Silberturm
Commerzbank verkauft Frankfurter Wahrzeichen

Der Silberturm im Frankfurter Bankenviertel hat einen neuen Eigentümer. Die Commerzbank verkauft das Jürgen-Ponto-Hochhaus an eine Investorengemeinschaft. Mieter ist weiterhin die Deutsche Bahn.
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Düsseldorf 

Er war einmal der höchste Wolkenkratzer Deutschlands und bietet auch heute noch einen imposanten Anblick. Jetzt hat die Commerzbank den sogenannten Silberturm im Frankfurter Bankenviertel an eine Investorengemeinschaft unter Führung der IGV verkauft. Die Bank trennt sich damit von einem weiteren Teil ihrer Dresdner-Bank-Vergangenheit, denn verkauft wurde auch das angrenzende Gebäude Gallusanlage 8, wo einst der Vorstand der Dresdner Bank residierte. 

„Damit wurde eine Ikone des Frankfurter Immobilienmarktes verkauft“, sagt Piotr Bienkowski, Geschäftsführer von BNP Paribas Real Estate Deutschland, die die Commerzbank beraten hat. Die Nachfrage von nationalen und internationalen Investoren sei sehr hoch gewesen. „Dies spiegelt auch die Qualität und Akzeptanz des Standorts Frankfurt wider“, sagt Bienkowski. Über die Einzelheiten des Verkaufs haben die Beteiligten Stillschweigen vereinbart. Branchenexperten schätzen den Wert des Gebäudes jedoch auf 400 Millionen Euro.

Eigentlich wollte die Commerzbank den 166 Meter hohen und mit Aluminium verkleideten Turm schon 2008 verkaufen, als sie die Dresdner Bank übernahm. Doch am Höhepunkt der Finanzkrise fand sie keinen Käufer.

Seit April 2009 hat die Deutsche Bahn die knapp 72.000 Quadratmeter Büroräume in dem Wolkenkratzer sowie im angrenzenden Vorstandsgebäude gemietet. Der Vertrag läuft über 15 Jahre. Seit Anfang 2009 wurde das Gebäude renoviert, um die Büroräume zu modernisieren und den Energieverbrauch zu senken. Die Arbeiten sollen zum Jahresende abgeschlossen sein. Im ersten Halbjahr 2012 wollen die Mitarbeiter der Deutschen Bahn einziehen. Für das kommende Jahr wird zudem eine Nachhaltigkeits-Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) erwartet.

Von 1978 bis 1990 war das Jürgen-Ponto-Hochhaus der höchste Wolkenkratzer Deutschland, bis es von dem 257 Meter hohen Frankfurter Messeturm übertroffen wurde. Benannt wurde der 32-stöckige Turm in der Nähe des Frankfurter Hauptbahnhofs nach dem 1977 von der Rote Armee Fraktion (RAF) ermordeten Dresdner-Bank-Chef benannt.

Handelsblatt-Finanzkorrespondentin Katharina Schneider.
Katharina Schneider
Handelsblatt / Finanzkorrespondentin

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