Altersvorsorge

Für wen sich der neue Wohn-Riester lohnt

Heute hat das Bundeskabinett neue Regeln für die Immobilien-Förderung abgesegnet. Der neue Wohn-Riester dürfte sich bald noch mehr rechnen. Wie Immobilienbesitzer ihre Kosten um mehrere zehntausend Euro senken können.
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Sitzung des Bundeskabinetts: Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) und Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU). Quelle: dpa

Sitzung des Bundeskabinetts: Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) und Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU).

(Foto: dpa)

Frankfurt/BerlinFür Streit sorgte die Reform der privaten Altersvorsorge nicht. In seltener Einigkeit haben die Spitzen der Regierung heute im Bundeskabinett einen Gesetzesentwurf für gut befunden, der die private Altersvorsorge transparenter machen soll. Wenn Bundestag und Bundesrat bis Anfang nächsten Jahres zustimmen, müssen die Anbieter von jedem Vorsorge-Vertrag Kosten, Rendite-Erwartung und Anlage-Risiko ausweisen.

Der Gesetzentwurf bringt aber keine Wende in der privaten Altersvorsorge. Noch bevor das Kabinett heute tagte, kritisierten die Verbraucherschützer das Regelwerk hart. „Als nächstes sollten Vorschläge folgen, die sich unmittelbar im Portemonnaie des Verbrauchers auswirken“, sagt Gerd Billen, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv).

Noch deutlicher wird Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Rheinland Pfalz. „Das Herumdoktern an den Symptomen von Fehlberatung und Provisionsschneiderei hat nicht den geringsten Nutzen für die Verbraucher“, kritisiert der Referent für Altersvorsorge in einer eigens aufgesetzten Pressemitteilung. „Es ist höchste Zeit, Verbrauchern eine echte Alternative zur Verfügung zu stellen, die an den Wurzeln des Problems ansetzt und außerdem kostengünstig, einfach und transparent ist.“

Nauhauser ist nicht der einzige Verbrauchervertreter, der der Riester-Rente die Tauglichkeit abspricht. „Anleger können heute ihr Geld in vielen Fällen genauso gut in einen Sparstrumpf legen“, sagt Axel Kleinlein. „Das wäre ähnlich ineffizient. Die Branche bietet keine Produkte an, die es wert wären gefördert zu werden.“ Das gewerkschaftsnahe Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) erklärte die Einführung der Riester-Rente bereits als „Fehlentscheidung“.

Angesichts der inzwischen bereits mehr als zehnjährigen Erfahrung mit der Rente bestehe kein Zweifel mehr daran, dass es „keinesfalls geeignet“ sei, den Menschen ein sicheres Auskommen im Alter in Ergänzung zur gesetzlichen Rente zu garantieren.

Die Sparer haben längst reagiert. Laut der Statistik des Bundesarbeitsministeriums stagnieren die Neuabschlüsse bei Riester-Renten auf Basis von Versicherungen oder Fonds. Gänzlich auf die staatliche Förderung verzichten möchten die Bundesbürger aber auch nicht. Sie nutzen die Vorteile für die Finanzierung ihres Eigenheims.

Allein im ersten Halbjahr stieg die Zahl der Wohn-Riester-Verträge um knapp 20 Prozent auf 907.000. „Im Vergleich zu einer zweifelhaften Aussicht, ob sich die Rente im Alter lohnt, rechnet sich der Wohn-Riester in jedem Falle“, sagt Max Herbst von der FMH Finanzberatung. Und: Durch die neuen Regeln dürfte der Wohn-Riester noch attraktiver werden.

So rechnet sich der Wohn-Riester
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15 Kommentare zu "Altersvorsorge: Für wen sich der neue Wohn-Riester lohnt"

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  • ich finde bei Wohnriester muss noch viel verbessert werden. Momentan gibt es viele Nachteile wie man in web viel nachlesen kann z.B. http://wohnriesternachteile.de ich ahbe mich erst einmal Angebote erstellen lassen und warte den Abschluss noch ab.

    Viele Grüße

    Daniel

  • Riesterrente rechnet sich aber recht gut

    Hier eine einfache Excel-Berechnung:

    Ein Single (€ 60.000,- Einkommen) zahlt ab 40 pro Jahr € 1.946,- Riesterbeitrag und hat ab 67 mit Gewinnen € 517,- konstante mtl. Rente. Davon sind € 245,- garantiert (Angebot einer Direktversicherung, auf ganze € abgerundet). Dazu kommen € 154,- Förderung, d.h. zusammen € 2.100,- Einzahlung. Für den Eigenanteil gibt es (42 % EkSt + 9% KiSt + Soli) dann € 935,- Steuer zurück. Der Eigenbeitrag sinkt so auf € 1.011,-.

    Bei geschätzten € 2.000,- DRV-Rente ab 67 mit ca. 28 % Grenzsteuer bleiben € 372,- Nettorente. Bei 15,8 Jahren Lebenserwartung (Destatis) ergibt das durchgehend bis zum Tod 4,29 % Rendite. Sollte nur die Garantie rauskommen (was sehr unwahrscheinlich ist) blieben von den o.g. € 245,- noch € 176,- (Rendite 0,94 %). Ein längeres Leben ergibt mehr Rendite, ein kürzeres weniger, die Zahlung bleibt aber lebenslang.

    Rechenprinzip: Ein Konto wird mit € 1.011,- gespeist und mit der Rendite werden fiktiv € 51.335,- gespart. Bei 15,8 Jahren weiterer Verzinsung, kann man € 372,- mtl. entnehmen, bis alles weg ist. Bei der Garantierente werden fiktiv nur € 31.031,- gespart und € 176,- für die gleiche Zeit entnommen.

    4,29 % Rendite mit 0,94 % Garantie sind inkl. Absicherung der Langlebigkeit gute Nachsteuerwerte. Bei weniger Einkommen wirkt die Steuer beim Ansparen geringer und die Förderung stärker - z.B. bei kinderreichen Familien. In den Fällen wird aber auch die Besteuerung im Alter geringer, bei den meisten wird sie sogar wegfallen.

    Auf lange Zeiten (27 Jahre) werden in Fondssparpläne (keine Fondspolicen) bei geringeren Kosten und ähnlichen Garantien auch Aktien eingebaut, was beides die Renditen steigert. Jeder Vertrag sollte aber individuell kalkuliert werden. Dabei ist es besser, exakt zu rechnen als auf „verbogene“ Berechnungen vom DIW oder Verbraucherschützern zu hören (die bei ihren Berechnungen z.B. die Vertragsgewinne oder die Steuern „vergessen“).

    Christian Sensmeier

  • Jetzt wird es interessant:

    Frage an die Redaktion ?: Wieso setzen Sie die objektive Information der Bevölkerung mit einem in einem rennomierten Wissenschaftsverlag erschienenen Buch mit "Werbung" gleich ? In meinem Buch werden die Menschen sehr ehrlich und objektiv informiert. Sonst wäre das Buch nicht in einem Wissenschaftsverlag (Julius Springer) erschienen, sondern in einem namenlosen Verlag ohne Anforderungen an Inhalt und Darstellung.

    Medien haben eine Verantwortung, an der objektiven Information der Bevölkerung mitzuwirken. Stattdessen drucken Sie leider immer nur wieder die falschen Ratschläge von Banken und selbsternannten Beratern (oft Journalisten oder ehemalige Journalisten), mit denen die Zeitungsartikel gespickt sind. Die Medien als "vierte Gewalt" im Staate haben eine Mitschuld an der Abzocke von Bürgern durch Banken, wenn Sie die objektive Information der Bevölkerung nicht unterstützen, sondern immer nur den Banken und unseriösen Beratern eine Plattform bieten und das Wort erteilen. Ich bin gerne bereit, mein Buch in der Redaktion vorzustellen und Sie zu überzeugen.

    Herzliche Grüße

    Rechtsanwalt Guido Rennert, Düsseldorf

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    Rechtsanwalt Guido Rennert, Düsseldorf

  • Leider gräbt sich die Altersvorsorgebranche mit überwiegend bestenfalls mittelmäßigen Produkten und dazu viel zu hohen Kosten Ihr eigenes Grab. Leider ist der deutsche Michel nicht in der Lage gute von schlechten Produkten zu unterscheiden. Die Anbieter versuchen -mit Rückendeckung der ahnungslosen und von Lobbyisten gelenkten Politprotagonisten- alles, um weiterhin Kosten zu verschleiern. Ob das deutsche Volk -bei abnehmneder Bevölkerung- allerdings gut beraten ist, bei der Altersvorsorge allein auf Wohneigentum zu setzen, ist mehr als fragwürdig. Ein ständiges herumdoktern an den Riesterspielregeln ist keine Lösung für eine langfristige Planung. Wie wär´s wenn die Politik nur erstklassigen und kostengünstigen Produkten die Zertifizierung erteilen würde?? Die Spielregeln gehören verschärft, Vorababschlußprovisionen gehören bei geförderten Produkten verboten bzw. sollte beim Anbieterwechsel entfallen bzw. vom Altproduktgeber -ohne Begrenzung der Haftungszeit- zurückgefordert werden.


  • Über kaum eine Immobilienförderung herrscht so viel Unklarheit wie über das Wohn-Riestern. Deshalb habe ich in meinem Buch "Praxisleitfaden Immobilienanschaffung und Immobilienfinanzierung" (erschienen im Springer-Verlag) mal Klartext geredet und alles richtig erklärt. Warum fällt das denn den meisten Autoren und Beratern so schwer, die Zusammenhänge mal richtig zu erklären ?

  • Im Artikel sind Familien mit 46.000 euro Einkommen Geringverdiener. Mmmh...interessant. Welches Einkommen wohl der Schreiberling hat, wenn das für ihn ein geringes Einkommen ist.
    Übrigens wieder nur ein Versuch der "Verbraucherschützer", ihren Mist zu verkaufen. Wovon leben die wohl?

  • ..einfach mal auf die Seite gehen: "www.riesterrentenbetrug"!

  • ..es gibt noch eine sehr sinnvolle Anlageform,um sich vor Enteignung zu schützen, liebe Mitbürgen der EUDSSR!:"

    Phyisches Gold und Silber".

    Hier zudem für alle HB-Leser, 2 wirkliche wertvolle Buchtipps:"
    a, Vom Gelde -Briefe eines Bankdirektors an seinen Sohn 1921-1923, von Argentarius, Neuauflage Handewitt Verlag

    b,Freiheit durch Gold - Sklavenaufstand im Weltreich der Papierkönige, von Prof. Dr. Hans J. Bocker, Johannes Müller Verlag, Bern (CH).

    Ich finde es eine Schande wie unsere Regierung und auch alle anderen Abnick-Parteien, unsere Mitbürgen veräppelt. Es wird Zeit die Wende einzuleiten und zwar politisch, wirtschaftlich sowie sozial.Abwählen ist der einzige Weg der Besserung...

  • Ich sozialisiere mal meine VERLUSTE weil Gewinne zum privatisieren nicht da sind!


    Ich seh es nämlich nicht ein Peer Steinbrücks Gehalt weiter oberhalb eines Hartz-4 Schonvermögens zu bezahlen welches er zunächst mal verwerten soll - also sein Reihenhaus.

    Dem spar ich den Dienstwagen ein, und die Leute die ihm den Volkszorn vom Leib halten auch. Das gibt eine gebrauchte Reisschüssel von Tatra statt einem gepanzerter Oberklasse Limousine Freundchen!

    Warum haben wir Computer Idner? Hat das was damit zu tun daß die Engländer Indien amal als Kolonie hatten und diese Inder aufgrund deiser Kolonialwirrungen eigentlich von der Insel kommen? Sieht zwar indisch aus ist aber ein Pass-Engländer. Das ist wie mit der europäischen Außengrenze zu Brasilien. Kolonialherrschaftsfolgen. Rütttgers Rinderpruchspruch hätte also heißen müssen - wir wollen keine Engländer-Kinder

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