Aufwand zu vermieten. Da die Anforderungen an Bonität etc. meist unverhandelbar sind wird er also darauf achten, daß der Preis nicht zu hoch ist. Falls es nun zwangsweise zu einer "Innenprovision" kommt werden Vermieter in engen Märkten 1. die Marktmiete erhöhen, 2. die Mindestlaufzeiten verlängern. In Österreich wird die Courtage zwischen den Parteien aufgeteilt - vielleicht auch eine Lösung?

  • Ist doch egal, wie man es nennt.
    Sie !!! sind derjenige, der Kosten und Zeit spart. Warum muß dann der Mieter Ihre Vertretung, den Makler, bezahlen.

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