Sanierung
Deka-Bank will Krisen-Immobilienfonds auf Deutschland begrenzen

Ihren mit starken Mittelabflüssen kämpfenden Deka-Immobilienfonds will die Deka-Bank neu ausrichten und auf Deutschland begrenzen. Die Umbauphase soll in spätetens vier Jahren abgeschlossen sein, erklärte Deka-Bank-Vorstandsvorsitzender Fritz Oelrich am Dienstag in Frankfurt.

HB FRANKFURT. Bislang war der offene Immobilienfonds zu 80 % auf Deutschland und zu 20 % auf Europa fokussiert. Oelrich bekräftigte zugleich, dass der Fondsdienstleister der Sparkassen während der Sanierungsphase des Fonds für die Anteilseigener mögliche Bewertungsrisiken abfedern wird.

Daher werde auch für das Fondsgeschäftsjahr 2005/2006 eine Performancegarantie von rund 2 % gewährt. Zudem werde die Bank in dem Zeitraum weiter unbegrenzt Anteilsscheine zurücknehmen. Nach dem Umbau soll der Fonds nicht nur auf Deutschland beschränkt sein, sondern seine Erträge auch aus stabilen Mieten und nicht mehr aus Wertsteigerungen erzielen. Er solle dann eine Rendite von mindestens 4 % haben. Eine Schließung des Fonds hat Oelrich nicht im Kopf: „Wir glauben an den Deka-ImmobilienFonds“.

Die Deka-Bank war 2004 in eine Krise geraten, nachdem Anleger des offenen Immobilienfonds wegen hoher Leerstandsquoten und sinkender Rendite Anteilsscheine in beträchtlicher Höhe zurückgegeben hatten. Zeitweise waren bis zu 50 Mill €. täglich aus dem Fonds abgezogen worden. Derzeit liegt der Abfluss laut Oelrich bei 1,5 Mill. bis 3 Mill. €. Wegen mangelhafter Krisenkommunikation hatte der damalige Deka-Vorstandsvorsitzende Axel Weber seinen Hut nehmen müssen. Er wurde von Oelrich abgelöst, der allerdings nur interimistisch an der Spitze der Deka-Bank steht. Spätestens am 1. Januar 2006 soll das Amt von Franz Waas, derzeit Vorstand bei der HSH Nordbank, übernommen werden.

Oelrich machte weiiter deutlich, dass die in einem Stresstest ermittelten Bewertungsrisiken von rund 1,1 Mrd. als Gesamtziffer für die gesamte Sanierungsdauer von vier Jahren zu verstehen seien. Sie seien daher nicht zusätzlich, stellte er klar. Die Deka-Bank könne diese Belastung „im Extremfall“ abbfedern. Allerdings könne niemand sagen, ob dieses Szenario eintreten wird.

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