Trendviertel 2011
In Frankfurt treiben die Banker die Mieten

So schnell wie Frankfurt Wohnungen braucht, kann nicht neu gebaut werden. Der Platz in der Bankenmetropole wird immer knapper, Mieten schießen in die Höhe wie die Wolkenkratzer - aber nicht in jedem Viertel gleich stark.
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FrankfurtDie meisten kommen des Geldes wegen nach Frankfurt. Man verdient gut, wird sein Geld aber auch schnell wieder los. Die Stadt ist eine der teuersten in Deutschland. Jeder, der sich schon mal nach einer Wohnung umgesehen hat, kann das bestätigen. „Der Wohnungsmarkt ist nach wie vor sehr angespannt“, sagt Sebastian Grimm von der Beratungsgesellschaft Jones Lang Lasalle. „Es gibt eine starke Nachfrage, dagegen hinkt der Bau neuer Wohnungen deutlich hinterher.“

Aus dem gesamten Bundesgebiet, aber auch aus dem Ausland zieht es die Menschen nach Frankfurt, aus dem Umland sowieso. Das Frankfurter Statistikamt hat ausgerechnet, dass die Einwohnerzahl der Stadt von 680.000 auf 725.000 im Jahr 2020 steigen wird. Die Menschen kommen, weil es hier Jobs gibt. Sie arbeiten in Banken, Anwaltskanzleien oder Beratungsfirmen, sind meist noch jung und verdienen überdurchschnittlich gut.

Besonders verbreitet ist die Spezies der Wochenendpendler; sie sind nur zum Arbeiten in der Stadt und brechen am Wochenende gen Heimat auf. In Frankfurt wimmelt es von diesen Typen. Der klassische Wochenendpendler lebt allein. Der Anteil von Einpersonenhaushalten ist in den letzten Jahren auf knapp 50 Prozent geklettert; anders ausgedrückt: In beinahe jedem zweiten Haushalt lebt nur eine Person.

Kleine Wohnung, hohe Miete

Besonders groß ist die Nachfrage nach Einzimmerwohnungen bis 45 Quadratmeter. Im Schnitt liegt die Miete für Wohnungen dieser Größe bei 12,40 Euro pro Quadratmeter. Damit sind sie die teuersten am Markt. Zum Vergleich: Der Durchschnittspreis für Wohnungen mit einer Größe zwischen 45 und 90 Quadratmetern liegt bei 10,30 Euro – wobei es letztlich natürlich auf den Stadtteil ankommt.

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