Trendviertel 2012
Die interessantesten Lagen von Frankfurt

Die Preise in Frankfurt steigen rasant, besonders Lagen im Zentrum sind gefragt. Wo der Kauf von Wohnungen und Häusern jetzt noch lohnt. Und in welchen Vierteln die Preise bald fallen dürften.
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FrankfurtFrankfurt mag für viele Nicht-Frankfurter den Ruf der kühlen, grauen Geschäftsstadt haben, in die man nur zum Arbeiten kommt, in der aber niemand wohnen möchte. Tatsächlich ist die Pendlerquote nach Daten des Immobilienmaklers Aengevelt mit gut 50 Prozent so hoch wie in keiner anderen deutschen Großstadt.

Doch Frankfurt hat sich verändert. Der langgestreckte, schmale Park, der sich durch das Bankenviertel zieht, lässt die Betontürme weniger düster wirken. Seit kurzem werden am Römer – dem Frankfurter Rathaus – weitere Teile der historischen Altstadt wieder aufgebaut. Die Szenegegenden um die Berger Straße und den Schweizer Platz ziehen jeden Neu-Frankfurter an.

Und selbst das Bahnhofsviertel hat seine schlimmsten Zeiten hinter sich. Die Rotlichtmeile beschränkt sich nur noch auf ein paar Blöcke rund um die Taunusstraße, die Drogenabhängigen sind aus dem Straßenbild verschwunden und zwischen den vielen Internetcafés und Handyläden findet man inzwischen immer mehr deutsche Bäcker und Drogeriemärkte.

Zweifellos ist Frankfurt besser als sein Ruf. Und immer mehr Menschen entscheiden sich daher gegen lange Fahrzeiten und ziehen um in die Finanzmetropole. „Der Trend geht eindeutig weg vom Speckgürtel, hinein in die Stadt“, sagt Marcus Cieleback, Forschungsleiter beim Immobilienunternehmen Patrizia.

Für Eigentum im Westend zahlen einige fast 10.000 Euro pro Quadratmeter

Um 7000 bis 9000 Menschen steigt die Einwohnerzahl in der Mainmetropole pro Jahr. In diesem Jahr dürfte die Marke von 700000 Einwohnern geknackt werden. Doch für diese Zahl ist der Wohnungsmarkt der eher überschaubaren Großstadt nicht ausgelegt. „Die freien Flächen gerade in der Innenstadt werden immer weniger“, sagt Cieleback.

Das treibt Mieten und Preise. Nach Angaben des Immobiliendienstleisters Jones Lang Lasalle liegt Frankfurt mit einer Monatsmiete von durchschnittlich elf Euro pro Quadratmeter deutschlandweit auf Platz zwei hinter München.

Nach wie vor teuerste Wohngegend ist das Westend. In dem von Gründerzeithäusern und engen Einbahnstraßen geprägten Bezirk gleich hinter den Bankentürmen werden Mieten von bis zu 23 Euro pro Quadratmeter gezahlt, berichtet Felix von Saucken, Geschäftsführer von Engel & Völkers Commercial.

Auch in den Nachbarvierteln steigen die Mieten. „Das Nordend hat das Preisniveau erreicht, das vor vier Jahren im Westend galt. Und Bornheim ist das neue Nordend“, beschreibt er die Entwicklung. Die Topverdiener aus der Finanzbranche können sich solche Preise leisten und kaufen auch wieder gerne Eigentumswohnungen.

Nach der Lehman-Pleite, als viele Banker um ihre Jobs fürchteten, stand der Markt monatelang still. „Mit den extrem niedrigen Bauzinsen und der Suche nach sicheren Investments erleben wir derzeit einen Nachholeffekt“, sagt von Saucken. Der Luxus-Wohnkomplex „Westend Leben“ ging zuletzt für mehr als 9000 Euro pro Quadratmeter weg. „Die 10000-Euro-Marke ist allerdings eine psychologische Grenze für viele Käufer“, so von Saucken.

Kommentare zu " Trendviertel 2012: Die interessantesten Lagen von Frankfurt"

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  • Ooops, bei der Graphik der Eigentumswohnungen ist wohl mächtig was durcheinander geraten: Sossenheim zählt zu den teuersten Gegenden und im Westend sind weniger als 10% Wohnungsbestand? Das ist leider alles blanker Unsinn.

  • Chinesen möchte deutsche Immobilienfinanzierer einsteigen.

  • Sicher stimmt es, dass Frankfurt besser als sein Ruf ist. Aber dass das Bahnhofsviertel seine schlimmsten Zeiten hinter sich hat und die Drogenabhängigen aus dem Straßenbild verschwunden wären, stimmt so nicht. Erst vor kurzem stand das in der Frankfurter Rundschau. Und wer mal mit offenen Augen nur die Kaiserstraße zwischen Hauptbahnhof und EZB langläuft sieht das auch!

    http://www.fr-online.de/frankfurt/junkies-verstoeren-nachbarn,1472798,14403170.html

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