Tool der Woche
Neue Preisrally beim Strom

Die Stromversorger erhöhen für das nächste Jahr reihenweise ihre Preise. Wer mit einem Wechsel kontert, kann bis zu 300 Euro jährlich sparen. Wie Kunden die günstigsten Anbieter finden und Vertragsfallen vermeiden.
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DüsseldorfSobald die Silvesterraketen verschossen und die Knallfrösche verpufft sind, schlagen die Versorger zu. Auf breiter Front erhöhen sie die Strompreise. In welchem Ausmaß die Preise steigen, zeigt jetzt eine Analyse des Vergleichsportals Verivox für Handelsblatt Online.

Bis Mittwoch dieser Woche hatten die Versorger die Gelegenheit, ihre Kunden über die Preiserhöhungen für 2014 zu informieren. 273 Versorger erhöhen ihre Preise. Nur vier Versorger senken. Im Schnitt steigen die Preise um 3,4 Prozent. Insgesamt sind mehr 8,3 Millionen Haushalte von dem Preisanstieg betroffen.

Einzelne Versorger, wie etwa die Stadt- und Gemeindewerke in Lambsheim, Herne, Ludwigshafen, Südbaar oder Ettlingen erhöhen ihre Tarife um mehr als acht Prozent. Das Elektrizitätswerk Diessen Stadler hebt den Grundversorgungstarif sogar um fast 14 Prozent an. Bei einem üblichen Verbrauch einer Familie von 4.000 Kilowattstunden können die Preiserhöhungen Mehrkosten von bis zu 152 Euro pro Jahr ausmachen. Im Schnitt liegen die Aufschläge bei 39 Euro im Jahr.

„Private Verbraucher und Gewerbekunden können trotz der kommenden Preissteigerungen sparen, wenn sie die Preisunterschiede zwischen den einzelnen Stromversorgern nutzen und den Anbieter wechseln,“ sagt Jan Lengerke, Mitglied der Geschäftsleitung bei Verivox. Laut Vergleichsportal liegt das maximale Sparpotenzial bei einem Verbrauch von 4000 Kilowattstunden rund 300 Euro pro Jahr. Mit dem Verivox-Rechner auf Handelsblatt Online lassen sich die individuell günstigsten Tarife ermitteln.

Trotzdem bleiben viele Kunden ihrem Versorger treu. Nach der letzten Analyse der Bundesnetzagentur für das Jahr 2011 beziehen Wechsler nur 17 Prozent des gesamten Stromverbrauchs von Privatkunden. 40 Prozent werden über die klassischen Grundversorgertarife vertrieben. Diese Tarife sind in der Regel die teuerste Wahl.

Kommentare zu " Tool der Woche: Neue Preisrally beim Strom "

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  • Dies ist politisch so gewollt, und zwar von allen Parteien. (Linke ausgenommen, bis jetzt)
    Wie kann man nur Stromerzeuger Gewinne g a r a n t i e- r e n - Selbst in den USA ist so etwas nicht möglich.

  • HB: "Die Stromversorger erhöhen ...."

    Falsch! Richtig wäre: "Versorger setzen die drastischen Preiserhöhungen der Öko-Lobby um."

  • Sie können beim Stromwechsel genau ein Mal sparen: Wenn sie den teuren Grundversorgungstarif verlassen! Alles andere sind reine Nebelkerzen für die Bürger. Bei jedem dritten Wechsel landet man für ein paar Monate wieder zwangsweise in der Grundversorgung (meist weil der Netzbetreiber den Wechsel unte fadenscheinigen Argumenten verzögert)und schwupps hat man seinen Sparanteil wieder aufgezehrt. Den Stromerhöhungen, die durch die EEG-Umlage entstehen, entkommt man auch beim Discounter nicht. Trotzdem werde ich weiterhin jedes Jahr wechseln, nur um etwas Unruhe in den Markt zu bringen. Und vielleicht werden eines Tages die Stromversorger sich auch mal um ihre Bestandskunden sorgen? Momentan sind wir nur die Melkkühe ...

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