Tool der Woche

Am Anfang steht der Kassensturz

Das Eigenheim ist noch immer der große Traum vieler Deutschen und die Gelegenheit scheint günstig: Noch sind die Zinsen niedrig. Doch wie viel Haus oder Wohnung können Sie sich leisten?
14 Kommentare
Vor dem Kreditantrag müssen die Einnahmen und Ausgaben geprüft werden. Quelle: Getty Images

Vor dem Kreditantrag müssen die Einnahmen und Ausgaben geprüft werden.

(Foto: Getty Images)

DüsseldorfDie Zinsen für Immobilienkredite sind auf einem historischen Tiefpunkt und die Nachfrage nach Häusern und Wohnungen steigt. Das klingt nach guten Bedingungen für Immobilienkäufer. Trotzdem sollte sich niemand vorschnell auf Betongold stürzen. Ist das persönliche Einkommen zu gering, kann die Zinslast schnell das Haushaltsbudget sprengen.

Bevor die Entscheidung für ein Eigenheim fällt, sollten Verbraucher erst einmal einen Kassensturz machen: Welche Einnahmen fließen monatlich aufs Konto und welche Ausgaben stehen dem gegenüber? „Viele Verbraucher wissen gar nicht, wofür sie ihr Geld ausgeben, Miete und Nebenkosten können viele zwar noch angeben, doch danach hört es schnell auf“, sagt Hartmut Schwarz von der Verbraucherzentrale Bremen.

Er rät deshalb dazu, über einige Wochen ein Haushaltsbuch zu führen. Darin müssen Verbraucher zwar nicht jedes einzelne Brot und jede Cremetube auflisten, sollten ihre Ausgaben aber nach Kategorien sortieren. „Kosten für Kleidung oder Kultur können häufig als Kleinbeträge erscheinen, doch sie läppern sich“, so Schwarz. Unter Umständen können Verbraucher aber auch positive Überraschungen erleben.

Eine Übersicht, an welche Lebensbereiche man dabei denken sollte, bietet auch der Budget-Rechner auf Handelsblatt Online. Hier können Nutzer zunächst ihre Einnahmen eintragen, vom Nettoeinkommen über Einnahmen aus Verpachtung bis hin zu Unterhaltsleistungen. Die Kosten sind in Ausgaben rund ums Wohnen, Ausgaben für den täglichen Lebensunterhalt, für Versicherungen, Geldanlage, Auto, Freizeitkosten und Kinder gegliedert.

Wer sofort in die eigene Immobilie einzieht, kann beim Online-Rechner die Kaltmiete noch zum verfügbaren Budget hinzurechnen. Aber diese Summe sollte dennoch nicht komplett für einen Finanzierung verwendet werden. „Man muss immer damit rechnen, dass bei der Immobilienfinanzierung oder in sonstigen Lebensbereichen unvorhergesehene Kosten entstehen“, warnt Verbraucherschützer Schwarz. Für die „hohe Kante“ empfiehlt er eine Notreserve von drei Nettomonatsgehältern.

Das Eigenkapital bleibt wichtig
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Tool der Woche - Am Anfang steht der Kassensturz

14 Kommentare zu "Tool der Woche: Am Anfang steht der Kassensturz"

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • @banker

    [...]

    Stammtischgeschwätz? Ja von Ihnen. Italienischer Wohnstandard ist legendär. Besser als unsere deutschen Buden. Und natürlich sind es ausgerechnet deutsche Mieter die vom Kauf einer Immobilie zurückschrecken. Offenbar der deutsche Virus der nur nördlich der Alpen um sich wütet. Fällt Ihnen keine intelligentere Erklärung ein?

    Und bezüglich Statistiken lesen können? Sie offenbar nicht. Ich habe meine Quellen angegeben (mit Link!). Sie haben gar nichts - außer heiße Luft abgelassen.

    Es bleibt dabei: Pro-Kopf-Vermögen ist pro-Kopf-Vermögen. Und das ist in den Südländern wesentlich größer als in Deutschland. Schwule Ausreden über die schlechten deutschen Arbeits- und Sozialgesetze die zu dieser Verelendung führen interessieren NIEMAND. [...]
    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Was hier wieder mal für Stammtischparolen kursieren - ach wir sind ja so arm hier.
    Gabriela hat es schon passend ausgeführt, aber alle wissen es ja besser...
    Schaut Euch einfach mal die Eingentumsquoten in den verschiedenen Ländern an. Natürlich baut sich so Wohlstand auf. Die Menschen die in Deutschland Immobilien besitzen, schauen Erfahrungsgemäß auch danach, dass Ihre Kinder/Enkel usw. unterstützt werden, dass die sich ebenfalls Wohneigentum leisten können. Viele Mieter kämen gar nicht auf die Idee, dass man ja auch kaufen kann oder haben angst vor der langen Bindung an eine Immobilie und der Finanzierungsdauer.
    Punkte die in Deutschland allerdings den Immobilienbau oder Erwerb erschweren sind natürlich die extremen Bauauflagen, die Bauvorhaben unglaublich verteuern. Andererseits haben wir dafür auch wesentlich höheren Wohnstandard. Was in südlichen Ländern oft als normale Wohnung gilt, würde hier nicht mal für HartzIV Empfänger als wohntauglich angesehen.
    Wie gesagt, die Politik trägt einen Teil dazu bei, wir selber aber auch ein großes Stück.
    @Kleeblatt - keine Ahnung wie man Statistiken liest? Aber egal - Hauptsache mal Gabriela kräftig über den Mund gefahren - viel Spaß beim Stammtisch!

  • @Gabriela

    Leeres Geschwätz eben. Sagte ich doch. Verweisen sie doch gleich aufs World-wide-web. Fakten und konkrete Links können Sie nicht liefern.

  • @Kleeblatt.

    "Och jooo, wir Deutsche wollen einfach kein besseres Pro-Kopf-Vermögen und kein Eigenheim. So einfach ist das. Wir wollen das so." -> Es ist immer einfacher, mit dem Finger auf andere zu zeigen als bei sich selbst anzufangen. Einmal ist der der liebe Herr Schröder, dann die Südeuropäer, morgen Europa.

    und übrigens:

    " 2.) In Portugal arbeiten Beamte 35 Stunden die Woche und bekommen ein 13. und ein 14. Monatsgehalt." -> Es ist doch egal, ob man 12 oder 14 Monatsgehälter bekommt. Diskussionsbasis muss das Gesamtjahresbruttogehalt sein, ob das 12, 13 oder 14 mal aufgeteilt ist, ist doch gleich.

    Und wenn wir es ganz genau nehmen wollen, dann sind Fakten ohne die jeweilige Quellenangabe eh wenig bedeutsam. Die Istat ist das italienische Amt für Statistik. Da sind sie an der Quelle zu den von mir genannten Punkten.

    Vielen Dank für die anregende Disckussion

    Einen schönen Abend noch

  • @Gabriela

    ISTAT - dort kann man sich austoben.

    Nein, Sie stellen Behauptungen auf, - Sie liefern die Beweise, wonach italienische Studenten näher am Elternhaus studieren als deutsche. Toben Sie sich mal aus! Bis dahin leeres Geschwätz.

  • qGabriela

    Och jooo, wir Deutsche wollen einfach kein besseres Pro-Kopf-Vermögen und kein Eigenheim. So einfach ist das. Wir wollen das so.

  • @ Kleeblatt

    Ich interpretiere da nicht. Ich erkläre das Phänomen des Pro_Kopf-Vermögens lediglich mit dem Argument der Mentalität. Und natürlich studieren italinienische Kinder auch (die Berufsschule wie in Deutschland gibt es nicht, entweder man geht studieren oder arbeiten). Es wird aber versucht, eine räumlich nahe Universität zu finden.

    Was die statistische Untermauerung betrifft, reicht es, auf die Internetseite der ISTAT zu gehen. Dort kann man sich austoben.

  • Nachtrag > Gabriela

    Ach ja, und italienische und spanische Kinder studieren nicht.......

  • @Gabriela

    Wen interessiert Ihre verzweifelte Interpretation?

    Pro-Kopf-Vermögen ist Pro-Kopf-Vermögen und lässt sich nicht uminterpretieren. Was wollen Deutsche in den erbärmlichen Kleinwohnungen bei den Eltern weiterwohnen? In Italien sind die Immobilien groß genug dass man auch eine Zeit lang bei den Eltern leben kann. Übrigens eine unwissenschaftliche Behauptung Ihrerseits. Keine Fakten - keine Studien - nur Ausreden.

  • Dass die Italiener ein höheres Pro-Kopf-Vermögen haben und es in Italien ein höheres durchschnittliches pro Kopf-Vermögen gibt als in Deutschland, liegt schlicht weg daran, dass in der italienischen Mentalität Miete zu zahlen, als "herausgeschmissenes Geld" angesehen wird. Die Gesellschaft ist in Italien ganz anders strukturiert. Hier leben die Kinder länger bei den Eltern (im Schnitt bis Ende 20/Anfang 30) und haben damit die Chance das, was sie sonst als Miete zahlen würden, auf die hohe Kante zu legen. Wenn man dann aus dem Elternhaus auszieht (oft, weil man entschiedet zu heiraten und eine Familie zu Gründen) dann ist schon Geld da (dann natürlich von 2 Personen). Und das, was nocht fehlt für ein Eigenheim, wird als Darlehen aufgenommen. Anstatt Miete zu zahlen, wird das Darlehen abgezahlt, gleiche Ausgabe aber eben Investition ins Eigenheim. Bei einem Alter von ca 50 Jahren ist das Darlehen abgezahlt und man kann wieder Geld auf die Seite legen, um eventuell eine Wohnung für die Kinder zu kaufen oder diese beim Kauf zum Mindest zu unterstützen.

    In Deutschland ziehen doch die Kinder aus, sobald sie die Schule fertig haben und gehen zum Studium oder zur Ausbildung. Klar, dass man da noch kein Eigenheim kauft. Entweder zahlen die Eltern die Miete oder das Ausbildungsgehalt muss herhalten. Und wenn man mit Studium oder Ausbildung fertig ist, hat man nicht genug Geld weggelegt, um für eine Bank kreditwürdig zu sein. Und zu Mama und Papa zurück geht nun nicht mehr. Also ist die einzige Mögichkeit wieder die Miete ... Und selbst wenn.. jemand, der in Deutschland mit Mitte-Ende 20 ein Darlehen aufnimmt, ist doch eher ein Paradiesvogel...

    Ähnlich wie in Italien, sieht es übrigens auch in Spanien und Frankreich aus ...

    To make a log story short: Das Eigenheim hat weniger mit der Regierung zu tun, als man hier versucht Glauben zu machen. Es ist schlicht-weg eine Mentalitätssache ...

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%