Ratgeber + Hintergrund

„Wohnen ist in Deutschland zu billig“

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"Unsere Aktie ist ein klarer Kauf"

Wieso? Der Markt bietet doch gute Chancen?

Wir reduzieren unsere Beleihung auch, weil sich die Anleger für ein Immobilien-Unternehmen im MDax - wie unseres - ein stabiles, risikoarmes Investment wünschen und das auch bekommen sollen.

Wie ist ihre Zinsprognose? Die Sätze sind ja in den vergangenen Wochen wieder angestiegen?

Wir gehen keine Zinsrisiken ein. Das kaufmännische Vorsichtsprinzip diktiert, dass  wir Darlehen grundsätzlich langfristig vereinbaren. Unsere durchschnittliche Kreditlaufzeit liegt bei weit über sieben Jahren. Ob das gut oder schlecht ist, weiß man erst hinterher. Wir sind aber nicht besorgt, dass die Zinsen schnell wieder steigen und sichern uns dagegen nicht ab.

Viele Banken empfehlen aktuell mit Forward-Darlehen gegen steigende Zinsen.

Wir sichern uns weder mit Derivaten noch mit Forward-Darlehen ab. Bei Forward-Darlehen ist das Pricing unserer Meinung nach nicht attraktiv. Ich persönlich glaube nicht, dass die Zinsen auf Sicht von zwölf Monaten dramatisch steigen werden.

Was ist mit den Versicherern? Die versuchen sich auch als Kreditgeber.

Darüber lese ich sehr viel. Bislang spüren wir davon aber recht wenig. Wir haben aktuell aber kein Darlehen einer Versicherung.

Welche Immobilienaktien unter Wert notieren

  • Deutsche Wohnen

    Nettoinventarwert (NAV)*: 1,8 Milliarden Euro

    Börsenwert: 2,01 Milliarden Euro

    Differenz: + 11,7 Prozent

    Quelle: Bloomberg, Stand: 10.09.12, *geschätzt für 2013

  • GSW Immobilien

    Nettoinventarwert (NAV): 1,4 Milliarden Euro

    Börsenwert: 1,49 Milliarden Euro

    Differenz: + 6,9 Prozent

  • Deutsche Euroshop

    Nettoinventarwert (NAV): 1,28 Milliarden Euro

    Börsenwert: 1,52 Milliarden Euro

    Differenz: + 18,6 Prozent

  • IVG Immobilien

    Nettoinventarwert (NAV): 999 Millionen Euro

    Börsenwert: 382 Millionen Euro

    Differenz: - 61,7 Prozent

  • TAG Immobilien

    Nettoinventarwert (NAV): 891 Millionen Euro

    Börsenwert: 802 Millionen Euro

    Differenz: - 9,9 Prozent

  • Alstria Office

    Nettoinventarwert (NAV): 853 Millionen Euro

    Börsenwert: 708 Millionen Euro

    Differenz: - 16,9 Prozent

  • DIC Asset

    Nettoinventarwert (NAV): 669 Millionen Euro

    Börsenwert: 332 Millionen Euro

    Differenz: - 50,4 Prozent

  • Prime Office

    Nettoinventarwert (NAV): 419 Millionen Euro

    Börsenwert: 178 Millionen Euro

    Differenz: - 57,5 Prozent

  • Patrizia Immobilien

    Nettoinventarwert (NAV): 357 Millionen Euro

    Börsenwert: 261 Millionen Euro

    Differenz: - 26,9 Prozent

Viele Versicherer möchten auch als Investor in den Markt. Fürchten Sie sich vor der Konkurrenz?

Man muss damit rechnen, dass da mal was kommt. Das Geschäft muss aber jemand machen. Die Versicherungsbranche müsste dazu qualifiziertes Personal im großen Stil einstellen. Davon ist bislang nichts zu sehen.

Die Branche hat bislang keine Ahnung von dem Geschäft?

Das würde ich so nicht formulieren. Es scheitert daran, dass sie einen intelligenten Prozess aufsetzen müssten. Dazu brauchen sie eine Hundertschaft Fachleute, die weiß, was sie tut. Das ist gar nicht so einfach.

Was ändert sich durch den Aufstieg in den MDax?

Strategisch nichts. Es gibt höhere Anforderungen an Transparenz und Investor Relations. Es gibt gestiegenes Interesse der Anlegerklasse Mid Cap Fonds. Institutionelle Investoren aus diesem Bereich gab es bislang bei uns kaum. 20 bis 25 Prozent könnten bald an diese Investoren gehen.

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Ratgeber Immobilien: Immobilien-Ratgeber

Warum sollten Anleger Ihre Aktie kaufen?

Unsere Aktie hat 20 Prozent Abschlag zum Nettoinventarwert. Ein klarer Kauf.

Wann erreicht das Papier denn seinen wahren Wert?

Wir waren ja mal ein hässliches Entlein. Wir waren sehr klein und sehr unprofitabel. Im zweiten Quartal konnte man zum ersten Mal sehen, was wir für ein Cash-Flow-Potenzial haben. Ich vermute, es braucht noch ein bis zwei Quartale, bis der Markt das sieht. Unsere Strategie ist anders als die der Konkurrenz. Wir können beweisen, dass wir einen höheren Cash Flow generieren als unsere Mitstreiter.

Was soll Anleger sonst noch locken?

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In der Vergangenheit haben wir wenig verkauft. Das wird sich jetzt ändern. Wir nutzen den Immobilienboom und werden kleinere Teile an den Markt bringen. Das werden wir zu Konditionen tun, die weit über dem eigentlichen Buchwert liegen. Das ist ein Signal an den Markt.

  • 31.01.2013, 20:43 Uhrfritzle

    Natürlich ist Wohnen zu billig.

    Wer als Normalbürger in den letzten Jahren in den Verdichtunsräumen versucht hat ein Eigenheim zu erwerben, wird festgestellt haben, dass er sich entweder ruinös verschulden muss oder kein Eigenheim bekommt. Das kommt daher, dass er mit dem Geldadel konkurriert, der sein unvorstellbares Vermögen über Immobilien vor dem Währungsverfall schützen will. Der Geldadel erwartet natürlich ein standesgemäßes Auskommen gemäß dem Grundprinzip des feudalen Lebenswandels aus leistungslosem Einkommen. Und dafür muss halt die Mehrheit bluten.

    Das Spiel ist das gleiche wie bei den Rohstoffen von Lebensmitteln bis Öl und den Zinskosten, die mit allen hergestellten Produkten den feudalen Lebensstil dieser parasitären "Elite" ermöglichen. Ein Schloß hier, ein bischen Champagner dort, ein Wohchende in Kitzbühl, die Privatschule für die Kinder etc. .. Das muss ja schließlich jemand verdienen / erarbeiten. Und das wir diese bornierte Parsiten-Elite garantiert nicht selbst leisten. im Gegenteil: sie verabscheuen diese Proletarier, die ihren Lebensunterhalt noch durch Arbeit und Leistung erwerben müssen. Denn Leistung ist kein Begriff dem Sie irgendeine Bedeutung zumessen.

  • 31.01.2013, 16:15 UhrDu_kannst_mich

    Zitat: "Wohnen ist zu günstig".

    GENAU!!! Deshalb baue ich ein Wohnmobil, restauriere eine Yacht und kaufe lieber ein portables Haus, weil es ist abzusehen, dass noch mehr Ä...he so denken wie dieser Snob.

    Die Mieten haben sich ja erst nur verdoppelt in gerade mal 10 Jahren, gegenüber gestellt eine Gehaltsteigerung von 20% im gleichen Zeitraum.

  • 05.12.2012, 12:29 UhrRatschbum

    Unglaublich aber wahr, was dieses Individuum hier ablässt.
    Erstaunlich, wenn nicht gar beängstigend aber ist die Tatsache, mit welcher Selbstverständlichkeit und Kaltschnäuzigkeit sich solche Typen hier darstellen.

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