Riskante Hypothekendarlehen
Briten fürchten Sub-Prime-Krise

Die britische Finanzaufsicht FSA fürchtet Verwerfungen am Markt für riskante Hypothekendarlehen. Dabei geht es um so genannte Sub-Prime-Kredite an Kunden mit schwacher oder sehr schwacher Bonität. Kreditinstitute und Vermittler würden bei der Vergabe der umstrittenen Darlehen zum Teil die nötige Sorgfalt vermissen lassen.

mm LONDON. In den Vereinigten Staaten sorgt die akute Krise des Sub-Prime-Marktes seit Monaten für Negativschlagzeilen. Kreditinstitute hatten während des jahrelangen Immobilienbooms in den Vereinigten Staaten freigiebig Darlehen an finanzschwache Kunden vergeben. Als die Hauspreise zu fallen begannen und gleichzeitig die Zinsen stiegen, konnten viele Schuldner ihre Verbindlichkeiten nicht mehr zurückzahlen.

In der Folge mussten bereits Dutzende Hypothekenbanken aufgeben. Zuletzt gerieten zwei große Hedge-Fonds der amerikanischen Investmentbank Bear Stearns in eine ernste Schieflage. Die beiden Fonds hatten sich mit Kreditderivaten auf den Sub-Prime-Markt verspekuliert und mussten von der Mutter mit einem Milliardenbetrag gestützt werden.

Bislang hat die Sub-Prime- Krise in den USA nicht auf Großbritannien übergegriffen, wo die Banken sich bei der Kreditvergabe an finanzschwache Kunden stärker zurückgehalten haben. Aber die Finanzaufseher der FSA haben bereits klar gemacht, dass sich ihre Aufmerksamkeit in den kommenden Monaten auf die risikoreicheren Bereiche des Immobilienmarktes konzentrieren wollen, darunter auch der Sub-Prime-Sektor.

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