Immobilien
Aus Büros werden attraktive Wohnungen

Bei Einfamilienhäusern ist das Angebot vor allem in den linksrheinischen Stadtteilen begrenzt. Leerstehende Büros verwandeln sich in moderne Eigentumswohnungen - und ganz neue Nobel-Viertel entstehen.
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DüsseldorfWohnen im Grünen? In einem Einfamilienhaus, fußläufig zum Rhein, aber doch ganz nah an der Innenstadt? Das geht in Lörick. „Das Dorf“ nennen die Bewohner ihren Stadtteil liebevoll. Das linksrheinische Viertel mit seiner breiten Rheinfront und den ausgedehnten Wiesen im Deichvorland ist gefragt. Eine Attraktion ist das Freibad Lörick, das mit seinem alten Baumbestand in den Rheinwiesen liegt. In der Nachbarschaft des Freibads, am Rand des Erholungsgebiets, lockt der Yachthafen.

Die Idylle hat allerdings ihren Preis: Unter einer halben Million Euro gibt es in Lörick kaum ein Haus zu kaufen. Überhaupt ist das Angebot begrenzt. „Hier wird geerbt und nicht gekauft“, scherzen die Düsseldorfer. Wer in Lörick sucht, braucht Geduld. Auch die Kaufpreise für Wohnungen schossen zuletzt in die Höhe. Gab es den Quadratmeter im Jahr 2010 noch für durchschnittlich 1815 Euro, mussten künftige Immobilienbesitzer im vergangenen Jahr schon 2203 Euro bezahlen – ein Plus von stolzen 21,4 Prozent.

Noch teurer ist es im benachbarten Oberkassel. In unmittelbarer Rheinnähe werden Preise von mehr als zwei Millionen Euro für Ein- und Mehrfamilienhäuser gezahlt. Oberkassel blieb von den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg weitgehend verschont. Fast lückenlos erhalten sind daher auch die Jugendstilfassaden, die Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden. Viele stehen unter Denkmalschutz.

„Die linksrheinischen Stadtteile sind sehr gefragt“, sagt Marc Müller-Kurzwelly, Leiter Wohn- und Geschäftshäuser bei Engel & Völkers Commercial in Düsseldorf. „Gerade Oberkassel mit seiner Mischung aus topsanierten Altbauten und trendigen Neubauten wie dem Belsenpark, der hippen Gastroszene und der Luegallee als gehobener Einkaufsmeile kommt bei Neu-Düsseldorfern gut an.“ Ein weiterer Pluspunkt sei die Innenstadtnähe.

Westlich des Belsenplatzes entsteht derzeit ein ganz neues Wohnviertel. Auf dem Gelände des stillgelegten Güterbahnhofs entwickelt sich rund um einen mehr als 20000 Quadratmeter großen Park ein neues Quartier mit etwa 540 Wohneinheiten, viele davon sind Luxusimmobilien. Der Kölner Entwickler Pandion realisiert beispielsweise das Projekt „Parkside One“.

Bis Ende 2013 soll der Gebäudekomplex mit 8500 Quadratmetern Wohnfläche fertig sein. Die 85 Wohnungen sind zwischen 54 und 208 Quadratmetern groß. Die Quadratmeterpreise beginnen bei 3600 Euro, in der Spitze kosten die Wohnungen 6600 Euro pro Quadratmeter. „Angesichts dieses Standorts halten wir das für sehr preisattraktiv“, sagt Pandion-Vertriebschef Klaus Verhufen und ergänzt: „Die aktuelle Nachfragesituation für Oberkassel bestätigt uns darin.“

Exklusives entsteht auch an der Grenze von Oberkassel zu Heerdt. Die Heinrich-Heine-Gärten werden als Neu-Oberkassel angepriesen, liegen aber eigentlich in Heerdt. Frankonia zieht dort hochwertige Wohnungen und Lofts, aber auch exklusive viergeschossige Townhouses und Stadtvillen hoch. Um das Luxuswohnen abzurunden, soll es am Eingang einen Concierge, eine hauseigene Lounge sowie einen Wellnessbereich geben. Die Mietpreise werden zwischen 13 und 14 Euro pro Quadratmeter liegen. Die 80 Eigentumswohnungen sollen zwischen 4000 und 5000 Euro pro Quadratmeter kosten.

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