Würzburgs Gegensätze
Stadtteile mit Aussicht

Frauenland ist einer der exklusivsten Stadtteile Würzburgs. Heuchelhof ist das genaue Gegenteil davon. Trotzdem haben beide Stadtteile ihren eigenen Charakter und bieten Wachstumspotenzial bei den Immobilienpreisen.
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Wenn die Universität einen neuen Professor beruft oder ein höherer und besserverdienender Angestellter oder Beamter nach Würzburg zieht, wissen die örtlichen Makler von vornherein, wo die Neubürger mit ihren Familien wohnen möchten: "Frauenland ist der gefragteste Stadtteil in Würzburg", sagt Wohneigentumsmakler Klaus-Dieter Beck. Man wohnt am Hang und schaut auf die Stadt, sieht die Türme des Doms und vieler anderer Kirchen. In Frauenland ist Würzburg auch am teuersten. Etwa 2.600 Euro je Quadratmeter kosteten Wohnungen wie Einfamilienhäuser im vergangenen Jahr im Durchschnitt, hat der Internetmarktplatz Immobilienscout24 festgestellt. Das klingt gar nicht mal so teuer, verglichen mit den Preisen in anderen Großstädten. Doch in Frauenland wird wenig neu gebaut. Das bedeutet, dass die höheren Neubaupreise in der Durchschnittsbetrachtung keine Rolle spielen. Zudem sind die Wohnungen und vor allem die Häuser in Frauenland groß. Für einen Bungalow in diesem Stadtteil wird deshalb schnell eine halbe Million Euro fällig. Für frei stehende Einfamilienhäuser mit sehr gutem Wohnwert weist der Marktbericht von Makler Roland Reinhart im Durchschnitt 595.000 Euro als Kaufpreis aus. In Frauenland kommt hinzu, dass die Häuser oft auf riesigen Grundstücken stehen, die Platz für ein weiteres Häuschen auf gleichem Boden lassen. Deswegen gibt sie auch niemand so leicht aus der Hand. "Die Häuser gehen von Generation zu Generation", sagt Reinhart. Und wenn doch einmal eines verkauft wird, sind selbst Immobilienprofis erstaunt, was dafür gezahlt wird. Er habe Häuser für eine halbe Million Euro verkauft, in die der Käufer noch einmal den gleichen Betrag reinstecken musste, berichtet Vermittler Beck. Frauenland profitiert nicht nur von der guten Sicht auf die Altstadt, sondern auch davon, dass der Weg zur Universität im Nachbarstadtteil Hubland kurz ist.

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Heuchelhof, Würzburgs "Kleinmoskau"

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