SEB macht den Anfang
Deutsche Immobilienfonds entdecken China

Die SEB Immobilien-Investment GmbH hat als erste deutsche Anbieterin offener Immobilienfonds ein Gebäude in China gekauft. Die chinesische Zeitung „Shanghai Daily“ berichtete vergangene Woche, die SEB haben einen Büroturm in Schanghai von Macquarie Global Property Advisors (MGPA) für 250 Mill. Dollar gekauft.

DÜSSELDORF. Die SEB bestätigte den Kauf eines Objektes in Schanghai, machte aber keine weiteren Angaben zu dem Erwerb. Die SEB wird nicht lange die einzige Immobilien-Investmentgesellschaft sein, die ein chinesisches Objekt in ihrem Portfolio hat. So hat die Difa Deutsche Immobilien Fonds AG im April einen „bindenden Kaufvertrag“ für das sechsgeschossige Einzelhandelsobjekt „Joffre 688“ unterzeichnet. Eine Besitzgesellschaft soll das rund 6 800 Quadratmeter große Objekt übernehmen. Der Übergang ins Vermögen des Fonds Difa Global werde voraussichtlich innerhalb des nächsten Quartals erfolgen, sagte ein Difa-Sprecher.

Die Nutzung von Grund und Boden ist in China nur in Form von Erbbaurechten möglich, die für lediglich 40 Jahre vergeben werden; in Deutschland sind dagegen 99 Jahre Laufzeit üblich. Daher wirft die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gerne ein Auge auf Käufe in China, wie ein Sprecher bestätigte. Eine Genehmigungspflicht besteht aber nicht. Das Interesse offener Immobilienfonds an China wächst. So bestätigte ein Sprecher Commerz Grundbesitz Investmentgesellschaft mbH, dass China zu den drei Staaten gehört, in die der Fonds Hausbesitz Global bald investieren wolle. Wettbewerber Deka Immobilien Investment GmbH hat China ebenfalls im Blick. „Aus heutiger Sicht kann ich mir noch nicht vorstellen, im nächsten oder übernächsten Jahr dort als offener Fonds zu investieren – aber was heißt das schon heutzutage bei den schnellen Veränderungen in Markt und Politik“, sagt Deka-Immo-Invest-Chef Reinhardt Gennies.

Die Dynamik des Marktes lässt sich an der Preisentwicklung ablesen. Shanghai Daily zufolge hat MGPA vor einem Jahr lediglich 108 Mill. Dollar für das nun an SEB verkaufte Gebäude gezahlt.

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