Ratgeber + Hintergrund

„Wohnen ist in Deutschland zu billig“

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"Die Kreditkonditionen sind fantastisch"

Manche Vermieter sparen sich die Instandhaltung, lassen Wohnungen verkommen, um ihre Erträge auf zu steigern. Was halten Sie davon?

Das halte ich für extrem kurzfristig gedacht und auch kaufmännisch nicht sinnvoll. Die beste Investition, die man als Wohnungseigentümer machen kann, ist immer die, in die eigene Wohnung. Man ist immer wieder überrascht, was schon kleine Maßnahmen bringen, um die Rentabilität zu steigern.

Die Gagfah schüttet dafür üppige Dividenden aus.

Zur Gagfah möchte ich nichts sagen. Die müssen selber sehen, was richtig und was falsch ist. Wir würden so nicht investieren. Unsere Dividenden werden übrigens auch kräftig steigen, sie sind durch unseren Cash Flow bislang doppelt abgedeckt. Der operative Cash Flow wird sich binnen zwei Jahren um 50 Prozent steigern - allein aus dem Bestandsportfolio. Das geht auch mit einer wirtschaftlich nachhaltigen Strategie.

Wie möchten Sie in ihrem Unternehmen die Rentabilität steigern, um für Anleger noch attraktiver zu werden?

Wir haben da zahlreiche Möglichkeiten. Die Mieten steigen um knapp drei Prozent pro Jahr. Dazu kommt der Leerstandsabbau. Wir haben aktuell noch elf Prozent Leerstand, den wir bewusst eingekauft haben und jetzt vermieten. Dazu kommen Synergieeffekte aus unseren Akquisitionen Colonia und der ehemaligen DKBI. Allein aus der letzten Akquisition erwarten wir zwölf Millionen Synergieeffekte.

Immobilien Wo Mieten und Kaufpreise steigen werden

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Planen Sie weitere Zukäufe?

Wir schauen uns den Markt natürlich an. Wir schlagen immer dann zu, wenn Objekte weit unter Wert zu haben sind. Dazu bedarf es günstiger Gelegenheiten. Das haben wir zweimal gut geschafft. Ob wir es noch ein drittes Mal schaffen? Wer weiß.

Wie sondieren Sie den Markt?

Wir bieten immer fleißig 20 Prozent unter dem eigentlichen Wert. Meistens legen die Verkäufer dann umgehend den Telefonhörer auf. Manchmal aber nicht. Ich kann aber nicht versprechen, ob in naher Zukunft etwas passiert. Eins kann ich sagen: Wenn wir nochmal eine Chance wie in der Vergangenheit erhalten, dann greifen wir zu. Bedingung: Es muss den Nettoinventarwert je Aktie steigern.

Kommen Sie derzeit leicht an Kredite bei den Banken?

Aktuell konkurrieren die Banken um die Kredite, bei uns sind das 40 Institute. Wir hoffen, dass die Zahl noch größer wird. Das ist sehr arbeitsintensiv, schafft aber immer wieder Konkurrenzsituationen. Das drückt die Zinskosten. Wir bekommen im Moment fantastische Konditionen.

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Welchen Einfluss haben die historisch niedrigen Zinsen?

Das ist ganz wichtig. Dadurch fallen unsere Kosten deutlich. Bei den Krediten, die wir jetzt verlängern, stand früher eine fünf oder sechs vor dem Komma. Aktuell finanzieren wir zu einem Satz von rund 3,0 Prozent. Selbst wenn die Kapitalmarktzinsen steigen würden, würden unsere Kosten also sinken. Alles in allem steigt unser Cash Flow von 40 Millionen Euro auf 60 Millionen Euro.

Dass die Zinsen so niedrig sind, ist verlockend. Mancher tätigt Investitionen, die eigentlich gar nicht sinnvoll sind.

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Sie kriegen das günstige Geld nicht für eine hundertprozentige Beleihung, sondern bei Kreditquoten zwischen 50 und 60 Prozent. Daher brauchen sie signifikante Beträge von Eigenkapital. Das sorgt für Disziplin. Unsere Kreditquote ist ohnehin schon höher als bei der Konkurrenz. Das werden wir eher reduzieren.

  • 31.01.2013, 20:43 Uhrfritzle

    Natürlich ist Wohnen zu billig.

    Wer als Normalbürger in den letzten Jahren in den Verdichtunsräumen versucht hat ein Eigenheim zu erwerben, wird festgestellt haben, dass er sich entweder ruinös verschulden muss oder kein Eigenheim bekommt. Das kommt daher, dass er mit dem Geldadel konkurriert, der sein unvorstellbares Vermögen über Immobilien vor dem Währungsverfall schützen will. Der Geldadel erwartet natürlich ein standesgemäßes Auskommen gemäß dem Grundprinzip des feudalen Lebenswandels aus leistungslosem Einkommen. Und dafür muss halt die Mehrheit bluten.

    Das Spiel ist das gleiche wie bei den Rohstoffen von Lebensmitteln bis Öl und den Zinskosten, die mit allen hergestellten Produkten den feudalen Lebensstil dieser parasitären "Elite" ermöglichen. Ein Schloß hier, ein bischen Champagner dort, ein Wohchende in Kitzbühl, die Privatschule für die Kinder etc. .. Das muss ja schließlich jemand verdienen / erarbeiten. Und das wir diese bornierte Parsiten-Elite garantiert nicht selbst leisten. im Gegenteil: sie verabscheuen diese Proletarier, die ihren Lebensunterhalt noch durch Arbeit und Leistung erwerben müssen. Denn Leistung ist kein Begriff dem Sie irgendeine Bedeutung zumessen.

  • 31.01.2013, 16:15 UhrDu_kannst_mich

    Zitat: "Wohnen ist zu günstig".

    GENAU!!! Deshalb baue ich ein Wohnmobil, restauriere eine Yacht und kaufe lieber ein portables Haus, weil es ist abzusehen, dass noch mehr Ä...he so denken wie dieser Snob.

    Die Mieten haben sich ja erst nur verdoppelt in gerade mal 10 Jahren, gegenüber gestellt eine Gehaltsteigerung von 20% im gleichen Zeitraum.

  • 05.12.2012, 12:29 UhrRatschbum

    Unglaublich aber wahr, was dieses Individuum hier ablässt.
    Erstaunlich, wenn nicht gar beängstigend aber ist die Tatsache, mit welcher Selbstverständlichkeit und Kaltschnäuzigkeit sich solche Typen hier darstellen.

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