Rhein-Main-Gebiet gilt nach wie vor als Wohnstandort mit Potenzial
Private Käufer lassen sich viel Zeit bei der Auswahl einer Immobilie

Das Gerücht hält sich hartnäckig: Niemand, so sagt man in Frankfurt, werde in den Vorstand einer Bank berufen, wenn er nicht in Bad Homburg wohne.

DÜSSELDORF. Ob die „richtige“ oder „falsche“ Adresse tatsächlich eine Rolle spielt bei der Rekrutierung des Führungspersonals deutscher Banken, sei dahin gestellt. Gewiss aber unterstreicht die Fama zweierlei. Erstens: In Frankfurt wird gearbeitet, nicht gewohnt. Zweitens: Wer etwas auf sich hält – und es sich leisten kann –, der zieht in den Vordertaunus. Bad Homburg, Kronberg oder Königstein heißen die begehrten Wohnlagen, und sie gehören zum exklusivsten und teuersten, was Deutschland in dieser Hinsicht zu bieten hat.

„Überhaupt“, urteilt Hans-Peter Winckler, Geschäftsführer der S-Corpus in Bad Homburg, „gehört das Rhein-Main-Gebiet zu den interessantesten Wohnimmobilienmärkten Deutschlands.“ Grund genug für die Köln-Düsseldorfer Corpus Immobiliengruppe, sich Anfang des Jahres mit 52 Prozent an der Immobilien-Vermittlungsgesellschaft der Taunus-Sparkasse zu beteiligen. Und obwohl auch Winckler weiß, dass die meisten der rund 1,9 Mill. Beschäftigten im Großraum Frankfurt zum Wohnen das Umland vorziehen, sei die Nachfrage nach Wohnungen in den guten Lagen Mainhattans dennoch immer noch größer als das Angebot. Erst vor kurzem erwarb das Unternehmen daher ein kleineres Immobilienpaket der Axa Versicherung mit insgesamt 110 Wohnungen „alle in citynahen Lagen“ Frankfurts. Sie sollen nach und nach an die Mieter verkauft werden.

Auch im Frankfurter Westhafen, mit dem die Mainmetropole wie viele andere deutsche Städte mit Wasseranschluss den Trend zum „Leben am Fluss“ bedient, wird sich das Unternehmen womöglich engagieren. Obwohl das Entwicklungsgebiet vis-à-vis von Sachsenhausen unter der aktuellen Immobilienmarktflaute zu leiden hat, erzielten die exklusiven Eigentumswohnungen auf der Westhafen-Mole Spitzenpreise bis zu 5 000 Euro pro Quadratmeter (qm). „Das gilt allerdings nur für die Penthäuser, die übrigen Wohnungen waren deutlich günstiger“, räumt Winckler ein.

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