Tool der Woche
Neue Preisrally beim Strom

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Warum die Preise steigen

Obwohl die Preise im nächsten Jahr weiter steigen, sind die Kunden noch glimpflich davongekommen. Seit Mitte 2011 fällt der Strompreis an den Börsen. „Das bringt Druck in den Markt: Wer jetzt noch erhöhen will, muss das sehr gut begründen“, sagte Udo Sieverding von der Verbraucherzentrale NRW. „Sonst kriegt er den Wechsel seines Kunden zur Konkurrenz als Denkzettel.“

Wie stark die einzelnen Versorger von den Marktbewegungen profitieren, hängt davon ab, wie langfristig die Einkaufsverträge laufen. Nach einer Studie der Analysten von Energy Brainpool für die Grünen sanken die Beschaffungskosten zwischen 2009 und 2013 im Schnitt um 1,44 Cent pro Kilowattstunde. Auch die Netzentgelte stagnieren oder steigen nur leicht.

Dass die Strompreise in diesem Umfeld flächendeckend anziehen, liegt an der staatlich verordneten Förderung von Ökostrom. Die EEG-Umlage steigt von knapp 5,3 Cent auf 6,24 Cent pro Kilowattstunde.

„Wir raten zu einem Wechsel in einen Tarif, bei dem die EEG-Umlage für 2014 bereits berücksichtigt ist. Andernfalls besteht die Gefahr, dass kurz nach dem erfolgreichen Stromanbieterwechsel ein Preiserhöhungsschreiben eintrifft“, sagt Lengerke von Verivox.

Ohnehin sollten Kunden bei der Wahl des neuen Anbieters nicht nur auf den Preis achten. Viele Verträge enthalten Klauseln, die Kunden benachteiligen, zum Beispiel Vorauskasse oder eine Kaution. Im Fall einer Insolvenz - wie zuletzt etwa beim Stromanbieter Teldafax - müssen Kunden dann auf ihre Einzahlungen möglicherweise ganz oder teilweise verzichten. Empfehlenswert sind Tarife in der Regel nur dann, wenn sich solche Klauseln nicht darin finden.

Die Vertragslaufzeit sollte niemals länger als eine Preisgarantie sein. Vorsicht: Einige Tarife garantieren zwar den Strompreis, erlauben aber Änderungen bei gesetzlichen Abgaben und Umlagen. Auch sogenannte Pakettarife sind mit Vorsicht zu genießen. Solche Verträge garantieren Preise für bestimmte Verbrauchsmengen. Wer diese überschreitet, muss mit erhöhten Preisen rechnen.

Kommentare zu " Tool der Woche: Neue Preisrally beim Strom "

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  • Dies ist politisch so gewollt, und zwar von allen Parteien. (Linke ausgenommen, bis jetzt)
    Wie kann man nur Stromerzeuger Gewinne g a r a n t i e- r e n - Selbst in den USA ist so etwas nicht möglich.

  • HB: "Die Stromversorger erhöhen ...."

    Falsch! Richtig wäre: "Versorger setzen die drastischen Preiserhöhungen der Öko-Lobby um."

  • Sie können beim Stromwechsel genau ein Mal sparen: Wenn sie den teuren Grundversorgungstarif verlassen! Alles andere sind reine Nebelkerzen für die Bürger. Bei jedem dritten Wechsel landet man für ein paar Monate wieder zwangsweise in der Grundversorgung (meist weil der Netzbetreiber den Wechsel unte fadenscheinigen Argumenten verzögert)und schwupps hat man seinen Sparanteil wieder aufgezehrt. Den Stromerhöhungen, die durch die EEG-Umlage entstehen, entkommt man auch beim Discounter nicht. Trotzdem werde ich weiterhin jedes Jahr wechseln, nur um etwas Unruhe in den Markt zu bringen. Und vielleicht werden eines Tages die Stromversorger sich auch mal um ihre Bestandskunden sorgen? Momentan sind wir nur die Melkkühe ...

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