Renditen auch Abseits der Zentren
Fonds finden Einkaufsmeilen besonders chic

Ausgerechnet in Norderstedt, einer 75 000-Einwohnerstadt nahe Hamburg, eröffnet Deutschlands zweitgrößte Immobilienfondsgesellschaft Difa AG im kommenden Herbst eine neue Shoppingmeile.

HB DÜSSELDORF. 17 Mill. Euro investiert das Unternehmen nach eigenen Angaben in den Bau von 8 400 Quadratmetern (qm) Handels- und Bürofläche, der Hauptmieter ist mit Bekleidungsspezialist Peek & Cloppenburg schon gefunden. Die Neuentwicklung ergänzt das im vergangenen Jahr erworbene, benachbarte "Herold Center", ein 1971 eröffnetes, 1994 modernisiertes Einkaufszentrum mit 20 000 (qm) Ladenfläche. Und damit nicht genug: In Remscheid gehört seit kurzem das "Allee-Center" zum Difa-Portfolio, in Braunschweig ließen sich die Difa den Erwerb des "City-Point" rund 54 Mill. Euro kosten. Und auch Marktführer Deka Immobilieninvestment GmbH erwarb Anfang des Jahres ein Shoppingcenter abseits der Zentren: die "Drehscheibe City Point" an der Kortumstraße in Bochum.

Anders als Büroimmobilien sind von Einzelhändlern genutzte Objekte bei institutionellen Investoren auch gefragt, wenn sie in der Provinz liegen, bestätigt Ulf-Harald Koepke von Axa Investment Managers. "In den Citylagen kleinerer Städte ziehen wir ein Investment dann in Betracht, wenn die Kaufkraft am Standort stabil ist." Das typische Objekt mit einem Ladenlokal im Erdgeschoss und der Arztpraxis im Obergeschoss gilt dabei als ebenso interessant wie ein ganzes Shoppingcenter.

"Einkaufszentren in 1a-Lagen an B-Standorten sind klar im Kommen", beobachtet Degi-Experte Thomas Beyerle. Den Grund nennt Bulwien-Vorstand Thomas Vosskamp: "Analog zum Handel ist auch der Markt für Einzelhandelsimmobilien nicht nur auf sieben oder acht Zentren beschränkt." Eingekauft werde in Braunschweig oder Bayreuth so munter wie in München oder Frankfurt, dort aber müssten sich Investoren auf Grund hoher Kaufpreise zumeist mit geringeren Renditen zufrieden geben.

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