Immobilien in Schweden
Wie Euro-Skeptiker günstig an ihr Ferienhaus kommen

Das Ferienhäuschen in Schweden ist günstig zu haben und eröffnet noch dazu einen Fluchtweg aus dem Euro. Was hübsche Objekte im Norden kosten - und welche Steuern fällig werden.
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StockholmDas ist die perfekte Idylle: Dunkelrote Holzhäuser vor blauem Wasser, verwunschene Sandwege und eine Stille, die nur das Zirpen der Grillen und ein leises Plätschern der Wellen unterbricht. Die Schäreninsel Sandhamn, 50 Kilometer nördlich von Stockholm, bestätigt jedes Schweden-Klischee – und erklärt, warum viele Deutsche regelmäßig ihren Sommerurlaub in dem dünn besiedelten Land verbringen.

Seitdem das skandinavische Land im Jahr 2000 – fünf Jahre nach seinem EU-Beitritt – auch Ausländern den Immobilienerwerb ermöglicht hat, entschieden sich auch viele Deutsche, eines der insgesamt knapp 565000 Ferienhäuschen zu kaufen, die im ganzen Land feilgeboten werden. Für 2010 weist das staatliche Statistikamt 10.000 Schwedenhäuser mit deutschen Eigentümern aus. Damit belegen sie Platz zwei knapp hinter den Dänen.

Und die Nachfrage wächst weiter. Denn ein Urlaubsdomizil im Musterland der Demokratie ist vergleichsweise günstig zu haben – und hat zudem den besonderen Charme, die Ersparnisse vor den Folgen der Euro-Krise zu schützen. Denn gezahlt wird in Schweden bekanntlich nach wie vor in schwedischen Kronen. Und das wird wohl auch nach der für 2013 geplanten Abstimmung zur Euro-Einführung so bleiben.

Günstige Preise finden Käufer vor allem in den südlichen Provinzen, jener Region des Landes, in der sich die Deutschen wegen der Nähe zum Heimatland ohnehin am liebsten nach einem Urlaubsdomizil umsehen. „Hier liegen die Immobilienpreise deutlich unter denen rund um Stockholm“, sagt Christer Stjernfeldt, der sich mit der Maklerfirma Smålands Fastighetsbyrå seit 1993 auf die Vermarktung von Immobilien an Deutsche und Dänen spezialisiert hat.

So wechselte dem statistischen Amt Schwedens zufolge 2010 ein Ferienhaus in Småland für durchschnittlich 1,1 Millionen Kronen (120.000 Euro) den Besitzer, in Stockholm und Umgebung, wozu auch die Schären gehören, bezahlen Käufer das Doppelte.

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  • Ich würde Costa Rica auch bevorzugen, gehört es doch NICHT zur EU, was aus meiner Sicht wichtig ist. Nachteilig ist allerdings die weite (und auch komplizierte ?) Anreise.

  • Ich würde mir eher ein Haus in einer klimatisch gemäßigten Zone suchen, denn wenn russisches Gas oder Öl knapp wird, hat man in Schweden auch nichts mehr zu lachen.
    Die Winter können dann endlos lange sein.
    Besser ist ein Land in dem ...
    1. reichlich Wasser zur Verfügung steht
    2. das ganze Jahr keine Heizung benötigt wird
    3. genug Platz vorhanden ist, um anderen Homo Sapiens aus dem Weg gehen zu können

    Ich habe mich kürzlich aus genau diesen Gründen für Costa Rica entschieden.

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