Sind Sie schlauer als andere?
Der deutsche Immobilienmarkt ist sehr fragmentiert und sehr intransparent. Die Preise werden von Leuten getrieben, die nur teilweise professionell agieren, um es mal vorsichtig auszudrücken. Dadurch ergeben sich Gelegenheiten, die wir Profis ausnutzen können; gerade wenn man bereit ist, das Gegenteil dessen zu tun, was alle machen.
Sie sind ein Quereinsteiger in der Branche. Bevor Sie vor drei Jahren Chef von TAG Immobilien wurden, waren Sie Aktienanalyst in London. Woher kommt das Fachwissen?
(lacht) Sie wissen ja, zu viel Fachwissen verwirrt den Manager nur…
Bei Immobilien spielt das keine geringe Rolle. Es geht es um Statik, Haarrisse in der Fassade, den gemeinen Hausschwamm…
Nun ja, ich bin ja nicht völlig ahnungslos. Seit 2003 widme ich mich dem Immobilienmarkt, zuerst nebenberuflich. Da habe ich viel selber gemacht, sei es die Nebenkostenabrechnung, Verträge oder auch technische Dinge. Ich kann also einigermaßen mitreden. Ich habe zwar kein hundertprozentiges Fachwissen oder gar eine Ausbildung in dem Bereich. Es ist aber nicht so, dass mir ein Sachbearbeiter den totalen Bullshit erzählen kann. Ich halte den Mangel an Spezialwissen aber auch für einen Vorteil.
780.000 Euro
790.000 Euro
795.000 Euro
810.000 Euro
860.000 Euro
885.000 Euro
945.000 Euro
975.000 Euro
1.000.000 Euro
1.200.000 Euro
Quelle: Für die aktuelle Analyse wertete das Immobilienportal ImmobilienScout24 über 2,5 Millionen Immobilienangebote aus. Um Vergleichbarkeit herzustellen, wurde hierbei ein Durchschnittshaus mit einer Wohnfläche von 140 m² in durchschnittlicher Lage im Gemeindebereich berechnet. Das durchschnittliche Baujahr beträgt 1982.
Erklären Sie uns das genauer.
In der Branche krankt es ja nicht an Fachwissen. Wir Deutschen sind ja per DNA immer Ingenieure. Alles muss technisch hundertprozentig funktionieren. Was da ein bisschen fehlt, ist jemand, der die Gewinn- und Verlustrechnung im Auge hält und das Kapital da hinschiebt, wo es die höchsten Renditen bringt. Das Denken in Zahlen ist in der Branche noch nicht sehr verbreitet.
Werden Sie von den Fachleuten akzeptiert?
Was bleibt ihnen anderes übrig. Im Ernst: Sie müssen mir nicht alles erklären, ich kann auch mitreden. In der Immobilienbranche ist die Mischung aus fach- und kaufmännischer Kompetenz aber selten. Das muss man so brutal formulieren. Wenn es uns gelingt, das zusammenzuführen, ist das eine gute Sache.
Sie sind bekannt, dass Sie extrem auf die Kosten schauen. Gilt für Sie: Je billiger ein Standort desto besser?
Nein, so kann man das nicht sagen. Es gibt Städte, die gar nicht so günstig sein können, dass sie sich lohnen würden, etwa wenn die demographischen Aussichten sehr schlecht sind.
55.000 Euro
54.000 Euro
53.000 Euro
52.000 Euro
52.000 Euro
52.000 Euro
50.000 Euro
47.000 Euro
45.000 Euro
38.000 Euro
Quelle: Für die aktuelle Analyse wertete das Immobilienportal ImmobilienScout24 über 2,5 Millionen Immobilienangebote aus. Um Vergleichbarkeit herzustellen, wurde hierbei ein Durchschnittshaus mit einer Wohnfläche von 140 m² in durchschnittlicher Lage im Gemeindebereich berechnet. Das durchschnittliche Baujahr beträgt 1982.
Dann verraten Sie uns, was Ihre Lieblingsstandorte sind?
Attraktiv sind einzelne Randbereiche von Berlin oder Hamburg. In den Speckgürteln werden die Mieten und Preise noch steigen. So wie wir das in München schon sehen. Der Unterschied zwischen den Mieten in der Münchener Innenstadt, und den Gegenden, die mit dem Auto eine Dreiviertelstunde oder eine Stunde entfernt liegen, ist schockierend gering. Für uns heißt das: der Markt ist ausgereizt.
Wie sieht es mit Frankfurt aus?
Frankfurt ist für uns nicht interessant. Die Entwicklung ist ähnlich wie in München, wenn auch noch nicht so weit fortgeschritten. Außerdem hätten wir in Frankfurt keine Synergien zum Bestandsgeschäft.
Worauf schauen Sie noch?
Was ich sehr interessant finde, sind mittelgroße Städte in Metropolregionen, zum Beispiel Magdeburg, Braunschweig oder Wolfsburg oder Erfurt. Wenn Sie dort günstig einkaufen können, haben Sie gute Chancen auf Mietsteigerungen. Das gleiche gilt für Städte entlang der A4 von Erfurt bis Dresden, das gleiche gilt auch für manche Städte in Nordrhein-Westfalen im Umkreis von Köln und Düsseldorf.

Natürlich ist Wohnen zu billig.
Wer als Normalbürger in den letzten Jahren in den Verdichtunsräumen versucht hat ein Eigenheim zu erwerben, wird festgestellt haben, dass er sich entweder ruinös verschulden muss oder kein Eigenheim bekommt. Das kommt daher, dass er mit dem Geldadel konkurriert, der sein unvorstellbares Vermögen über Immobilien vor dem Währungsverfall schützen will. Der Geldadel erwartet natürlich ein standesgemäßes Auskommen gemäß dem Grundprinzip des feudalen Lebenswandels aus leistungslosem Einkommen. Und dafür muss halt die Mehrheit bluten.
Das Spiel ist das gleiche wie bei den Rohstoffen von Lebensmitteln bis Öl und den Zinskosten, die mit allen hergestellten Produkten den feudalen Lebensstil dieser parasitären "Elite" ermöglichen. Ein Schloß hier, ein bischen Champagner dort, ein Wohchende in Kitzbühl, die Privatschule für die Kinder etc. .. Das muss ja schließlich jemand verdienen / erarbeiten. Und das wir diese bornierte Parsiten-Elite garantiert nicht selbst leisten. im Gegenteil: sie verabscheuen diese Proletarier, die ihren Lebensunterhalt noch durch Arbeit und Leistung erwerben müssen. Denn Leistung ist kein Begriff dem Sie irgendeine Bedeutung zumessen.

Zitat: "Wohnen ist zu günstig".
GENAU!!! Deshalb baue ich ein Wohnmobil, restauriere eine Yacht und kaufe lieber ein portables Haus, weil es ist abzusehen, dass noch mehr Ä...he so denken wie dieser Snob.
Die Mieten haben sich ja erst nur verdoppelt in gerade mal 10 Jahren, gegenüber gestellt eine Gehaltsteigerung von 20% im gleichen Zeitraum.

Unglaublich aber wahr, was dieses Individuum hier ablässt.
Erstaunlich, wenn nicht gar beängstigend aber ist die Tatsache, mit welcher Selbstverständlichkeit und Kaltschnäuzigkeit sich solche Typen hier darstellen.






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