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25.12.2007 
Jahr der Rekorde

Schöne neue Immobilienwelt?

von Reiner Reichel

Die Mieten steigen – für Wohnungen wie für Büros. Immobilienverkäufer erzielen auch jetzt, während der Kreditkrise, noch Preise, von denen sie vor drei Jahren nur geträumt haben. Und die vielen Käufer aus dem Ausland freuen sich, in einem der größten Immobilienmärkte der Welt investiert zu haben. Immobilien-Deutschland gibt ein prächtiges Bild ab. Doch das Bild wird blasser.

Immobilien-Markt in Deutschland: Die Rekordpreise werden vorerst nicht wiederholbar sein. Quelle: hb.com

Immobilien-Markt in Deutschland: Die Rekordpreise werden vorerst nicht wiederholbar sein. Quelle: hb.com

DÜSSELDORF. Auf dem Investmentmarkt wird im neuen Jahr nicht mehr das ganz große Rad gedreht. Mit mehr als 50 Mrd. Euro Transaktionsvolumen allein auf dem Gewerbeimmobilienmarkt wie in diesem Jahr rechnet kein Profi mehr. Dabei wären nach Berechnungen des Immobiliendienstleisters Jones Lang Lasalle (JLL) ohne die Kreditkrise im Gesamtjahr 2007 Besitzwechsel für 60 Mrd. bis 65 Mrd. Euro statt für 51 Mrd. Euro möglich gewesen.

Seit dem Sommer bremsen die Banken vor allem forsche Finanzinvestoren aus. Wirklich willkommen sind nur Käufer, die viel Eigenkapital mitbringen. Jüngstes Beispiel: Der offene Immobilienfonds SEB Immoinvest zahlt die geschätzten 1,2 Mrd. Euro für das „Quartier Potsdamer Platz“ an Verkäufer Daimler aus den liquiden Mitteln. Ob die Kreditinstitute die Bremse wieder lockern werden, entscheidet sich Ende Februar oder Anfang März 2008, wenn die Jahresabschlüsse 2007 vorliegen.

„Die derzeitige Krise ist viel zu nachhaltig. Die Probleme werden sich nicht über Nacht in Luft auflösen“, warnte JLL-Deutschland-Chef Christian Ulbrich kürzlich in einem Gespräch mit dem Handelsblatt. Ulbrich rechnet – im Unterschied zu anderen Experten – nicht so sehr mit weniger Transaktionen, aber wie eigentlich alle mit niedrigeren Preisen.

„Die Rekordpreise aus dem Sommer sind nicht wiederholbar“, sagt Hermann T. Dambach, Deutschland-Chef des US-Investors Oaktree Capital Management. Oaktree ist größter Aktionär der börsennotierten Deutsche Wohnen und hat in diesem Jahr auch Gewerbeimmobilien-Portfolios aus offenen Immobilienfonds von Deka Immobilien und der Allianz-Tochter Degi gekauft.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Noch sind weitere große Portfolios auf dem Markt.

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