Schanghai, Singapur, New York Das Ruhrgebiet als Gegenentwurf zu Megastädten?

Städte wie Schanghai oder New York kämpfen mit verstopften Straßen und Verwahrlosung von Stadtteilen. Bewohner des Ruhrgebiets dürfen sich freuen: Die Mischung aus mittelgroßen Städten macht das Leben dort attraktiver.
Weil es ihm Ruhrgebiet keine Megastadt wie Singapur gibt, ist die Region deutlich leichter regierbar, so das Urteil des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik. Quelle: dpa
Zeche Zollern in Dortmund

Weil es ihm Ruhrgebiet keine Megastadt wie Singapur gibt, ist die Region deutlich leichter regierbar, so das Urteil des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik.

(Foto: dpa)

BonnDas Ruhrgebiet könnte nach Ansicht von Experten Vorbild für andere Ballungsräume mit Millionen von Einwohnern werden. „Wir haben hier keine Mega-City, die unregierbar ist“, sagte der Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE), Dirk Messner, der dpa. In vielen Megastädten funktionierten Infrastrukturen nicht mehr, ein großer Teil der Bevölkerung lebe in Slums. Selbst besser funktionierende Ballungsräume seien oft Moloche aus Beton, Autobahnkreuzen und unwirtlichen Quartieren. Die Mischung von mittelgroßen Städten mit insgesamt vier oder fünf Millionen Menschen – wie dem Ruhrgebiet – funktioniere hingegen deutlich besser.

Messner, der auch die Bundesregierung berät, sieht aber auch die Probleme der Region in Nordrhein-Westfalen. „Um die 20 Prozent der Bevölkerung lebt in prekären Verhältnissen oder macht sich Sorgen, im Niedriglohnsektor zu landen. Darum muss sich Politik kümmern.“

Wo die Deutschen wohnen wollen – und wo lieber nicht
So nicht!
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Ein zerstörtes Haus an einem abgelegenen Waldweg in Mirow an der Mecklenburgischen Seenplatte: Das dürfte so ziemlich das letzte Objekt sein, nach dem deutsche Immobilieninteressenten suchen. Laut einer gemeinsamen Studie des Baufinanzierers Interhyp und dem Immobilienportal Immobilienscout24 zieht es die Deutschen in die Städte – und in deren Speckgürtel. Abgesehen von der Lage achten potenzielle Hauskäufer demnach auch auf die ärztliche Versorgung und die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel. Doch was schreckt Interessenten ab? Die fünf „No-Gos“ bei Immobilien.

Platz 5: Fehlende Garage/kein Parkplatz
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Erst einmal drei Kilometer laufen, bis man vom Parkplatz nach Hause gefunden hat? Für 22 Prozent der befragten Immobilieninteressenten kommt das nicht infrage. Eine Immobilie ohne angeschlossenen Stellplatz stellt damit für mehr als jeden Fünften ein absolutes Ausschlusskriterium dar.

Platz 4: Dunkle Räume/wenig Licht
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Was für diese beiden Störche gut genug ist, reicht vielen Hausbesitzern nicht: Immobilien mit schlechter Beleuchtung oder zu dunklen Räumen finden häufig keinen Käufer. Immerhin 25 Prozent der Befragten gaben an, eine Immobilie allein deshalb nicht kaufen zu wollen.

Platz 3: Kein Garten
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Ein Balkon mag schön sein, auf einen Garten wollen die meisten Hauskäufer trotzdem nicht verzichten. 27 Prozent der Immobilieninteressenten gaben an, bei fehlendem Garten von einem Hauskauf Abstand nehmen zu wollen.

Platz 2: Problematische Nachbarschaft
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Der AfD-Politiker Alexander Gauland sagte im Mai, er glaube nicht, dass eine Mehrzahl der Deutschen den Nationalspieler Jérôme Boateng gern in ihrer Nähe wohnen hätte. Viele antworteten darauf empört, neben Gauland wollten sie auch nicht wohnen. Das aktuelle Immobilienbarometer aber zeigt: Die Nachbarschaft ist Immobilienkäufern weniger wichtig geworden. Nur rund 36 Prozent gaben an, bei einer problematischen Nachbarschaft lieber ein anderes Objekt kaufen zu wollen. Im Immobilienbarometer 2010 waren es noch 64 Prozent.

Platz 1: Lärm
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Ärger mit den Nachbarn, keine Garage, zu wenig Licht – alles verschmerzbar, solange eines stimmt: die Lautstärke. Fast die Hälfte der Befragten (47 Prozent) will auf den Kauf einer Immobilie verzichten, wenn sie nahe einer großen Straße oder einer anderen Lärmquelle liegt. Damit verdrängt der Lärm die problematische Nachbarschaft von Platz 1 der absoluten „No-Gos“ für Hauskäufer.

Wo die Deutschen wohnen wollen
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Wie die Umfrage des Baufinanzierers Interhyp und des Immobilienportals Immobilienscout24 ergab, wollen etwa die Hälfte der Deutschen Haus oder Wohnung am liebsten mitten in der Stadt kaufen. Die endgültige Entscheidung hängt aber von einer Reihe anderer Lagekriterien ab. Was Immobilienkäufern am wichtigsten ist.

  • dpa
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