„Silberturm“

Frankfurter Wahrzeichen abzugeben

Einst war hier die Zentrale der Dresdner Bank. Dann zog die Deutsche Bahn als Mieterin ein. Jetzt steht der „Silberturm“ in Frankfurt zum Verkauf. Interessenten müssen allerdings etwas Kleingeld mitbringen.
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Die ehemalige Dresdner-Bank Zentrale in Frankfurt steht erneut zum Verkauf. Der Turm war einst das höchste Gebäude Deutschlands. Quelle: ap

Die ehemalige Dresdner-Bank Zentrale in Frankfurt steht erneut zum Verkauf. Der Turm war einst das höchste Gebäude Deutschlands.

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FrankfurtDer sogenannte „Silberturm“ prägt die Skyline Frankfurts. Bald könnte das Hochhaus mit der glänzenden Fassade einen neuen Eigentümer bekommen. Die IVG Institutional Funds, eine Tochter der insolventen Immobiliengesellschaft IVG, plant den Verkauf für rund 450 Millionen Euro. Dies bestätigten nach Informationen von Bloomberg zwei Personen, die mit dem Vorgang vertraut sind. Über mögliche Käufer wurde bislang nichts bekannt. Das Unternehmen lehnte eine Stellungnahme ab.

Das 166 Meter hohe Gebäude mit seinen 34 Stockwerken war bei seiner Eröffnung 1978 der höchste Wolkenkratzer Deutschlands. Einst war hier die Zentrale der Dresdner Bank. Nach der Fusion mit der Commerzbank wurde das Gebäude nicht mehr gebraucht. Die Commerzbank verkaufte es 2011 an die IVG Immobilien AG. Als Mieterin zog 2012 die Deutsche Bahn ein. Der Mietvertrag läuft über 15 Jahre. Das Hochhaus bietet Platz für etwa 2000 Mitarbeiter. Laut IVG Immobilien verfügt das Haus am Jürgen-Ponto-Platz über 33.400 Quadratmeter Fläche.

Wo Frankfurt in den Himmel wächst
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Die Frankfurter Innenstadt mit ihren charakteristischen Türmen: Kaum eine andere Stadt kann mit der Wolkenkratzerlandschaft der Bankenmetropole mithalten. Ein Rundgang durch Mainhattan. Alle Fotos: PR, dpa, ap

DRESDNER BANK
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Die ehemalige Dresdner-Bank Zentrale in Frankfurt steht erneut zum Verkauf. Der Turm war einst das höchste Gebäude Deutschlands.

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Im Frühjahr 2003 wurde die neue, 136 Meter hohe Zentrale der Dresdner Bank unter dem Namen „Gallileo“ (im Vordergrund) fertiggestellt. Das Hochhaus ging zunächst an die Commerzbank und 2013 im Rahmen eines Club-Deals an den Bonner Immobilienkonzern IVG und mehrere südkoreanische institutionelle Investoren.

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Der Commerzbank-Tower misst 259 Meter (mit Antenne sogar 300 Meter) und ist damit das höchste Gebäude der Bankenmetropole am Main. Bis 2003 war der Turm sogar europaweit Spitzenreiter, musste den Titel dann aber an den Moskauer Triumph-Palace abgeben.

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Das Deutsche-Bank-Hochhaus im Frankfurter Westend besteht aus zwei Wolkenkratzern, die gerne auch als "Soll und Haben" oder "Deutsche Bank I und II" bezeichnet werden. Das 1984 errichtete, 155 Meter hohe Gebäudeduo wurde in den vergangenen Jahren umfassend saniert. Dabei sollte insbesonder die Energiebilanz verbessert werden. Die Bank warb zur Zeit der Sanierung auch mit dem Begriff "Greentowers".

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Zeitweise war der MesseTurm im Frankfurter Westend mit 257 Metern das höchste Bürohaus in Europa, wurde dann aber vom Commerzbanktower überholt. Der Name der Stahlbetonkonstruktion ergibt sich durch den Standort gleich neben dem Frankfurter Messegelände. Durch seine Form wird er auch "Bleistift" genannt. Zusammen mit dem Opernturm ist der MesseTurm das einzige Gebäude in Deutschland mit einer eigenen Postleitzahl.

Tower185 - Bei Dämmerung
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Der Tower 185 ist ein Wolkenkratzer im Stadtteil Gallus in der Nähe der Frankfurter Messe. Der Bau des Doppelturms startete im August 2008 und wurde im Dezember 2011 abgeschlossen, wobei er eine Gesamthöhe von 200 Metern erreicht hat.

Die IVG Immobilien AG, einst der größte Immobilienkonzern Deutschlands, musste im vergangenen Jahr Insolvenz anmelden. Das Unternehmen ist mit 3,2 Milliarden Euro verschuldet und befindet sich derzeit in der Restrukturierung. Der Konzern verfügt über Bürogebäude im Wert von vier Milliarden Euro und verwaltet für institutionelle Kunden Liegenschaften im Wert von zwölf Milliarden Euro.

Im März hatten die Gläubiger, unter denen sich damals Cerberus, Aurelius und Morgan Stanley befanden, einem Tausch der Verbindlichkeiten gegen Aktien und einer Kapitalerhöhung zugestimmt. Durch den Insolvenzplan wurde die Gesellschaft um rund 2,2 Milliarden Euro entschuldet. Die Aktie wurde anschließend von der Börse genommen.

Die IVG soll in drei Teile zerlegt werden – die Immobilien im eigenen Bestand, das Geschäft mit Immobilienfonds für institutionelle Anleger und die Gas-Kavernen an der Nordsee. Neben dem „Silberturm“ soll auch ein weiteres Großprojekt der IVG zum Verkauf stehen: Das Bürogebäude „The Squaire“ am Frankfurter Flughafen soll für 800 Millionen Euro den Besitzer wechseln.

  • Bloomberg
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  • HEH, es heisst "WAHR"zeichen... also ein voll gelungener Ulk aus der Redaktion :-D

  • Ich habe da eine Idee
    Die IS sprengt das Gebäude in die Luft und wir haben Grund für die Terror Bestätigung um die Grundrechte umgehend noch weiter einzugrenzen. Dies ist mit der permanenten 2/3 Mehrheit im Bundestag und den Lissabon Verträgen jederzeit möglich. Und das Gebäude wird so sauber fallen wie der Tower 7 am 11 September 2001.

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