Senioren sind besonders treue und zuverlässige Mieter
Rentner wollen Pflege daheim

Die deutsche Bevölkerung altert und mit ihr die Kundschaft deutscher Wohnungsunternehmen. Grund genug für die Branche, sich zunehmend auf die Wohnbedürfnisse älterer Menschen einzustellen. Denn die meisten Deutschen ziehen das Leben in der gewohnten Umgebung dem Umzug in ein Seniorenheim vor, wie eine Befragung von TNS/Emid Ende 2004 ergab.

wik DÜSSELDORF.Drei von vier Befragten im Alter zwischen 40 und 60 Jahren gaben an, so lange wie möglich in der bisherigen Wohnung bleiben zu wollen. Drei Viertel können sich vorstellen, in eine altersgerechte Wohnung umzuziehen und dort – je nach Bedarf – Betreuungsangebote wie Notruf, Reinigungsdienste, „Essen auf Rädern“ oder ambulante Pflegeleistungen in Anspruch zu nehmen.

Eine Chance, die hiesige Wohnungsunternehmen nicht verpassen wollen. Denn „Senioren sind besonders treue und zuverlässige Mieter“, räumt Manfred Neuhöfer vom GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen in Berlin ein. Mit umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen soll der in die Jahre gekommene Bestand aus den Jahren 1950 bis 1970 deshalb den Lebensumständen älterer Menschen angepasst werden – für „Dutzende von Milliarden Euro“. Badezimmer- und Balkontüren werden verbreitert, Türschwellen beseitigt, Badewannen durch Duschen mit niedrigem Einstieg ersetzt und Handläufe an beiden Seiten des Treppenhauses angebracht.

„Wir setzen auf das Modell des betreuten Wohnens als Alternative zum Pflegeheim“, sagt Neuhöfer. In Kooperation mit privaten und gemeinnützigen Pflegediensten bieten daher schon heute eine Reihe von Wohnungsunternehmen älteren Mietern zusätzliche Betreuungsdienstleistungen in der eigenen Wohnung an.

Ein Trend, der anhalten wird, prognostiziert Marie-Therese Krings-Heckemeier, Vorstandsvorsitzende des Forschungsinstituts Empirica AG in Berlin. Ambulante Pflege werde schon aus Kostengründen weiter an Bedeutung gewinnen: „In Zukunft werden Wohnungsunternehmen deshalb noch stärker als bisher mit sozialen Dienstleistern zusammenarbeiten müssen.“

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