Einfamilienhäuser
Die begehrtesten Eigenheime der Stadt

Im Vergleich zu den Metropolen im Westen sind die Preise für Häuser in Dresden noch moderat. Das gilt auch für die zentrumsnahen quartiere. Auf welche Lagen Käufer setzen sollten zeigt eine aktuelle Analyse.
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Vom Wohnen im eigenen Haus träumen viele Dresdner. „Wir verzeichnen nach wie vor eine starke Nachfrage nach Einfamilienhausgrundstücken“, sagt Jörn Marx, Bürgermeister und Beigeordneter für Stadtentwicklung. Erfüllen lässt sich dieser Traum in Dresden noch immer zu recht günstigen Konditionen: Nach Angaben des Maklerhauses Aengevelt kostete ein Eigenheim im vergangenen Jahr im Durchschnitt 208.000 Euro, der Preis pro Quadratmeter Bauland für Privathäuser lag im Schnitt bei 121 Euro .

Allerdings legten die Preise für Einfamilien- und Doppelhäuser damit binnen Jahresfrist um 13 Prozent zu, Bauland wurde sieben Prozent teurer. Dies, analysiert Aengevelt-Fachmann Markus Schmidt, sei vor allem der Tatsache geschuldet, dass sich die Nachfrage nach frei stehenden Einfamilienhäusern auf Grundstücke in „stadtintegrierten Lagen“ konzentriere.

Dort nähmen die Preise zu, während sie in Randlagen stabil seien. „Einfamilienhäuser werden verstärkt im innenstadtnahen Bereich nachgefragt“, bestätigt Bürgermeister Marx. Platz für diese Nachfrage ist nach seinen Worten auf dem Bramschgelände vorhanden, einer ehemaligen Spirituosenfabrik in der Friedrichstadt. Außerdem gebe es noch Potenziale für Bauen in der zweiten Reihe.

Dass im Ranking des Online-Portals Immobilienscout 24 Weixdorf, ein 1999 eingemeindetes Dorf am nördlichen Stadtrand, ganz oben steht, kann Makler Karl-Heinz Weiss trotzdem nachvollziehen. „Der Dresdner Norden entwickelt sich wegen der Nähe zu den dort angesiedelten Unternehmen gut.“ Rund um den Flughafen in Klotzsche haben sich viele Firmen niedergelassen, darunter zum Beispiel Infineon.

Auch der Ortsteil Naußlitz, laut Immobilienscout24 sowohl bei Häusern als auch bei Wohnungen in der Spitzengruppe, bietet Weiss zufolge eine Alternative zu noch teureren Einfamilienhausstandorten. Und solche Alternativen werden nach Ansicht von Aengevelt-Fachmann Schmidt dringend gebraucht. Seine Befürchtung: Sollten die Hauspreise weiter so stark steigen wie im vergangenen Jahr, „könnte sich der bislang positive Wanderungssaldo Dresdens bald ändern, weil dann insbesondere jüngere Familiengründer preisbedingt ins Umland ausweichen“.

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