Reit Börsenneuling spekuliert auf steigende Renditen der Büroimmobilien
Alstria kommt noch in diesem Jahr

Die Reits-Euphorie ist verflogen. Viele, die als Kandidaten für die steuerbegünstigte Form der Immobilienaktiengesellschaft gehandelt wurden, halten sich zurück. Anders die Alstria Office AG:

rrl DÜSSELDORF. „Die Umwandlung in einen Reit erfolgt auf jeden Fall noch in diesem Jahr rückwirkend zum Jahresbeginn“, verspricht Alexander Dexne, Finanzvorstand des Büroinvestors. Im Juli hatte Alstria-Chef Olivier Elamine die Reit-Umwandlung noch für Ende September oder Anfang Oktober angekündigt.

Wie nahezu alle Immobiliengesellschaften trafen den Börsendebütanten vom April Kurseinbrüche. Die Aktie ging am Freitag knapp über 13 Euro aus dem Handel, fast drei Euro unter dem selbst errechneten Nettovermögenswert, englisch NAV abgekürzt. Der Immobilienwert minus Schulden ergibt den NAV. Lange bevor das deutsche Reit-Gesetz im Frühjahr verabschiedet worden ist, hatten Reit-Protagonisten von Aufschlägen auf den NAV im Fall der Reit-Umwandlung geschwärmt. Alstria-Manager Dexne rechnet nicht mit einer kurzfristigen Kursreaktion: „Ich mache mir nicht so viele Gedanken über die unmittelbaren Kursreaktionen. Ich bin aber davon überzeugt, dass sich die Umwandlung langfristig im Kurs niederschlagen wird."

Gegenwärtig verfügt Alstria über ein Immobilienvermögen von rund 1,6 Mrd. Euro. Am Jahresende will die auf das Kaufen und Managen deutscher Bürogebäude spezialisierte Gesellschaft eine halbe Milliarde Euro investiert haben, obwohl sie sich im Sommer wegen der steigenden Preise aus dem Markt zurückgezogen hatte.

„Wir sehen, dass sich der Markt langsam wieder beruhigt“, stellt Dexne nun fest. Dazu passen die Beobachtungen des Dienstleisters Artisreal, der nach neun Monaten zwar immer noch ein Rekordinvestitionsvolumen von 45,1 Mrd. Euro (plus 52 Prozent) feststellt, aber das Jahr weniger spektakulär zu Ende gehen sieht, als noch zur Jahresmitte angenommen.

Die Renditen gehen Atisreal zufolge wieder hoch. Das war auch bei einem der spektakulärsten Deals in diesem Jahr zu sehen. Die IVG erreicht mit den für 1,3 Mrd. Euro gekauften Gebäuden des Versicherers Allianz 5,3 Prozent Mietrendite. Die Entwicklung spricht dafür, dass Alstria nicht gegen eigene Regeln verstoßen muss, um zu wachsen: „Wir werden keine Immobilien kaufen, die unsere Bruttomietrendite von 5,4 Prozent im Portfolio verwässert“, verspricht Dexne.

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