Salewa-Hauptquartier
Ein Raumschiff am Rande der Autobahn

Der Eigentümer der Outdoor-Marke Salewa hat sich eine spektakuläre Zentrale neben die Autobahn gebaut. Das Gebäude ist nicht nur umweltfreundlich konzipiert, sondern beheimatet die modernste Kletterhalle der Welt.
  • 0

BozenAus der Ferne hat es den Anschein, als sei ein Raumschiff direkt neben der Brenner-Autobahn gelandet. Wer an der Ausfahrt Bozen Süd vorbeifährt, der wendet fast automatisch den Blick von der Straße hin zu dem gräulich-schwarzen, langgestreckten Komplex. Mit seiner Fassade aus durchlöchertem Metall und einem groben, fast 50 Meter hohen Keil am Ende, ist das Gebäude zwischen ausgedehnten Apfelplantagen und den Bergen von Südtirol nicht zu übersehen.

Was da wirkt wie das Werk Außerirdischer, ist das neue Hauptquartier des Südtiroler Multi-Unternehmers Heiner Oberrauch. Der 53-Jährige ist seit mehr als 20 Jahren Eigentümer des traditionsreichen, in München gegründeten Outdoor-Labels Salewa, ihm gehört die Skimarke Dynafit, er betreibt Museen, eine Textil- und Schuhfabrik, Mode- und Sportläden, besitzt eine Burg oberhalb der Südtiroler Landeshauptstadt Bozen und hat seine eigenen Weinkellereien.

Mit der ungewöhnlichen, fast 40 Millionen Euro teuren Zentrale ist dem Spross eines uralten Südtiroler Geschlechts ein Geniestreich gelungen, da sind sich die Architekturkritiker einig. 250-mal sind schon Artikel über das Gebäude in Fachzeitschriften erschienen, sogar für die Architekturbiennale in Venedig war es nominiert. Entworfen wurde die Zentrale vom Mailänder Architekturbüro Cino Zucchi und Park Associati.

Einerseits sieht das Haus außergewöhnlich aus. Je nach Tageszeit und Wetter erscheint die Haut aus chloriertem Aluminium einmal grau, dann wieder schwarz oder hellblau. Auch die Form ist extravagant: „Es gleicht einem Bergkristall“, sagt Oberrauch.

Seite 1:

Ein Raumschiff am Rande der Autobahn

Seite 2:

Gigantische Werbung am Alpenübergang

Kommentare zu " Salewa-Hauptquartier: Ein Raumschiff am Rande der Autobahn"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%