SEB Immo-Invest
Fonds decken sich mit Immobilien in Asien ein

Der SEB Immo-Invest, ein offener Immobilienfonds der SEB-Bank, setzt wie die Konkurrenz auf Asien. Nach Investitionen in China und Japan hat der Fonds jetzt für 275 Mill. Euro einen hochwertig ausgestatteten Wolkenkratzer im Bürodistrikt von Singapur gekauft.

rrl DÜSSELDORF. SEB Immo-Invest hat das erste Auslandsbüro in Singapur eröffnet. Weitere Investitionen in der Region dürften folgen, „Wir stoßen die Tür zu einem der in Zukunft interessantesten Märkte auf“, sagt Barbara Knoflach, die als Chefin der SEB Asset Management für den 6,4 Mrd. Euro schweren Fonds verantwortlich ist.

Andere Fondsgesellschaften beurteilen asiatische Immobilienmärkte ebenso optimistisch und investieren dort. Morgan Stanley legte im Dezember 2006 den Morgan Stanley Eurasia Fonds nach dem deutschen Investmentgesetz für institutionelle Anleger auf. Das Management des Fonds, der rund 500 Mill. Euro bei Versicherungen und Pensionskassen einsammeln wird, hat als asiatische Zielmärkte Japan, Südkorea, Hongkong und Singapur identifiziert. Dorthin soll 70 Prozent des Fondskapitals, das einschließlich Fremdfinanzierung eine Mrd. Euro ergeben wird, fließen.

Zurzeit konzentriert sich das Interesse noch auf Japan und Südkorea. Die SEB kaufte vor wenigen Wochen zwei Bürogebäude in Japan für 75 Mill. Euro. Morgan Stanleys offener Immobilienfonds P2 Value erwarb im April mehrheitlich einen knapp 50 Mill. Euro teuren Supermarkt in einem Vorort von Tokio, nachdem bereits im Herbst 2006 rund 22 Mill. Euro in ein japanisches Einzelhandelsobjekt geflossen waren. Dem Management des Hausinvest Global, einem Fonds der Commerz Grundbesitz, war in der japanischen Hauptstadt kurz vor dem Jahresende 2006 ein Einkaufszentrum 100 Mill. Euro wert. Ende März 2007 schlug der Grundbesitz Global bei einem halb so teuren Shoppingcenter im Großraum Tokio zu. Weitere 210 Mill. Euro machte der Fonds für zwei Bürotürme in Seoul locker.

Alle genannten Fonds verzeichneten überdurchschnittliche Mittelzuflüsse in den ersten drei Monaten des Jahres. Den Spitzenreiter Grundbesitz Global und SEB Immo-Invest vertrauten Anleger in dieser Zeit jeweils rund eine halbe Mrd. Euro frisches Geld an. Beim Hausinvest Global waren es 424 Mill. Euro, und der Morgan Stanley P2, sehr viel kleiner als diese, warb auch noch 289 Mill. Euro ein.

Das wachsende Interesse an außereuropäischen Märkten ist auch an Statistiken des Fondsbrachenverbandes BVI ablesbar. Ende 2004 entfielen 4,2 Prozent des Immobilienvermögens der Fonds auf außereuropäische Länder. Ende des vergangenen Jahres waren es 7,2 Prozent. Da US-Immobilien aktuell sehr teuer sind und deswegen von den Fonds nicht gekauft werden, dürften am Jahresende die Asien-Engagements durchschlagen.

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