DüsseldorfWenn in Berlin-Kreuzberg eine Wohnung vermietet wird, dann stehen die Interessenten Schlange. Auf eine Wohnungsanzeige kommen im Durchschnitt mehr als 14 Bewerber. Das sind gut 50 Prozent mehr als noch vor drei Jahren. Dabei ist Berlin nicht mal rekordverdächtig. In München ist die Wohnungsnot seit Jahren groß – und sie verschärft sich immer mehr. Im Stadtteil Obergiesing melden sich im Schnitt 38 Bewerber auf ein Inserat. Hier beträgt die Steigerungsrate rund 350 Prozent.
Diese nüchternen Zahlen, die das Internetportal Immobilienscout 24 berechnet, lassen sich ganz einfach übersetzen: Die Nachfrage in den Metropolen wächst, das Angebot nicht. Das hat Folgen für den gesamten Immobilienmarkt.
Durchschnittspreis 2012: 2.352 Euro/qm
Preisentwicklung bis 2015: +15,7 Prozent
Quelle: Feri Eurorating Service AG
Durchschnittspreis 2012: 3.401 Euro/qm
Preisentwicklung bis 2015: +11,3 Prozent
Durchschnittspreis 2012: 1.279 Euro/qm
Preisentwicklung bis 2015: +10,1 Prozent
Durchschnittspreis 2012: 2.331 Euro/qm
Preisentwicklung bis 2015: +9,8 Prozent
Durchschnittspreis 2012: 1.148 Euro/qm
Preisentwicklung bis 2015: +9,6 Prozent
Durchschnittspreis 2012: 2.212 Euro/qm
Preisentwicklung bis 2015: +9,3 Prozent
Durchschnittspreis 2012: 1.813 Euro/qm
Preisentwicklung bis 2015: +8,8 Prozent
Durchschnittspreis 2012: 2.600 Euro/qm
Preisentwicklung bis 2015: +8,4 Prozent
Durchschnittspreis 2012: 2.268 Euro/qm
Preisentwicklung bis 2015: +8,3 Prozent
Durchschnittspreis 2012: 1.894 Euro/qm
Preisentwicklung bis 2015: +8,0 Prozent
Durchschnittspreis 2012: 1.131 Euro/qm
Preisentwicklung bis 2015: +7,6 Prozent
Durchschnittspreis 2012: 1.585 Euro/qm
Preisentwicklung bis 2015: +7,2 Prozent
Durchschnittspreis 2012: 1.975 Euro/qm
Preisentwicklung bis 2015: +7,1 Prozent
Durchschnittspreis 2012: 2.459 Euro/qm
Preisentwicklung bis 2015: +6,8 Prozent
Durchschnittspreis 2012: 766 Euro/qm
Preisentwicklung bis 2015: +4,8 Prozent
Die Kosten für Wohnen steigen kräftig an. Laut Ratingagentur Feri dürften die Mieten in Berlin, Frankfurt, München und Hamburg den nächsten zwei Jahren zwischen acht und elf Prozent steigen. Die Kaufpreise sollen vielerorts sogar noch schneller steigen, in Hamburg bis 2015 sogar um bis zu 16 Prozent.
Nicht nur niedrige Neubauquoten und der Zuzug in die Innenstädte treiben die Kosten für die eigenen vier Wände. Die Finanzindustrie, reiche Familien und internationale Investoren haben den deutschen Wohnimmobilienmarkt für sich entdeckt. Seit 2009 verdreifachte sich das Volumen der Transaktionen laut einer Untersuchung von Ernst & Young auf elf Milliarden Euro. „Der deutsche Immobilienmarkt hat eine große internationale Anziehungskraft“, sagt Hartmut Fründ von Ernst & Young Real Estate.
Durchschnittspreis 2012: 10,4 Euro/qm
Preisentwicklung bis 2015: +10,5 Prozent
Quelle: Feri Eurorating Services AG
Durchschnittspreis 2012: 12,6 Euro/qm
Preisentwicklung bis 2015: +9,5 Prozent
Durchschnittspreis 2012: 11,5 Euro/qm
Preisentwicklung bis 2015: +9,3 Prozent
Durchschnittspreis 2012: 6,1 Euro/qm
Preisentwicklung bis 2015: +8,3 Prozent
Durchschnittspreis 2012: 7,5 Euro/qm
Preisentwicklung bis 2015: +8,2 Prozent
Durchschnittspreis 2012: 8,9 Euro/qm
Preisentwicklung bis 2015: +7,7 Prozent
Durchschnittspreis 2012: 7,2 Euro/qm
Preisentwicklung bis 2015: +7,5 Prozent
Durchschnittspreis 2012: 9,4 Euro/qm
Preisentwicklung bis 2015: +7,2 Prozent
Durchschnittspreis 2012: 7,2 Euro/qm
Preisentwicklung bis 2015: +7,1 Prozent
Durchschnittspreis 2012: 9,6 Euro/qm
Preisentwicklung bis 2015: +7,1 Prozent
Durchschnittspreis 2012: 5,7 Euro/qm
Preisentwicklung bis 2015: +7,1 Prozent
Durchschnittspreis 2012: 9,2 Euro/qm
Preisentwicklung bis 2015: +6,9 Prozent
Durchschnittspreis 2012: 8,7 Euro/qm
Preisentwicklung bis 2015: +6,7 Prozent
Durchschnittspreis 2012: 4,9 Euro/qm
Preisentwicklung bis 2015: +5,4 Prozent
Durchschnittspreis 2012: 6,3 Euro/qm
Preisentwicklung bis 2015: +4,5 Prozent
Zuletzt habe es sogar einige Deals in Milliardenhöhe gegeben. Die Wohnungsgesellschaft Deutsche Wohnen investierte rund 1,2 Milliarden Euro für Wohnungen aus dem Bestand der BauBeCon, Patrizia Immobilen gab sogar 1,4 Milliarden Euro für Wohnungen der LBBW Immobilien aus. Transaktionen in dieser Größenordnung seien noch vor zwei Jahren kaum denkbar gewesen, so Fründ.
Die Experten der Beratungsgesellschaft erwarten, dass Wohnimmobilien weiterhin gefragt bleiben. Das Transaktionsvolumen werde 2013 weiter auf hohem Niveau liegen – und damit deutlich über dem Schnitt der vergangenen Jahre. Klares Signal: Der Boom geht weiter.
Die Analyse der Unternehmensberatung beruht auf einer Umfrage unter 120 Unternehmen und Investoren, darunter Banken, Versicherer, Fonds und Immobiliengesellschaften. Danach beurteilen fast alle Immobilienprofis den deutschen Markt positiv. Auf die Frage: „Wie beurteilen Sie die Attraktivität Deutschlands“ antworteten 99 Prozent der Befragten mit „sehr attraktiv“ oder „attraktiv“. Und: 65 Prozent der Befragten möchten nächstes Jahr in Wohnimmobilien investieren, Büro- oder Einzelhandelsobjekte sind nicht annähernd so gefragt.

Leider ist der Leerstand an einem Ende der Republik und der Bedarf nach ihm am anderen. Hat jemand von den Herrschaften, die diesen ominösen Herrn Leerstand immer und immer wieder als den allein selig machenden Problemlöser preisen, eine Methode entwickelt, den Herren aus dem Ruhrgebiet oder Chemnitz weg und nach Berlin oder München zu bringen? Das wäre dann das Bundesverdienstkreuz am Bande und der Nobelpreis in Einem.
So lange der Leerstand an der Ruhr wohnt, wohnen hier in Berlin die Leute nicht.

Jetzt hab' ich doch endlich mal begriffen, wes' Feind ich denn eigentlich bin. Bin so ein dummer Gutmensch, hab' kein Auto, wohne innerstädtisch, Büronah, fahre U-Bahn, wohne im Mietshaus (flächenschonend) un hab' mir keinen Palast auf die grüne Wiese gesetzt und dann nach neuem Straßenanschluss gebrüllt, der mir nachher zu teuer war. Ich hab' dann schon im Rheinland, von wo ich irgendwann nach berlin gezogen bin, festgestellt, ohne es zu begreifen, dass man sich damit Feinde macht.
Jetzt hab' ich es begriffen, Danke schön.
Vielleicht darf man aber auch einmal, wenigstens einmal, ja? - die Kehrseite der Medaille darstellen, ohne von der Landlust-Lobby zum Staatsfeind Nr. 1 deklariert zu werden: A.) Sie zahlen auch, verherte Landbewohner, und das ist auch gut so. Sprit ist teuer, Kfz-Steuer kostet, und, und, und.... B.) Umweltschutz ist doch kein leerer Wahn, selbst die Amerikaner haben es begriffen, die Landlustlobby wird's wohl auch noch lernen; Straßen in's Nirgendwo, Supermärkte auf'm Acker, mit Kanalisation, mit Strassenanschluss, - die Zeche dafür zahlen wir auch alle mit, ob wir das gut finden oder nicht, wo bleibt denn da die Verteilungsgerechtigkeit?
Nun regen Sie sich aber bitte gleich wieder ab, bloss kein Herzinfarkt, wo doch auf dem Land die Krankenwagen immer länger brauchen.... ich hab' nix gegen Leute, denen es auf dem Land besser gefällt als mitten in der Großstadt. Muss ja jeder selber wissen, was er will und was er mag. Nur - ich weiß, ich bin naiv - wenn doch die Landlustlobby mir Großstadtpflanze gegenüber genauso tolerant wäre, was wäre das doch schön.....

Nein, sie können in München nicht einfach in den Vorort ziehen, das können Sie nicht mal mehr in Hamburg. Die teuren Mieten haben in beiden Städten längst die Vororte erreicht, in München gehen jetzt die Sozialbauwohnungen in Hochhaussiedlungen aus der Mietpreisbindung, die Mieten schnellen hoch, dass dei Umzugsunternehmen ihre wahre Wonne haben. Berlin ist noch nicht so weit, aber die ersten Ghettoisierungstendenzen haben wir hier auch schon, mit allen absehbaren sozialen Folgen.
Es geht bei dem Thema bestimmt um Vieles, das einzige worum es garantiert nicht geht, sind schicke Appartments in München Innenstadt oder in Hamburg an der Binnenalster. Die bewegen sich in Preisklassen, da hat der Staat ohnehin schon lange ausgespielt. Allein in Berlin reden wir von Milliardeninvestitionen pro Jahr, ganze Fonds haben das Geschäft mit der teuren Immobilie entdeckt. Bitte vergessen Sie die Vorstellung vom Hartzer am Gendarmenmarkt ganz schnell.
Ich weiß, im Ruhrgebiet liegt die Sache anders. Aber 1.) ziehen da viele Leute weg, weil die Arbeit in anderen Städten ist, und da steigen dann die Mieten, die im Ruhrgebiet sinken. Aussuchen können sich die Leute daher ihren Standort nicht. 2.) Hat gerade in den "Boomtowns" Deutschlands der soziale Wohnungsbau schon vor Jahren praktisch aufgehört, Leerstände gab es verhältnismäßig wenig, so dass jeder kontinuierliche Zuzug, den man ja eigentlich will, die Lage verschärft. Im Niedrigpreissegment investiert kein Fonds, wenn er mit Luxusobjekten ein Vermögen machen kann. Der Einzige, der in dieses Segment investieren kann, während die Preisralley läuft, ist nun mal die öffentliche Hand.






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